۞ Versuchschemie.de :: - Herstellung von Nitriersäuregemsich mit minderkonz. HNO3
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Dr. Console




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Verfasst am: 2/5/2012, 22:35  Titel:  Herstellung von Nitriersäuregemsich mit minderkonz. HNO3 Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Nabend zusamme,

ich habe mal eine Frage, unzwar geht es darum, das zwischen einem Kollegen und mir die Frage aufkam, wie man das Verhältniss von Salpetersäure (97%) zu Schwefelsäure(96%) vom Ausgangsverhältniss 1:2 verändern muss, wenn die Salpetersäure lediglich 54% hat.
Diese Frage ist rein obligatorisch, da wir beide unterschiedliche Sachen gehört und gedacht haben.
Ich beabsichtige ! nicht ! irgendwelche Sprengkräftigen Substanzen zu sythetisieren.
Das einzige was ich bisher hergestellt habe ist Cellulosetrinitrat im Unterricht.

Ich hoffe das mir jemand eine gute Antwort liefern kann und das ich mit dieser leider sehr zwiespaltigen Frage nicht gegen die Regeln verstoße.

NG
Dr. Console
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allphysist



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Verfasst am: 2/5/2012, 22:50  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Das geht so nicht. Du mußt die Salpetersäure erst wasserfreier machen.
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Dr. Console




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Verfasst am: 2/5/2012, 23:03  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hmm... erstmal danke für die fixe Antwort.
Ich hatte nämlich mal gehört, dass man den Schwefelsäureanteil anheben muss und dass das dan funktioniern soll.
Wär nämlich ne interessante Frage gewesen, wesshalb nicht der HNO3 Anteil erhöht werden muss...

Naja

NG
Dr. Console
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pst69de



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Verfasst am: 2/5/2012, 23:32  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Durch die Schwefelsäure soll entstehendes Wasser "gebunden" werden. Kippst mit der Salpetersäure bereits Wasser hinein, ist die "Bindung" nicht mehr so gut, es existiert mehr "freies" Wasser in der Mischung, wodurch die eine oder andere Reaktion zu ihren Ungunsten verschoben wird.
In verschiedenen Verfahren wird deswegen sogar stufenweise nitriert, sprich ein Zwischenprodukt erstmal isoliert, bevor die nächste Nitrierung durchgeführt wird, da die vorherigen Stufen zuviel Wasser erzeugt haben (Bei Pikrisäure und Trinitrotoluol wird so vorgegangen).

Es gibt aber einen Weg um die Salpetersäuredestillation herumzukommen. Man ververwendet ein getrocknetes Nitrat und erzeugt die Salpetersäure quasi in situ. Problem dabei, dass sich durch den entstehenden Salzbrei die Mischung nur noch schlecht kühlen läßt.
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CD-ROM-LAUFWERK




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Verfasst am: 3/5/2012, 00:27  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Entgegen den anderen beiden Beiträgen:
Es kommt nur auf die Substanz an.

Beispielsweise TNT wäre so nicht darstellbar, da kann man soviel H2SO4 zugeben wie man will.
Für die Nitrierung von Cellulose mit geringem Stickstoff-Gehalt könnte man hingegen sogar noch mehr Wasser hinzugeben.
Nitriersäure mit jeweils >90% Säuren sollte des weiteren 1:1 gemischt werden, nicht 1:2.
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Entropie

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Verfasst am: 3/5/2012, 00:55  Titel:  Re: Herstellung von Nitriersäuregemsich mit minderkonz. HNO3 Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Dr. Console hat geschrieben:

Das einzige was ich bisher hergestellt habe ist Cellulosetrinitrat im Unterricht.

Ich hoffe das mir jemand eine gute Antwort liefern kann und das ich mit dieser leider sehr zwiespaltigen Frage nicht gegen die Regeln verstoße.


