۞ Versuchschemie.de :: - Magnetrührer: Drehzahlmessung und andere Spielereien
Zum Portal Experimente Periodensystem Über_VC Foren-Index Suche
    Registrieren      Login        
Neues Thema eröffnenNeue Antwort erstellen Printable version
Autor Nachricht
CPU-Dioxid
Moderatoren helfen, wo sie können.


Alter: 25
Hier seit: 16.04.2007
Beiträge: 1678
Wohnort: Pfalz
germany.gif
Verfasst am: 14/8/2007, 00:16  Titel:  Magnetrührer: Drehzahlmessung und andere Spielereien Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hallo mal wieder.
Aus reichlich Langeweile, einem Magnetrührer und etwas Krimskrams entstand folgendes:
"Drehzahlmessung und andere Spielereien mit einem Magnetrührer":


Material:

-Magnetrührer
-Multimeter mit Frequenzmessung
-Spule mit passendem Kern
-Krokodilklemmen (4)
-LED
-Widerstand (in etwa: 0,2 Ohm < R < 10 Ohm)oder Verwendung minderwertiger Krokodilklemmen

Durchführung:

Nachdem man den Magnetrührer auf höchster Drehgeschwindigkeit eingeschaltet hat, platziert man die Spule mit Kern auf der Oberseite des Rührers
Image
und verbindet die Enden der Spule mit dem Multimeter im Frequenzmodus.

Das Multimeter zeigt nun die Drehzahl des Rührers in Hz an:
Image
20,74Hz*60s=1244,4Upm
interessant: laut Hersteller beträgt die max. Drehzahl 1100Upm...


Anschließend kann man ermitteln, ob der Rührer die Drehzahl unter Last korrigiert:
man belastet die Spule mit 0,2-10 Ohm (oder mit 2 in Reihe verbundenen Krokodilklemmen, wenn man die Dinger für 10ct/stück verwendet funktioniert das auch), was einerseits eine beträchtliche Last darstellt, andererseits aber noch Spannung für das Messgerät übriglässt.
Im Fall meines recht betagten Combimag RCT ergab sich folgendes:
Image
20,45Hz*60s=1227Upm
Immer noch über der Herstellerangabe, aber sogar hörbar weniger - also ein ungeregelter Rührmotor (wer hätts gedacht... Smile )

Wer immer noch Lust hat kann sich folgenden Spass gönnen:
Spannungsmessung der Spule:
Image
Wechselspannung mit 1,532V eff, d.h. die Spitzenspannung reicht für eine schwache LED...
und tatsächlich:
Image
Die LED flackert hektisch mit der Motordrehzahl von 20,74Hz (keine messbare Belastung) und produziert, wenn man mit ihr in den Schlitz unter der Heizplatte leuchtet das Bild eines stehenden Rührmagneten, was sich photographisch leider nicht festhalten ließ, und auch nur bei stark abgedunkelter Umgebung funktioniert... Very Happy

Erklärung:

Der Magnetrührer treibt den Rührmagneten durch einen unter der Platte rotierenden Magneten an. Ein bewegtes Magnetfeld induziert eine Spannung in eine Spule, diese Spannung alterniert mit jeder Umdrehung des Magneten. Die Einschaften einer solchen unter (Wechsel-)Spannnung stehenden Spule werden in diesem Experiment aufgezeigt. Das Multimeter misst die Frequenz und die Spannung während die Diode die praktischen Auswirkungen zeigt: Sie schneidet die untere Hälfte der Welle ab und flackert deshalb im Rhytmus der Spannungsänderung.


Grüße CPUO2




_________________
Image
Für die Anwendung experimenteller und unkonventioneller Methoden.


Zuletzt bearbeitet von CPU-Dioxid am 14/8/2007, 13:54, insgesamt 2-mal bearbeitet
OfflineBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden  Display: 9660
Neues Thema eröffnenNeue Antwort erstellen



Software: p-h-p-B-B-2 plus 1 Punkt 5