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Zuschauer




Hier seit: 24.07.2009
Beiträge: 141

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Verfasst am: 3/7/2010, 17:40  Titel:  DCM vs TCM Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hallo

Mich würde mal interessieren, welches von beiden ihr bevorzugt.
Nehmt ihr lieber TCM oder DCM als Lömi. Und wieso?
Was sind die Vor- bzw. Nachteile eurer Meinung nach, wenn man
Chloroform und Methylenchlorid gegeneinander aufstellt?

Mir ist nämlich aufgefallen, daß man sich hier hauptsächlich um TCM bemüht.
DCM findet dagegen seltener Erwähnung (Viele Chloroform Synthese-Threads, keine DCM).
Liegt das daran, daß DCM ein "schlechteres" Lömi ist?
Oder kann man allgemein sagen, daß Dinge die TCM löst, auch on DCM gelöst werden?


Ich fange hier mal an, in Kurzform:
Sicherheit (Phosgenbildung): DCM kaum - nur bei starker Erhitzung(?) ; TCM Sehr leicht (Licht und Luft)
Siedepunkt: DCM 41° ; TCM 60°
Beschaffbarkeit: (Keine Ahnung)
Preis: (Keine Ahnung)
Herstellung: TCM sehr einfach ; DCM keine Ahnung
Wasserlöslichkeit: TCM ca 8g/l ; DCM ca 20g/l




Grüße

[Edit]
Bei Wiki habe ich folgenden Satz gefunden:

"In der laborchemischen Synthese ist DCM eines der gängigsten Lösungsmittel bei Reaktionen und Extraktionen
und wird oft als Ersatz für das teurere und bereits an Luft und Licht zu Phosgenbildung neigende Chloroform
genommen."

P.S. Deeeuuutschlaaand, 4:0! Smile
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Atropinsulfat




Hier seit: 25.04.2004
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Verfasst am: 3/7/2010, 17:57  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Wir im Labor nehmen Chloroform nur manchmal bei der Dünnschichtchromatographie, ansonsten verwenden wir lieber DCM, weil es sich besser in der Speedvac abziehen lässt.

Ausserdem ist die Dichte von DCM geringer als Wasser, sodass man in Eppies eine wässrige Lösung damit ausschütteln kann, dann ein kleines Loch unten reinmacht und wenn alles geklappt hat, läuft nur die wässrige Phase ab und die andere bleibt im Eppie zurück.
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Glaskocher




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Verfasst am: 3/7/2010, 18:29  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
... Ausserdem ist die Dichte von DCM geringer als Wasser ...


Dichlormethan hat eine höhere Dichte als Wasser, schwimmt aber auf gesättigter Kochsalzlösung. Die Beobachtung, daß die Unterphase durch ein kleines Loch abläuft während die Oberphase drin bleibt passt eher zur höheren Oberflächenspannung von Wasser. Organische Lösemittel haben in der Regel eine geringere Oberflächenspannung als Wasser.



Mal zum Thema zurück:
Bei gekauften Lömis wird Methylenchlorid bevorzugt eingesetzt, da es weniger giftig und deutlich weniger betäubend ist. Bei der Herstellung im Labor ist es deutlich schwieriger, da es über eine Gasphasen-Chlorierung von Methan hergestellt werden muß. Das Chloroform ist über die Haloform-Reaktion in flüssiger Phase herstellbar.

Im Allgemeinen sollte man, wo möglich, halogenierte Lösemittel meiden, da sie oft mindestens im Verdacht stehen, cancerogen sein zu können. Außerdem haben die Halogen-Methane ein recht hohes Treibhaus-Potential UND sie zerstören die Ozonschicht recht heftig. In der Verbrennung müssen bestimmte Filtertechniken und Verbrennungsprogramme gefahren werden, um die sich bildende HCl und möglicherweise entstehende Dioxine auszufiltern oder -waschen.
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Atropinsulfat




Hier seit: 25.04.2004
Beiträge: 2905

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Verfasst am: 3/7/2010, 19:24  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Dichlormethan hat eine höhere Dichte als Wasser, schwimmt aber auf gesättigter Kochsalzlösung. Die Beobachtung, daß die Unterphase durch ein kleines Loch abläuft während die Oberphase drin bleibt passt eher zur höheren Oberflächenspannung von Wasser. Organische Lösemittel haben in der Regel eine geringere Oberflächenspannung als Wasser.


Upps. ok dann war es so rum!
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Zuschauer




Hier seit: 24.07.2009
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Verfasst am: 5/7/2010, 14:53  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

..noch eine Frage: Wenn man DCM im Unterdruck abzieht, welches Schlifffett kann man
nehmen? Also welches Fett wird nicht gelöst?
Silikonfett z.B.?

OT: Welches Fett kann man bei H2O2 nehmen?
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Mantis
Moderatoren helfen, wo sie können.



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Verfasst am: 5/7/2010, 15:44  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Man braucht normalerweise kein Schlifffett, wenn man nur mit einer Membranpumpe arbeitet. Für DCM würde sich wahrscheihnlich Kapsenberg-Schmiere anbieten. Am besten wären jedoch PTFE-Ringe, alternativ kann man auch PTFE-Schliffmanschetten verwenden. Bei Wasserstoffperoxid verzichtet man entwender auf Schliffett oder man nimmt wieder PTFE.
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Zuschauer




Hier seit: 24.07.2009
Beiträge: 141

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Verfasst am: 5/7/2010, 19:56  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

@Mantis

Dankeschön!
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