Das Problem bei diesen theoretischen Fragen ist leider, dass Polizeibehörden, welche hier mindestens zeitweilig
nachweislich mitlasen, erstens stets konkrete praktische illegale Absichten unterstellen, wenn die so eine Diskussion
in Chemieforen lesen. Das ist zum Teil in Ermittlungsakten usw. eindeutig dokumentiert. Mit solchen Diskussionen
wurden bereits hunderte von Strafverfahren und Hausdurchsuchungen sogar bei völlig unbeteiligten Dritten begründet!

Zweitens halten die Behörden seit der gross angelegten Pressekampagne der Firma PAN AM
(pardon, das "P" am Ende fehlt) inzwischen jeglichen Besitz geschweige denn Herstellung derartiger Stoffe, und sei es nur niedrig nietriertes Cellulosenitrat (z.B. 10.8% Stickstoffgehalt) für illegal und strafbar. Zumindest haben das 3 Gutachter der BAM und des
LKA NRW so vor Gericht kürzlich referiert und einem arglosen Käufer derartigen erlaubnisfreien Cellulosenitrats wegen
der Verflüchtigung des enthaltenen Alkohols/Wassers mit der Behauptung, trocken seien diese generell erlaubnispflichtig,
eine Verurteilung eingebrockt. Insgesamt musste der betroffene Käufer Prozesskosten von über ca. 20000 Euro plus 8000
Euro Geldstrafe tragen!

Deshalb sind solche Diskussionen leider problematisch.
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Organikus



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Verfasst am: 3/5/2012, 01:04  Titel:  Re: Herstellung von Nitriersäuregemsich mit minderkonz. HNO3 Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Dr. Console hat geschrieben:
Nabend zusamme,

ich habe mal eine Frage, unzwar geht es darum, das zwischen einem Kollegen und mir die Frage aufkam, wie man das Verhältniss von Salpetersäure (97%) zu Schwefelsäure(96%) vom Ausgangsverhältniss 1:2 verändern muss, wenn die Salpetersäure lediglich 54% hat.
Diese Frage ist rein obligatorisch, da wir beide unterschiedliche Sachen gehört und gedacht haben.
Ich beabsichtige ! nicht ! irgendwelche Sprengkräftigen Substanzen zu sythetisieren.
Das einzige was ich bisher hergestellt habe ist Cellulosetrinitrat im Unterricht.

Ich hoffe das mir jemand eine gute Antwort liefern kann und das ich mit dieser leider sehr zwiespaltigen Frage nicht gegen die Regeln verstoße.

NG
Dr. Console


Mhhhh also wenn das enthaltene Wasser keine Rolle spielt, musst grob über den Daumen gepeilt ein bisschen weniger als das Doppelte an HNO3 verwenden. Alternativ kannst auch die Hälfte der Schwefelsäure nehmen, wobei du dann die Massen der anderen, eingesetzten Reagenzien (bis auf die der HNO3) auch halbieren musst.

Genau berechnen kann man das auf mehrere Wege, ich würde aber zur Berechnung die Stoffmengen verwenden. =)


lg
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Dr. Console




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Verfasst am: 3/5/2012, 14:19  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Vielen danke für die vielen interessanten Posts Smile
Da Entrophie hier das Thema angesprochen hat, und sich das doch etwas heftiger als gedacht anhört mit der Totalüberwachung...würd ich sagen lssen we das mal lieber, denn wirklich lust auf ne Hausdurchsuchung hab ich nicht, auch wenn ich nichts zu verbergen hab...
Von daher vielen Dank für die Informationen...

NG
Dr. Console
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Uranylnitrat




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Verfasst am: 3/5/2012, 18:40  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

ich habe mal benzol mit 53%iger HNO3 und 96%iger H2SO4 nitriert.
das mischverhältnis betrug 1:2 (volumen)

es kommt aber, wie von CD-Rom-Laufwerk bereits gesagt, auf die stoffe an, die man nitrieren will an.
bei sehr reaktionsfähigen aromaten reicht sogar 50%ige HNO3 (siehe organikum)
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pst69de



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Verfasst am: 3/5/2012, 20:59  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Klar, Entropie ...

