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Zuschauer




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Verfasst am: 21/2/2011, 18:20  Titel:  Gläser metallbeschichten Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hi,

gibt es Möglichkeiten, so wie beim Experiment "Kupferspiegel", ein Reagenzglas mit einer
Metallschicht zu versehen? Kupfer, Aluminium u andere gut leitende Metalle bevorzugt.
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wh54



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Verfasst am: 21/2/2011, 18:30  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ja, Silberspiegel und anschliessend elektrolytisch verkupfern.
Werner
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Wenn man einen Teelöffel Wein in ein Fass Jauche gibt, ist das Resultat Jauche. Wenn man einen Teelöffel Jauche in ein Fass Wein gibt, ist das Resultat ebenfalls Jauche.
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Caesiumhydroxid
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Verfasst am: 21/2/2011, 18:44  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Falls es bzgl. Platin jemanden interessiert:

Ich habe mich bei meinem letzten JuFo-Projekt mit dem Auftragen transparenter, durchsichtiger Platinschichten auf Glasplatten beschäftigt. Dazu wurde eine sehr stark verdünnte Methanolische Lösung eines Platinsalzes, meist Hexachloridoplatinsäure, mittels einer Zerstäubers auf heiße, ca. 280° heiße Glasplatten erreicht. Durch die geringe Konzentration der Platinsalze im Methanol muss man zwar mehrmals auftragen (Aufsprühen, nochmals im Trockenschrank erhitzen, nochmals aufsprühen usw.), es ergeben sich aber sehr gleichmäßige, fast völlig durchsichtige (wenn man es gegen das Licht hält, sieht man lediglich eine leichte Verdunklung) und leichtfähige Beschichtungen mit einem - sofern die Beschichtung gut aufgetragen wurde - doch recht geringem Widerstand.

Das Glas, auf welchem sich nun eine sehr dünne Schicht aus Platindioxid befindet, muss anschließend bei 800-900° (fast schon Erweichungspunkt des Glases) relativ lange erhitzt werden, damit sich die Platinverbindungen zu elementaren Platin zersetzen.
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wh54



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Verfasst am: 21/2/2011, 19:00  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Platin ist Arschteuer! Hab mal irgendwo was von Zinkoxid gelesen. Wird, wenn ich mich recht erinnere, für die Elektroden bei der Herstellung von LCD's angewandt. Ob der erzielte Widerstand natürlich niederohmig genug für eine anschliessende Plattierung ist, wäre zu ermitteln.
Werner
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Caesiumhydroxid
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Verfasst am: 21/2/2011, 19:03  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Ob der erzielte Widerstand natürlich niederohmig genug für eine anschliessende Plattierung ist


Eine Fläche von 3* 1,5cm nach obiger Methode beschichtet hat lediglich einen Widerstand von ca. 40mOhm, was ich doch schon als recht wenig erachte - allerdings wurden solche Werte erst nach ausführlicher Optimierung des Verfahrens (Temperatur des Plattes während des Aufsprühens der methanolischen Lösung, Konzentration des Platinsalzes in der Lösung etc.).

Das Platin sehr teuer ist, ist mir durchaus bekannt - allerdings wird pro Quadratdezimeter lediglich eine Menge von wenigen Milligramm der Platinverbindung verbraucht (mit 20mL 0,035%iger Hexachloridoplatinsäurelösung lässt sich doch schon eine recht große Fläche beschichten, geschätzt ca. 500cm2 - dicker dürfte die Schicht ja garnicht sein, das Ziel war, eine transparente Schicht zu erzeugen.
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Zuletzt bearbeitet von Caesiumhydroxid am 21/2/2011, 19:05, insgesamt einmal bearbeitet
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Zuschauer




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Verfasst am: 21/2/2011, 19:04  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

wh54 hat geschrieben:
Ja, Silberspiegel und anschliessend elektrolytisch verkupfern.
Werner


Wieso noch verkupfern, als Schutz?

