۞ Versuchschemie.de :: - Styrol zu 2-Phenylethanol
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Peter




Hier seit: 30.12.2006
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Verfasst am: 25/1/2012, 21:15  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Danke für die Info Acrakatau, dann läuft die Reaktion von Na mit H2 ja wirklich recht bereitwillig ab, hätte ich nicht gedacht!

@ Mantis: NaOMe löst sich laut den bereits erwähnten Paper in n-BuNH2 zu 0,1 g / 100g Amin. Scheinbar ist das Butylamin wirklich geeignet!
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Electrochemistry



Alter: 25
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Verfasst am: 26/1/2012, 00:51  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Bekommt man Wasserstoff privat zu kaufen?
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Chemie-Scout



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Hier seit: 06.04.2008
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Verfasst am: 26/1/2012, 10:28  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ob man Wasserstoff-Gasflaschen ohne Weiteres bekommt, weiß ich nicht. Butan und Propan jedenfalls sind ja auch hochentzündlich (Verzeihung, neuerdings ja "extrem entzündbar") und die sind ja auch ziemlich leicht für jedermann zugänglich. Warum denn dann auch nicht Wasserstoff? Da müsste man halt mal schauen.

Aber extra für die Synthese von Borhydrid, wo noch nicht mal klar ist, ob der Aufwand sich rentiert, sich eine Wasserstoffflasche anzuschaffen... Du hast in einer PN von mir erfahren, wo man 2-Phenylethanol, oder wenn es dir um die Herstellung geht, auch Natriumborhydrid, völlig gesetzeskonform erhalten kann.

Wenn dir das nicht reicht, dann kannst du ja nach einer Wasserstoffflasche schauen und dich an die Borhydridsynthese machen. Dabei wünsche ich dir dann jedenfalls viel Spaß.

P.S. Ob du dann bis zum Geburtstag deiner Freundin dein Rosenwasser fertig hast, bleibt offen.
Die Parfümerie stellt eine lohnenswerte Alternative dar.
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Wirehead



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Verfasst am: 26/1/2012, 10:58  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Wasserstoff bekommt man problemlos privat zu kaufen.
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...enthält 72% des empfohlenen Tagesbedarfs an natürlichem Asbest.

Die Bitterkeit schlechter Qualität hält noch lange an, wenn die Süße des Preises längst verflogen ist...
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HardChemistryStudent




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Verfasst am: 18/2/2012, 02:17  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Noch ne Idee (kann das bitte jemand bestätigen ob das theoretisch so klappt, ich bin noch am Lernen Wink), vor allem das mit dem Grignard)

Ph-CH=CH2 + Cl2 --> Ph-CH(Cl)-CH(Cl)
Ph-CH(Cl)-CH(Cl) + KOH --> Ph-CCH (Phenylethin)
oder geht das nur mit Brom?

Ph-CCH (Alkin) + H3-C-Mg-Cl --> Ph-CC-Mg-X + CH4 (oder beliebige andere Grignard-Verbindung)
Ph-CC-Mg-X + H2O --> Ph-CC-OH --> Ph-CH=C=O
anschließende Reduktion müsste das gewünschte Produkt geben

Noch eine (für Hobbychemiker vielleicht interessantere) Idee:

Ph-CH=CH2 + HClHBr + AIBN (oder Benzoylperoxid?) --> Ph-CH2-CH2-Br
Ph-CH2-CH2-Br + riesiger Überschuss wässrige konz. NH3 --> Ph-CH2-CH2-NH2
Ph-CH2-CH2-NH2 + NaNO2 + HCl --> Ph-CH2-CH2-N=N+ Diazotierung
Ph-CH2-CH2-N=N+ + H2O --> Ph-CH2-CH2-OH

Letzteres wäre auch in einem realtiv großen Maßstab im Hobbylabor möglich, oder?

PS:
Wirehead hat geschrieben:
Wasserstoff bekommt man problemlos privat zu kaufen.