Solche Rasterfahndungsmaßnahmen sind zudem hochgradig verfassungswidrig. Das Problem ist der Nachweis des Zusammenhangs, aber so ist's um unseren Staat bestellt. Das die Stichwortpickerei informationstechnischer Schwachsinn ist, hält sie leider nicht davon ab, es dennoch zu tun. Der Thread dürfte inzwischen die Dichte erreicht haben, das er zumindest "verifiziert" wird.

Dann sollte zumindest die Rechtsbelehrung an dieser Stelle mal übereifrige Staatsdiener zum Nachdenken anregen.
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Entropie

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Verfasst am: 4/5/2012, 02:55  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Dr. Console hat geschrieben:

Da Entrophie hier das Thema angesprochen hat, und sich das doch etwas heftiger als gedacht anhört mit der Totalüberwachung...würd ich sagen lssen we das mal lieber, denn wirklich lust auf ne Hausdurchsuchung hab ich nicht, auch wenn ich nichts zu verbergen hab...


Es gab in den letzten Jahren bereits ca. 4000 Hausdurchsuchungen in Deutschland und das gesamte Monitoring von Käufern solcher und anderer Chemikalien wurde in den letzten 5 Monaten extremst verschärft. Die zuletzt präsentierten Kriterien für verdächtige
Unternehmenskunden kann man nur noch als einzige Unverschämtheit allen forschenden Chemieunternehmen in Deutschland
gegenüber bezeichnen und Privatpersonen hat man schon seit 2005/2006 a priori als Kriminelle angesehen.

pst69de hat geschrieben:

Solche Rasterfahndungsmaßnahmen sind zudem hochgradig verfassungswidrig. Das Problem ist der Nachweis des Zusammenhangs, aber so ist's um unseren Staat bestellt. Das die Stichwortpickerei informationstechnischer Schwachsinn ist, hält sie leider nicht davon ab, es dennoch zu tun.


Verfassungswidrig sind diese Methoden meiner Meinung nach in der Tat und extrem schädlich obendrein.
Hier wird offensichtlich mindestens versucht, die im Grundgesetz garantierte Berufs- und Forschungsfreiheit
durch die Hintertür der Schaffung völlig übertriebener Verdachtskontrollen bei privaten Anbietern auszuhebeln
und zu umgehen, wobei das BMI dazu regelrecht angestiftet hat, völlig übertrieben und rechtswidrig
Lieferungen an Privatpersonen komplett zu verweigern! Jetzt kommt man noch mit totaler Paranoia allen
Unternehmenskunden gegenüber daher. Motto: Jedes Unternehmen sei in Wahrheit ein getarnter Bombenleger
in spe - völlig absurd.
Zur Kontrolle stützt man sich überdies nicht auf die offiziellen Handelsregister und Gewerbeanmeldungen, sondern
wertet absurderweise Branchenfernsprechbücher und andere Informationen aus Dritter Hand aus, um den Gegenstand
des Unternehmens zu erfahren, die nicht selten ohne Verschulden der Betroffenen Fehler enthalten.
Ausserdem hat man mit Verdachtsanzeigen bereits auf geringste Verdachtsmomente
privater Verwendung die Schwelle derart abgesenkt, dass sich jeder derartige Fehler für die Unternehmen
fatal auswirken kann.

Da es ausserdem offenbar aus politischem Kalkül leider nicht bei Durchsuchungen bleibt, sondern quasi mit der
Brechstange verurteilt wird, wo dazu eigentlich gar keine Rechtsgrundlage besteht, ist das eine echte Bedrohung für alle legalen Verwender von Chemikalien in ganz Deutschland inklusive aller etablierter Unternehmen und Unternehmensgründer!
Schliesslich reicht für die bereits der Verlust wichtiger Lieferanten aus, um sie zu ruinieren.

