۞ Versuchschemie.de :: - Was haltet ihr von Philosophie(-Unterricht)?
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Chemie(II)chromat



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Verfasst am: 19/2/2010, 15:32  Titel:  Was haltet ihr von Philosophie(-Unterricht)? Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Was haltet ihr eigentlich von Philosophie ?

Einige finden ja, dass es nur hohles Gerede ist, welches sich mit Themen beschäftigt, die für das reale Leben keine große Rolle spielen.

Für mich ist Philosophie aber etwas ganz besonderes und sehr hochwertiges. So sehr ich auch Chemie liebe, die die Möglichkeit bietet bestimmte Erkenntnisse durch wissenschaftliche Methoden zu gwewinnen, aus der Beobachtung und Veränderung der Natur über ihre Beschaffenheit etwas erfahren zu können; trotzdem finde ich in der Philosophie etwas, was einzigartig an ihr ist. Sicherlich liegt in jeder Wissenschaft eine Einzigartigkeit zu Grunde. Doch Philosophie, so fern man sie als eine "normale" Wissenschaft bezeichnen kann, kann einem etwas bieten, was einem nicht mehr loslassen kann.

Obwohl der Philosophieunterricht in meiner Schule größtenteils mit der Beschäftigung mit bestimmten Philosophen bzw. mit deren gedanklichen Systemen zu tun hat, steckt etwas dahinter, was ich eigentlich nicht in Worte fassen kann und mich trotzdem total anzieht...

Philosophie ist auch irgendwie was luxuriöses, weil man eigentlich viel Zeit braucht, damit man sie ernsthaft betreiben kann. Sie hat ja eigentlich auch nicht so ein richtiges Ziel oder ein Produkt auf das sie kommen möchte, es sind ja nur jeweils mögliche Antworten auf Fragen, die man nie absolut beantworten kann. Na gut, bei der Chemie kann man sich ja auch nicht immer sicher sein aber zumindest kann sie etwas "handfestes" erschaffen.

Ich weiß nicht, ob ihr überhaupt einmal Philo-Unterricht hattet... Wie fandet ihr den oder findet ihr ihn? Haltet ihr Philo für unnötig? Vielleicht findet ihr sie ja auch so spannend. Würd mich interessieren wie ihr das sieht....
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The Truth is out there
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Stickstoffdioxid




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Verfasst am: 19/2/2010, 15:40  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Bei uns wurde Philosophie, oder das, was so bezeichnet wurde, von Klasse 5 bis einschließlich 7 unterrichtet; wohl als Ersatz für alle, die nicht in (christlicher) Religion unterwiesen werden wollten, den mit "Liebe zur Wahrheit" hatte der Unterricht nichts zu tun: Die allgemein als moralisch richtig geltende Meinung wurde uns eingetrichtert, das Erlernen einiger Fähigkeiten, die man in diesem Alter eigentlich schon haben muss, kam dazu (Oberbegriff finden, Begriffbaum zeichnen (beides natürlich auf unterstem Niveau, und ohne dazugehörige Argumentation, sodass sich viele nach ein paar Stunden einfach daran orientierten, was am meisten dem Stil vorheriger Aufgaben entsprechen würde)). Erst im zweiten Halbjahr der siebten Klasse, als wir zum zweiten mal einen neuen Lehrer in diesem Fach bekamen, bearbeiteten wir wirklich systematisch die "richtige" Philosophie.

Das Fach "Ethik" ist ebenfalls bevormundend, und wo es das nicht ist, da bleibt der wesentliche Mangel, dass es eben auch nur einen Ausschnitt eines großen Ganzen darstellt. Da hör ich mir lieber die Ansichten eines Kardinals an; dadurch lernt man wenigstens die Gedankensphären solcher Leute näher kennen.

Das Bedauerliche an all dem ist, dass Philosophie eines der wichtigsten, ja ich will nicht sagen das wichtigste, Fach ist. Gerade in heutiger Zeit bemerke ich, das viele auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften geradezu verkümmert sind, und selbst viele der 1+-Schüler (womit wir wieder bei dem Thema wären) alles andere tun, als sich "des eigene Verstandes zu bedinen".