Und wieso setzt sich das Silber o auch Kupfer so sehr am Glas fest?
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wh54



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Verfasst am: 21/2/2011, 19:36  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

@Zuschauer
Der Silberspiegel lässt sich "kalt" aufbringen ist aber nicht sehr beanspruchbar und du hast doch selbst nach Kupfer gefragt??
Warum das Silber so fest auf dem Glas haftet, hab ich irgendwo mal mit Google rausgefunden.
Werner
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Zuschauer




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Verfasst am: 22/2/2011, 16:07  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

@wh

Ja, aber ich meinte Alternativen zum Kupferspiegel, weil ich kein Hydrazin habe und auch nicht unbedingt
haben will. Aber die von dir genannte Silberspiegel-Methode ist sehr einfach und gut. Die werde ich machen.
Das anschließende (Elektrolytische) Verkupfern schützt vor der schnellen Silberkorrosion, perfekt also.

Danke für die Hilfe
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Glaskocher




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Verfasst am: 26/2/2011, 19:32  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Mir fallen da die "Glanzgold- und Glanzplatin-Lösungen" ein. Das sind Lösungen von Edelmetallsalzen in verharzenden Ölen. Sie werden auf das gereinigte Glas aufgetragen und dann im Ofen eingebrannt. Man muß mit der Brenntemperatur so hoch gehen, daß das Glas sich gerade noch nicht verformt. Zum Teil geht man geringfügig höher und nimmt geringe Verformung in Kauf. Nach dem Erkalten sind diese Metallbeschichtungen relativ abriebfest. Bezugsquellen: Keramikerbedarf oder Glaskunstbedarf.

Man kann auch mit einem angefeuchteten Titandraht unter hohem Druck auf Glas schreiben. Das ergibt einen recht abriebfesten silbrigen Strich, der sich galvanisch verstärken läßt.
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Zuschauer




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Verfasst am: 26/2/2011, 19:59  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

@Glaskocher

Auch sehr gute Tipps, danke!
Die Idee mit dem Metallschreiben und dann galvanisieren ist genial!
Geht bestimmt auch mit anderen Metallen..

Grüße
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lemmi



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Verfasst am: 27/2/2011, 23:16  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Falls es von Interesse ist: hier eine alte Vorschrift zum Vergolden von Glas (aus "Hager´s Handbuch der pharmazeutischen Praxis" von 1949, Band 1):

Image

"reiner Aldehyd" ist Acetaldehyd, mit "Stärkezucker" ist Traubenzucker gemeint.

Grüße

Lemmi
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Final Destillation



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Verfasst am: 27/2/2011, 23:46  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Klingt gut, danke Wink.

Sagt mal, ich hab ne Idee:
Da ich mir neulich ein Konvolut an Glasgeräten gekauft hab, hab ich jetzt nen NS14,5-LIEBIG-Kühler übrig und frage mich, ob ich den Kühlmantel nicht versilbern und evakuieren könnte, sodass ich ihn als Füllkörper-Kolonne verwenden könnte.


MfG TC
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Verfasst am: 17/6/2011, 15:55  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Für das Trocknen von KOH braucht man ja einen Silbertiegel. Ich habe leider keinen, die sind ja auch sauteuer.
Ist es möglich über einen solchen Silberspiegel einen Keramiktiegel mit Silber zu beschichten, um darin dann KOH schmelzen/trocknen zu können?
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Mantis
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Verfasst am: 17/6/2011, 19:32  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Solche dünnen Silberschichten werden auch kaum was standhalten. Wenn da nur ein kleiner Riss entsteht, gehts gleich an die Keramik. Kann man also vergessen. Probiere es lieber mal im Nickeltiegel. Das sollte schon so halbwegs funktionieren.
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Verfasst am: 17/6/2011, 20:45  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ich möchte nur meinen Nickeltiegel ungern verramschen. Geht auch ein Bleitiegel?
Eventuell könnte man ja den Silberspiegel mehrfach übereinander auftragen?
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