CD-ROM-LAUFWERK

Hier seit: 08.09.2003
Beiträge: 6366

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es gibt schon einen älteren thread zu dem thema - der ist aber wirklich extrem alt, besteht zu 50% aus off topic, 45% irrelevanz und 5% information
daher mal ein neuer thread
hier mal eine kleine einleitung:
ich habe mir ein druckluftsystem angeschafft... ein kaeser SK19 kompressor von ebay für 250€ (!!) und ein 270l stehenden tank für 500€
alles in allem habe ich bis jetzt ~1000€ ausgegeben für alles (versandkosten des kompressors alleine sind nochmal 110€ gewesen, rest ist für die verbindungen und luftrocknung)
im moment warte ich den kaeser, daher auch der andere thread zum thema tribologie, welcher aber bitte unabhängig davon erblühen sollte
um einen vorher/nacher vergleich zu haben, habe ich die zeit gestoppt um den tank von 0 auf maximum zu füllen
dabei musste ich logischer weise erstmal den tank leeren, der hatte noch 5 bar von vor 2 wochen (wo es 7,5bar waren)
dh. ich musste ~1300l luft duch ein 1/2" ventil ablassen, inkl der lautstärke
aber nun zum eigendlich interessanten teil:
das ventil und der boden unter dem ventil waren danach sehr kalt...
das ventil selbst war SO kalt, dass es schon wieder zu kalt war, als das haut daran kleben würde (durch eisschicht bildung, welche durch die handwärme dann aber nicht geschmolzen wird --> kein festkleben)
angesichts des extrem geringen "wärmetausch" vermögens des ventils ist das eine extrem beachtliche leistung
die entspannte luft durchströmt mit ihrem enormen tempo maximal 2cm gewinde, bevor die kälte weg ist
auf dem kurzen stück hat also eine rückkopplung stattgefunden, zurück vor das ventil, wo die durckluft abgekühlt wurde
das ganze verstärkt sich dann logischer weise immer weiter:
durckluft --> kalte entspannte luft --> kältere druckluft --> noch kältere entspannte luft --> noch kältere druckluft --> noch viel kältere entspannte luft....
zum entleeren habe ich evtl. 3min gebraucht (habe aber auch nicht voll aufgedreht, wäre viel zu laut gewesen und hätte jedes staubkorn in 5m umkreis aufgewirbelt)
der kompressor hat den tank übrigens in unter einer minute auf 7,5bar gefüllt, obwohl die anbindung noch total beschissen ist (hoher druckverlust in viel zu dünnem rohr, >1bar verlust beim füllen)
mit den 11kW kompressorleistung bin ich jedenfalls bestens bedient
ich hoffe ich habe nun nicht zu weit ausgeholt...
was ich nun also machen will:
die druckluft durch einen wärmetauscher leiten, nach dem wärmetauscher entspannen und die entspannte luft dann
wieder zurück durch den wärmetauscher jagen - das ganze natürlich gut isoliert
da fangen die fragen wieder an... wärmetauscher... selbst bauen? das wird wohl nichts tolles...
bei ebay gibts zb. einen 50 Platten-wärmetauscher für 125€ oder so einen rohrwärmetauscher für 300€
preislich alles noch machbar...
die frage ist nur, ob es damit auch klappen würde
der wirkungsgrad des wärmetauschers sollte mit größerer verweildauer steigen, somit ist ein größerer besser als ein kleiner - und die größte variante des rohrwärmetauschers bei ebay für 300€ sollte wirklich groß genug sein
zum "einfach mal sehn wie gut es klappt" ist mir das aber zu viel geld...
diese wäremtauscher sind auch alle eher für wasser gebaut, für gase wäre es aber viel sinnvoller wenn überall noch "kühlrippen" in den rohren wären
hat jemand eine (bessere) idee?
eine kompaktere bauform hat den vorteil, dass man sich viel isolierung spart - das 2. problem beim verflüssigen von luft
wobei ich ohnehin einfach mit viel bauschaum o.ä. eindecken würde, sofern sich das ganze im "trockentest" bewährt..
das 3. problem ist dann, wenn man flüssige luft hat, wie man diese nun aus der anlage rausholt
und das 4. problem ist eis durch restfeuchte
meine druckluft wird planmässig durch silicagel getrocknet:
ich leite die durckluft aus dem kompressor durch einen einfachen wasserabscheider und im anschluss durch einen 10l tank der mit 6kg orangegel gefüllt ist (sollte für >>50m³ reichen bis zum regenerieren)
der taupunkt sollte (weit) unter 0°C liegen, der großteil des wasser wird also raus sein
sollte der taupunkt bei -50°C liegen wären noch 0,1g wasser pro m³ enthalten und damit könnte man sicherlich eine weile arbeiten
bei -30°C sind es schon 0,5g und da ist die wärmeübertragung des wärmetauschers schnell stark verringert
ggf. werde ich die 6kg perlenformiges kieselgel auch in ihrer korngröße verkleinern und damit die wasseradsorbtionsrate erhöhen
ein extremer umweg wäre jetzt natürlich die entspannte und wärmegetausche luft in einem großen folientank von meinetwegen 10m³ aufzufangen
das ganze würde man dann wieder den kompressor ansaugen lassen und hat so direkt mal furz trockene luft
läuft der wärmetauscher auch nur mit 50% wirkungsgrad hätte man da sicher schnell einen taupunkt unter -100°C und auch CO2 wäre dann wohl weg - wäre aber natürlich ziemlich absurd
dann gibt es noch eher kleine probleme wie zb. die richtige düsengröße
die bereitstellung der druckluft ist jedenfalls kein problem - die über 1m³/min 7bar luft des kompressors kann ich keinesfalls ganz ausnutzen nutzen... jedenfalls nicht mit kleinem bugdet
eine größere düse bringt mehr durchsatz - damit würde aber der wirkungsgrad des wärmetauschers sinken
auch würde dann der "gegendruck" im wärmetauscher steigen, da die entspannte luft hier noch einen druckverlust erleidet, welcher vorallem bei so einem plattenwärmetauscher vermutlich nicht zu vernachlässigen ist?
bei 7bar durckdifferenz sind 0,5bar verlust schon ein "kälteverlust" von 7%
also immer her mit ideen und anregungen!
schweißen, metallbandsäge, standbohrmaschine... alles kein problem/vorhanden 
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