Rein neugierhalber: Wo?
Baumarkt oder nur im Fachhandel? Oder Internet?
Rein zufällig weiß ich das der örtliche Fachhandel hierl nur Balloon-Gas (ein He-Luft-Gemisch) an Privat verkauft, den Rest (C=O, H2, N2, CH2=CH2, uvm) nicht.
Gesetzlich ist das glaube ich bis auf C=O allerdings nicht beschränkt.
Man müsste vielleicht mal im Roller-Tuning-Forum fragen wo die ihr Lachgas herhaben Wink


Zuletzt bearbeitet von HardChemistryStudent am 18/2/2012, 16:36, insgesamt 5-mal bearbeitet
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Mantis
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Verfasst am: 18/2/2012, 10:27  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Beim ersten Vorschlag erhälst du nur wieder das Alkin und nicht den Alkohol und bei 2. bildet sich das sekundäre Halogenid und nicht das endständige (was du mit einen Radikalstarter möchtest, weiß ich nicht).
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HardChemistryStudent




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Verfasst am: 18/2/2012, 11:36  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Mantis hat geschrieben:
Beim ersten Vorschlag erhälst du nur wieder das Alkin und nicht den Alkohol und bei 2. bildet sich das sekundäre Halogenid und nicht das endständige (was du mit einen Radikalstarter möchtest, weiß ich nicht).

Zu 1)
Wobei/warum bekommt man wieder das Alkin?
Zu 2)
Radikalische Addition müsste doch Anti-Markovnikov verlaufen, weil Radikale sek. C's lieber mögen, oder?
HBr + AIBN --> Br*
Also Br* R-CH=CH2 --> R-C*H-CH2-Br
R-C*H-CH2-Br + HBr --> Br* + R-CH2-CH2-Br
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Peter




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Beiträge: 2839

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Verfasst am: 18/2/2012, 13:43  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

HardChemistryStudent hat geschrieben:

Zu 2)
Radikalische Addition müsste doch Anti-Markovnikov verlaufen, weil Radikale sek. C's lieber mögen, oder?
HBr + AIBN --> Br*
Also Br* R-CH=CH2 --> R-C*H-CH2-Br
R-C*H-CH2-Br + HBr --> Br* + R-CH2-CH2-Br

Ja, dass ist völlig richtig. Laut Vollhardt eignen sich aber nur HBr, verschiedene Halogenalkene oder Thiole für derartige radikalische Anti-Markovnikov-Reaktionen. HI oder HCl zb. reagieren fast immer nach Markovnikov, selbst wenn man eine Radikalquelle hinzusetzt.
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HardChemistryStudent




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Verfasst am: 18/2/2012, 16:31  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

HardChemistryStudent hat geschrieben:

Wobei/warum bekommt man wieder das Alkin?

Ahh! Alkin-Mg-Br mit H2O leider zu Alkin-H und OH-Mg-Br wird, richtig? Smile

Könnte man anstattdessen mit Sauerstoff umsetzen?
also:
Schritt 1
Ph-CH=CH2 + Br2 --> Ph-CH(Br)-CH(Br)
Ph-CH(Br)-CH(Br) + KOH --> Ph-CCH (Phenylethin)
Schritt 2
Ph-CCH (Alkin) + H3-C-Mg-Br --> Ph-CC-Mg-Br + CH4 (oder beliebige andere Grignard-Verbindung)
Ph-CC-Mg-Br + O2 --> R-CC-O-O-Mg-Br
R-CC-O-O-Mg-Br + H2O --> R-CC-O-OH + OH-Mg-Br
Schritt 3
Das Produkt müsste auch "nurnoch" reduziert weden
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Doktor Klawonn




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Verfasst am: 19/2/2012, 16:53  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

HardChemistryStudent hat geschrieben:
HardChemistryStudent hat geschrieben:

Wobei/warum bekommt man wieder das Alkin?

Ahh! Alkin-Mg-Br mit H2O leider zu Alkin-H und OH-Mg-Br wird, richtig? Smile

Könnte man anstattdessen mit Sauerstoff umsetzen?
also:
Schritt 1
Ph-CH=CH2 + Br2 --> Ph-CH(Br)-CH(Br)
Ph-CH(Br)-CH(Br) + KOH --> Ph-CCH (Phenylethin)
Schritt 2
Ph-CCH (Alkin) + H3-C-Mg-Br --> Ph-CC-Mg-Br + CH4 (oder beliebige andere Grignard-Verbindung)
Ph-CC-Mg-Br + O2 --> R-CC-O-O-Mg-Br
R-CC-O-O-Mg-Br + H2O --> R-CC-O-OH + OH-Mg-Br
Schritt 3
Das Produkt müsste auch "nurnoch" reduziert weden


Warum so umständlich? Epoxidierung und Reduktion an Palladium/Kohle führt auch zum Produkt.
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Obtainium




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Verfasst am: 19/2/2012, 18:37  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Doktor Klawonn hat geschrieben:

Warum so umständlich? Epoxidierung und Reduktion an Palladium/Kohle führt auch zum Produkt.


Dasselbe habe ich mir auch zuerst gedacht.

