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Verfasst am: 1/4/2011, 16:20  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Bei farblosem Borosilikatglas reicht meistens die normale Didymiumbrille, um die Flammfärbung durch Natrium zu blocken


Aber wie ist das mit UV / IR-Strahlung. Reicht da bei farblosem Boro dann etwa auch eine normale (wesentlich günstigere) Didmyiumbrille?
Welche würdest du dann da empfehlen (2000 ACE)?
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Wirehead



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Verfasst am: 1/4/2011, 16:44  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Was IR angeht macht normales Glas ja schon bei 1000nm dicht. Kommt da überhaupt was zwichen 700 und 1000nm bei Glasbearbeitung?
Für UV macht AR Glas auch schon ab 300-350nm dicht. Da könnte es knapp werden.
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...enthält 72% des empfohlenen Tagesbedarfs an natürlichem Asbest.

Die Bitterkeit schlechter Qualität hält noch lange an, wenn die Süße des Preises längst verflogen ist...
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Verfasst am: 1/4/2011, 22:12  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ist ein Sauerstoffkonzentrator mit 5l O2 pro Minute in Verbindung mit Erdgas und Zweigasbrenner/Gebläsebrenner ausreichend für das (zügige) Schmelzen/Blasen/Bearbeiten von Borosilikat-Glas?

Wie steht es alternativ mit einem selbstgebauten Wasserelektrolyseapparat, der HHO-Gas liefert?
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Glaskocher




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Verfasst am: 1/4/2011, 23:13  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Man kann mit dieser Konstellation ungefähr bis 25mm Rohrdurchmesser (mittelwandig) und bis ca. 20mm Stabdurchmesser verarbeiten. Allerdings läßt die "Performance" mit zunehmendem Durchmesser rasch nach.

Den Gedanken mit der Elektrolyse würde ich rasch vergessen, da man jedes Watt Brennerleistung (locker einige kW) zunächst aus der Steckdose und durch den Trafo ziehen muß. Zusätzlich muß man noch den Wärmeverlust der Elektrolyse mit beiheizen... Zuletzt kommt das Problem, daß Knallgas eine sehr hohe Flammgeschwindigkeit hat und eine relativ weiche Flamme macht. Zum Glasblasen nimmt man aber gerne recht "harte" Flammen, um präzise arbeiten zu können.


Mal so grob überschlagen: Für 5L Sauerstoff braucht man 0,8mol Elektronen bei 3 Volt (oder mehr). Wenn man das dann weiter umrechnet dann kommt man auf recht hohe elektrische Leistung, die im Haushalt nicht bereitstellbar ist (min. 4kW). Dann also doch besser die "chemische Version" benutzen und Propan oder Erdgas mit "aufkonzentrierter Luft" verbrennen.
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Verfasst am: 2/4/2011, 12:37  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Auf youtube lassen sich einige Videos finden, die gute Erfolge beim Glasblasen mit Knallgas-Brenner vermitteln. Allerdings hört man, dass die Flamme sogar zu heiß für Boro sein soll, sodass das das Glas an der Oberfläche siedet...Quarzglas dagegen ist damit gut machbar,
Aber du hast natürlich recht: Immenser Stromaufwand etc.

Allerdings lässt sich HHO-Gas (oder war es CO) prima mit Pyrolyse bzw. Verbrennung von Holzpellets unter Sauerstoffabschluss gewinnen. Ein solcher Apparat ist gar nicht mal schwer zu bauen. Gibts auf youtube ebenfalls Videos, meistens von den Amis...Stichwort: (Hobo) Stove HHO u.Ä.

Achja, meine Frage bezüglich der Brille ist noch offen.

Zitat:
Aber wie ist das mit UV / IR-Strahlung. Reicht da bei farblosem Boro dann etwa auch eine normale (wesentlich günstigere) Didmyiumbrille?
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Verfasst am: 6/4/2011, 12:43  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Also ich hätte gerne von einem Kenner im Glasblasen eine Meinung zu dieser Brille:

 http://cgi.ebay.de/Ace-Didymium-Lampworking-glasses-50mm-eye-size-/320467724102?pt=LH_DefaultDomain_0&hash=item4a9d5d6746

Ist diese vom UV/IR etc. Schutz für FARBLOSES BOROSILIKAT-Glas geeignet?
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j.wolke



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Verfasst am: 6/4/2011, 17:49  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