Ich finde das offen gesagt eine einzige Unverschämtheit, aber was will man in einem Staat erwarten, wo die eigentlich
mit-zuständige Forschungsministerin, welche sich scheinbar über einen Beschwerdebrief aus diesem Forum 2005/2006 noch
gegenüber der Presse lustig machte, bei ihrer eigenen Dissertation auf dem Gebiet der Erziehungswissenschaften
in Verdacht geraten ist, Material ungekennzeichnet aus Arbeiten von 1970 entnommen zu haben.


Zuletzt bearbeitet von Entropie am 5/5/2012, 02:33, insgesamt einmal bearbeitet
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pst69de



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Verfasst am: 4/5/2012, 22:19  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Bleibt nur noch anzumerken, dass das Monitoring über EVE ähnliche verfassungsrechtliche Schwierigkeiten haben dürfte wie die zuletzt gekippte Vorratsdatenspeicherung. Solange das zwischen Firmen geschieht, denen keine Persönlichkeitsrechte zustehen, ist das allerdings unproblematisch. Erst wenn Privatpersonen mit den grundgesetzlichen geschützten Persönlichkeitsrechten hinzukommen wirds problematisch.

Daher wird versucht, die Angriffsfläche klein zu halten und die meisten Händler flüchten in die Großhändlerei. Das ist allerdings eine sehr schwammige Auslegung des Begriffs Handelsfreiheit, kollidiert dies eventuell mit dem Begriff der Diskriminierungsfreiheit unseres Grundgesetzes ... faktisch stimmt hier schon länger so vieles nicht mehr.
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MasterOfDisaster




Hier seit: 08.06.2004
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Verfasst am: 4/5/2012, 23:45  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Das Scheitern von ELENA hat mir eine gewisse Hoffnung gegeben. Nämlich die, das die Allmachts-Überwachungsphantasien unserer Obrigkeiten letztlich in der regelrecht biblischen Datenflut und den damit verbundenen Kosten für Erfassung, Verarbeitung, Sicherung und Korrekturen untergehen.

Sollen sie von mir aus über jeden Tropfen Salzsäure und jeden mL Wasserstoff, der im Laborversuch entwickelt wird, aus Sicherheitsgründen Buch führen. Da bin ich sofort dabei und bin gerne bereit, zu jeder Chemikalie in jeder x-beliebigen Menge eine seitenlange Verwendungserklärung zu schreiben.
Das wird die Wirtschaft in den Ruin treiben und Kriminalbeamte auf tausende von Jahren hin mit Arbeit zudecken. Dank Vorratsdatenspeicherung - die auch in diesem Bereich zwangsläufig betrieben werden muss, um überhaupt annähernd einen Sinn zu ergeben - werden in Zukunft Speichermedien terrabyteweise mit Informationen zugemüllt werden, die in den letzten 200 Jahren kein Mensch benötigt hat. Und die auch in den kommenden 200 Jahren keiner brauchen wird.

Warum ?

Weil sich der Terrorismus nicht auf die Naturwissenschaft stützt.
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"Hobbyislamchemikerterroristen rühren ultragiftigen Hochbrisanznuklearsprengstoff nach Anleitungen aus dem Dark-Internet und Geheim-Chemiebüchern multimegatonnenzentnerweise in der Badewanne und im Swimmingpool an und konsumieren nebenher selbstlaborierte Rauchhaschwahngiftspritzen" -- Obtainium
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Entropie

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Verfasst am: 5/5/2012, 02:41  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

pst69de hat geschrieben:
Bleibt nur noch anzumerken, dass das Monitoring über EVE ähnliche verfassungsrechtliche Schwierigkeiten haben dürfte wie die zuletzt gekippte Vorratsdatenspeicherung. Solange das zwischen Firmen geschieht, denen keine Persönlichkeitsrechte zustehen, ist das allerdings unproblematisch. Erst wenn Privatpersonen mit den grundgesetzlichen geschützten Persönlichkeitsrechten hinzukommen wirds problematisch.