Möglicherweise liegt das Problem aber bei der Beschaffung der dazu notwendigen Chemikalien.
30%iges Wasserstoffperoxid, welches für die in situ Herstellung einer Persäure benötigt wird, ist mittlerweile im Handel so gut wie nicht mehr zu bekommen.

Der Umweg, z.B. Perbenzoesäure aus Dibenzoylperoxid (aus "Härtern" für Gießharze u. dgl.) durch Umsetzung mit nem Alkalialkoholat und anschließender Zersetzung der Alkaliperbenzoatlösung mit wäßriger Säure zu gewinnen, ist nicht ganz ungefährlich. Außerdem stellt sich auch hier wieder die Beschaffungsproblematik für das Alkalimetall bzw. Alkalialkoholat.
Pd/C ist teuer und auch nicht gerade etwas, was der normale Hobbychemiker bei sich im Schrank rumstehen hat. Auch dürften die wenigsten ne Gasbuddel mit Wasserstoff oder einen Kipp bei sich im Keller haben. Und auf die Möglichkeit einer Transferhydrierung muß man erst mal kommen Mr. Green

Von daher sind mir die gewählten "Umwege" durchaus verständlich. Cool
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Ich bin weit über die Fähigkeit rationalen Denkens hinaus entsetzt!

"Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten - wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten -, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit." - George Orwell, 1984
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Electrochemistry



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Verfasst am: 19/2/2012, 20:37  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Holt euch bloß keine Gasflschen in die Wohnung.
Falls es mal brennt....

Wasserstoffperoxid 30% gibts in kleinen Aquariumläden.
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Doktor Klawonn




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Verfasst am: 19/2/2012, 23:52  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Obtainium hat geschrieben:
Doktor Klawonn hat geschrieben:

Warum so umständlich? Epoxidierung und Reduktion an Palladium/Kohle führt auch zum Produkt.


Dasselbe habe ich mir auch zuerst gedacht.

Möglicherweise liegt das Problem aber bei der Beschaffung der dazu notwendigen Chemikalien.
30%iges Wasserstoffperoxid, welches für die in situ Herstellung einer Persäure benötigt wird, ist mittlerweile im Handel so gut wie nicht mehr zu bekommen.

Der Umweg, z.B. Perbenzoesäure aus Dibenzoylperoxid (aus "Härtern" für Gießharze u. dgl.) durch Umsetzung mit nem Alkalialkoholat und anschließender Zersetzung der Alkaliperbenzoatlösung mit wäßriger Säure zu gewinnen, ist nicht ganz ungefährlich. Außerdem stellt sich auch hier wieder die Beschaffungsproblematik für das Alkalimetall bzw. Alkalialkoholat.
Pd/C ist teuer und auch nicht gerade etwas, was der normale Hobbychemiker bei sich im Schrank rumstehen hat. Auch dürften die wenigsten ne Gasbuddel mit Wasserstoff oder einen Kipp bei sich im Keller haben. Und auf die Möglichkeit einer Transferhydrierung muß man erst mal kommen Mr. Green

Von daher sind mir die gewählten "Umwege" durchaus verständlich. Cool


Zum epoxid kommt man auch übers bromhydrin mit Lauge. Zum hydrieren eignet sich vielleicht auch Nickel im Überschuss (urushibara).
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Obtainium




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Verfasst am: 20/2/2012, 01:49  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Doktor Klawonn hat geschrieben:

Zum epoxid kommt man auch übers bromhydrin mit Lauge. Zum hydrieren eignet sich vielleicht auch Nickel im Überschuss (urushibara).


Guter Punkt! Das mit dem Bromhydrin sollte durchaus machbar sein und die Umsetzung zum Styroloxid ebenfalls.

Im einfachsten Falle geht die Umsetzung sogar direkt zum Styroloxid, mit Natriumhypochlorit, einem Nickel-Salen-Komplex und einem Phasentransferkatalysator, siehe hier unter  3,4-Dimethoxystyroloxid.
Allerdings ist hier wieder der Salenkomplex der Knackpunkt.
Ich würde wohl ebenfalls zuerst nach alter Väter Sitte das Chlorhydrin mit handelsüblicher, 13%iger Pool-Chlorbleiche (weil billiger als Hypobromit) herstellen und anschließend daraus mittels Lauge das Styroloxid.

Zum Hydrieren eignet sich bekanntermaßen Raney-Nickel, obs mit "selbstgebasteltem" Urushibara-Nickel gut funktioniert, weiß ich nicht.
Aber hier habe ich ein interessantes Paper zu urushibara-artigen Katalysatoren für die Hydrierung von Styroloxid gefunden:
 Ni-MgO-System
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