@Acetation: Ja, auf alle Fälle geeignet.
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Verfasst am: 6/4/2011, 19:55  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Danke kavalier
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j.wolke



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Verfasst am: 7/4/2011, 13:58  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Nichts zu danken, ist doch selbstverständlich!!
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MfG
j.wolke

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Verfasst am: 7/4/2011, 15:29  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Jetzt wüsste ich nur noch zugern, wie man einen Normschliff "bläst". Nicht, dass ich es hinkriegen würde, aber...
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ChemieFreak



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Verfasst am: 7/4/2011, 15:46  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ich kenne mich damit nicht so gut aus, aber ich denke das wird ganz normal "geblasen" und dann "einfach" geschliffen.

lg Nils
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Terror Tips mit Achmed und Ali
 http://www.youtube.com/watch?v=J0c19LyMRDg[url][/url]
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Verfasst am: 7/4/2011, 16:56  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Wenn man schon einen Schliff vorhanden hat (z.B. von einem NS-Schliffübergangsstück), könnte man doch einfach das Rohr (mit dem passenden Durchmesser) an dem Ende, an dem man den Schliff erstellen will, erhitzen bis es weich geschmolzen ist und dann in die Hülse des Normschliffs (oder andersrum drüberstülpen) drücken, wobei man eine Trennschicht aus Alufolie in die Hülse einfügen müsste, damit das nicht zusammenklebt. Danach dann eben beide vorsichtig erkalten lassen.
Außerdem sollte man vielleicht die Hülse, in die man das weiche (heiße) Rohrende reinsteckt, auch erhitzen, damit es zu keinem Temperaturschock kommt.
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Glaskocher




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Verfasst am: 7/4/2011, 19:50  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

@CH3COO-

Im Prinziep könnte es klappen, wenn nicht die Alufolie am Glas klebt oder zumindest zum Oxid verbrennt...
Wenn das Glas heiß genug ist, daß es "schockfest" ist, dann ist es auch heiß genug, daß heißeres Glas daran klebt. Wir sprechen hier von ca. 500°C und ca. 750-800°C für Form und Werkstück. Die Differenz ist recht gering am Brenner und man sieht kaum Glühfarben bei Klarglas.

Im wahren Alltag macht man sich einen achtkantigen Graphitdorn mit der passenden Steigung der Hülse. Darauf markiert man sich (Kerbe oder Bleistiftstrich) den oberen Durchmesser des Schliffes. Jetzt wird das Rohrende zuerst etwas aufgetrieben und wieder zur alten Forn zusammen sinken gelassen. Das verstärkt die Glaswand. Dann wird der Rand nochmal extra verstärkt und der Konus mit dem Auftreiber geformt. Zuletzt wird innen geschliffen.

Schliffkerne kann man in eine Graphit-Hohlform eingeblasen werden und dann am unteren Ende abschneiden.

Technisch werden Kerne und Hülsen auf automatischen Drehbänken gefertigt. Dabei werden dann von innen und außen bei der Hülse Formkohlen benutzt. Beim Kern wird vermutlich von innen gegen eine Außenform geblasen. Der Maschinist muß zuerst den Vorgang der Maschine "antrainieren" und dann für genügend Nachschub sorgen.

Ich gehe davon aus, daß der Glasapparatebauer zwar noch lernt, wie es geht. Aber er wird diese Fähigkeit kaum noch einsetzen können. Käufliche Schliffe sind halt deutlich wirtschaftlicher.
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j.wolke



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Verfasst am: 10/4/2011, 16:50  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ich habe euch mal ein Bild von meinem Arbeitsplatz gemacht, mit laufendem Brenner.

Ist mit Absicht etwas verwackelt, ich will nicht das man die Chemsflaschen und anderes lesen kann.

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MfG
j.wolke

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Caesiumhydroxid
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Verfasst am: 10/4/2011, 17:16  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ich sehe was, was ihr nicht seht, und das heißt Norbert Wink

...so, nun mal bei Seite mit den Insiderwitzen:

Wie ist denn bei normalem bearbeiten von Duranglas das Verhältnis zwischen Sauerstoff und Erdgas eingestellt?
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"Those who give up freedom in order to gain security, will end up losing both."
Benjamin Franklin

"Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauchen wächst, durch Nichtgebrauch dahinschwindet."
Carl Friedrich von Weizsäcker
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