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eule




Hier seit: 18.11.2009
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Verfasst am: 20/2/2010, 02:08  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

philosophie gehört zu einer umfassenden betrachtung der welt einfach dazu. daß die naturwissenschaften in vielerlei hinsicht derzeit die exakteren antworten zu geben imstande sind tut nichts zur sache. denken kann man auf viele arten lernen und praktizieren, aber wer in einem system wirklich zu denken gelernt hat, dem wird sich auch ein anderes leichter offenbaren, als dem wenig denkgewohnten. das gilt auch für die so oft beschworene konkurrenz zwischen geistes- und naturwissenschaften, die einen können nicht ohne die anderen und beide zugänge zur wissenschaftlichen systematik eröffnen auch den blick in die jeweils anderen.
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Wahnsinnig mag zutreffen, aber mein wahnsinn hat methode
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Stickstoffdioxid




Hier seit: 02.11.2009
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Verfasst am: 20/2/2010, 02:50  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Es gibt ausgesprochen menschenverachtende Philosophien (Sozialdarwinismus z.B.)


Der Sozialdarwinismus ist im Grunde nur eine naturwissenschaftliche Theorie, die erst durch die Philosophie entkräftet wird. Desweiteren kommt es auch in der Philosophie gelegentlich zu Fehlern, wie bei jeder anderen Wissenschaft auch.

Zitat:
Ich glaube sogar dass Geisteswissenschaftler mit ihren lebensfremden akademischen Theorien wesentlichen Anteil haben am Niedergang dieses Landes.


Immer noch besser, als wenn jede neue Theorie gleich verwirklicht werden würde bzw. sich gleich verwirklichen ließe. Gut Ding will Weile haben.

Wo siehst du hier denn so viele (wahre) Geisteswissenschaftler? Wir können uns über einen Überfluss an ihnen nicht beklagen.

Zitat:
(...) einem Philosophen vor, der das Leben nur aus seinen schlauen Büchern kennt.


Das bloße Lernen von schon Gennantem und das Nachäffen von Denkensweisen hat nichts mit Philosphie zu tun. Gleichwohl verbreitet sich dies in jüngerer Zeit leider wieder.

Zitat:
Ich glaube aber nicht dass Philosophie irgendwie geeignet ist, die Moral zu steigern, denn sie ist völlig ergebnisoffen.


Man kann ja nunmal nicht vorraussagen, wo die Wahrheit liegt. Wenn man bedenkt, wie lange der Mensch gebraucht hat, um herauszufinden, dass man aus Metallen Waffen fertigen kann, dann wird einem klar, dass es für etwas so großes wie die Wahrheit Ewigkeiten dauern kann. Es kommt natürlich immer wieder zu Zwischenstufen.
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2-Propanon



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Verfasst am: 20/2/2010, 13:15  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Wie definiert ihr denn jetzt mal ganz grundsätzlich Philosophieunterricht? Unterricht verbinde ich jetzt eher mit Schule (also bei Philosophie wohl eher schon Gymnasium/Realschule, eher Gymnasium), als mit Uni und Studenten.
Mein größtes Problem mit der Philosophie ist, das sie durch den Deutsch- und Religionsunterricht hinterrücks erstochen wurde, durch Darstellung der wohl langweiligsten Aspekte überhaupt, dem erzwungenen Auswendiglernen einiger Thesen namhafter Philosophen (Kant, Descartes,...). Ich bin hier eher auf der Suche nach einem Fach/Seminar in dem man sich konsequent, aber ohne Zwang über die Welt unterhalten kann, mal etwas tiefer in den Menschen schauen, Beweggründe mal philosophisch zu betrachten, mal selbst ein paar Thesen aufstellen etc., kann. Ein Fach, was ohne Lehrer auskommt, der vor den Schülern jede Stunde was runterbetet, sondern ein Lehrer, der seine Schüler mal wieder beflügelt, selbst das Hirn anzustrengen, ein offener Unterricht nur mit dem allernötigsten an Theorie.

Ich sehe das am Wahlfach Psychologie (was mich am anfang sehr interessierte), wo stur Theorien runtergebetet werden, einfach Unterricht, wie es in Mathe oder Deutsch ablaufen würde, ohne mal etwas auf die praktischen Aspekte der Psychoblödie einzugehen. Eine dunkle Vorahnung, eine Erschütterung der Macht hat mich dann doch darauf hingewiesen, das ich lieber ins Biologisch-Chemische Praktikum gehe, auch wenn das für jemanden wie mich Sandkastenchemie ist, wenigstens ist viel praktisches dabei.

Gruß, Aceton

PS: Das war ein 98% neutraler Post.
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Die Zeit nur macht die feine Gährung kräftig.
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Stickstoffdioxid




Hier seit: 02.11.2009
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Verfasst am: 20/2/2010, 17:45  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Man sollte im Unterricht schon die verschiedenen Denkensrichtungen kennenlernen, aber auch nachvollziehen und anwenden.
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Chemie(II)chromat



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Beiträge: 115
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Verfasst am: 22/2/2010, 22:58  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ja, ja .... Es ist immer wieder erstaunlich wie sehr die Darstellungsleistung durch einen Lehrer auf die Motivation des Schülers einwirkt.

Wenn ich an meine "alte" Geschichtslehrerin denke ...(Schwärm Mr. Green ) und nun hab ich Geschichts LK!

Wenn ich alerdings an meinen alten Englischlehrer denke... (Zorn Mad )
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