Zu hoffen ist das in der Tat. Allerdings darf nicht übersehen werden, dass in
Deutschland zum Glück nicht nur natürlichen Personen Grundrechte wie Forschungsfreiheit zustehen, sondern laut Grundgesetz (Art.
19 III) auch inländischen juristischen Personen! Es wäre ja auch noch schöner, wenn der Staat mit einem kleinen Unternehmer,
bloss weil der zufällig aus anderen Gründen eine solche Rechtsform gewählt hat, machen könnte, was er wollte - etwa in der Art, wie
China oder die Ukraine mit der Opposition umspringen.

Zitat:

Daher wird versucht, die Angriffsfläche klein zu halten und die meisten Händler flüchten in die Großhändlerei. Das ist allerdings eine sehr schwammige Auslegung des Begriffs Handelsfreiheit, kollidiert dies eventuell mit dem Begriff der Diskriminierungsfreiheit unseres Grundgesetzes ... faktisch stimmt hier schon länger so vieles nicht mehr.


Ja, das sieht so aus. Ich halte das Vorgehen in der Tat für rechtswidrig und verfassungswidrig und erwäge zur Zeit gewisse Schritte
dagegen, wenn diese Strategen jetzt meinen, sie könnten sich auf dem Rücken ihrer Kunden dank BMI im Schlepptau als grösste
Hilfssheriffs im ganzen Land profilieren.
Ich sehe in dem Vorgehen unter anderem einen Verstoss gegen Datenschutzrecht und gegen Schutzbestimmungen
gegen unzutreffende Anschuldigungen sowie darin einen unzulässigen Eingriff in die Forschungs- und Berufsfreiheit.

MasterOfDisaster hat geschrieben:

Das wird die Wirtschaft in den Ruin treiben und Kriminalbeamte auf tausende von Jahren hin mit Arbeit zudecken.


Es ist insbesondere die Frage, ob sich dieses Land dann noch so viele Kriminalbeamte und deren Pensionen leisten kann,
wenn die gesamte Wirtschaft wegen so viel Fehlplanung und Paranoia ruiniert ist und wir selbst von 3. Welt-Ländern
überrundet werden!
Momentan ist Deutschland ja scheinbar noch das reinste "Polizei- und Bürokratenparadies", wenn man sich z.B.
alleine ansieht, dass sich grössere Bundesländer wie NRW die Vorhaltung von sage und schreibe 6000 SEK-Beamte leisten sollen,
also auf rund 3000 Einwohner einen SEK-Mann. Kein Wunder, wenn bei jedem kleineren Familienstreit
gleich ein SEK gerufen wird, denn sonst dürften die scheinbar zwangsläufig ganz überwiegend mit Übungen beschäftigt
sein, denn so viele Geiselnahmen etc. gibt es zum Glück nicht... Scheinbar basiert das auf dem aus demokratischer Sicht
höchst fragwürdigem Theorem eines MinR a.D. aus dem BMI, der kürzlich in einem nächtlichen TV-Interview unglaubliche Äußerungen tätigte und etwas davon faselte, die Polizei müsse in der Lage sein, Volksaufstände niederzuschiessen und wir Bürger seien mit WBK, Jagdschein usw. zu stark bewaffnet... Ich dachte eigentlich bisher, die Macht im Lande würde bei Wahlen auf Zeit verliehen...

Denn eigenartigerweise hat man für Wissenschaftler und Hochschulprofessoren angeblich kein Geld mehr, auch wenn
die auch kaum mehr als obige Polizeibeamte verdienen. Die sollen neuerdings möglichst ohne Bezahlung im Staatsdienst schuften...
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eule




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Wohnort: Bargebuhr
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Verfasst am: 5/5/2012, 08:20  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

irgendwie müssen sich die militaristen doch tarnen, nachdem die bundeswehr auf den kern an berufstotmachern zusammengeschrumpft wurde.
_________________
Glauben ist exakt solange etwas Gutes, wie es die Angabe einer Wahrscheinlichkeitsabschätzung bezeichnet!

Wahnsinnig mag zutreffen, aber mein wahnsinn hat methode.

Schämen sollten sich die Menschen, die sich gedankenlos der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst. (A. Einstein)
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