Das hier habe ich ja schon geäußert; und so tue ich nur nocheinmal kund, dass Philosophie eine der wichtigsten Wissenschaften überhaupt ist. Natur- und Geisteswissenschaften sind meiner Meinung nach voneinander Abhängig, und eng miteinander verwand.
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Iodchlorid



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Verfasst am: 19/2/2010, 15:42  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Wir haben nur Ethik-Unterricht, aber das ist (zumindest bei uns??) PURE Philosophie. Ich find es auch sehr interessant, da eh halt um Themen geht, die so im Alltag nie durchdacht und beredet werden.
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Stickstoffdioxid




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Verfasst am: 19/2/2010, 15:47  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Natürlich kann es Lehrer geben, die das Thema anders behandeln, und weiter Abstecken, und das ist gut so, aber alles, was ich bisher über den Ethikunterricht gehört und gesehen habe, war (leider) immer schlecht.
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AndyChem



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Verfasst am: 19/2/2010, 16:04  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ich finde es sehr schade, dass es Philosophie bei uns an der Schule nicht als Fach gibt.
In (ev.) Religion haben wir zwar philosophische Ansichten immer wieder angeschnitten aber
ich hätte gerne pure Philosophie gelernt^^
Meines Erachtens nach sollte man es zumindest großräumig anbieten...
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Chemie(II)chromat



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Verfasst am: 19/2/2010, 16:46  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ist ja schön, dass ihr Philosophie auch mögt.

Zitat:
Ich finde es sehr schade, dass es Philosophie bei uns an der Schule nicht als Fach gibt.


Eigentlich sollte man Philosophie in jedem Bundesland zur Wahl stehen lassen. Schließlich hat sie ja (und tut es ja immer noch) unseren Kontinent entscheidend geprägt. Unsre pro-europäische Landesregierungen halten das aber anscheinend nicht für notwendig. Vielleicht liegts ja daran, dass man aus der Philosophie an sich nicht so viel "Kapital " (jetzt lacht wieder Marx! Very Happy ) schlagen kann...
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Atropinsulfat




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Verfasst am: 19/2/2010, 17:07  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Finde ich schwachsinnig. Ich finde dieses Fach gehört sich ebenso wie Theologie und ein paar andere Fächer aus den Hochschulen verbannt.
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Chemie(II)chromat



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Verfasst am: 19/2/2010, 17:14  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Wieso denn? Welche Fächer sollten denn nur unterrichtet werden?
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Atropinsulfat




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Verfasst am: 19/2/2010, 17:19  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Natur, Medizin und Rechtswissenschaften, vielleicht noch Psychologie und ein paar Sprachen.

Alles andere halte ich für Geldverschwendung.
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Chemie(II)chromat



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Verfasst am: 19/2/2010, 17:34  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Philosophie ist das, was den Menschen zum Menschen macht. Als vernünftiges Wesen ist er fähig sich über die Zwänge der Determination durch die Vernunft zu befreien. Er hat die möglich durch Rationalität zu handeln und nicht nur durch irgendwelche Veranlagungen. Darin besteht die Freiheit des Menschen. Diese Freiheit kann der Mensch nutzen, um nach Erkenntnis zu suchen.

Die Philosophie stellt unter anderem die Frage, wer der Mensch eigentlich ist, was ihm zum Menschen macht, wie er Handeln soll und was er überhaupt wissen kann.

Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann möchstes du diese Frage also gar nicht stellen. Wie kann man dann jede andere Wissenschaft legitimieren, die ja den Anspruch nach der Suche nach Wissen haben, ohne überhaupt zu fragen, ob sie überhaupt etwas wissen kann und wenn ja, was eigentlich.

Jeder Mensch, der also die Behauptung aufstellt er suche (auf einer wissenschaftlichen Art) nach Erkenntnis, muss sich diese Frage stellen, sonst sind seine "Scheinerkenntnisse" nichts wert. Deswegen sollte sowohl in der Schule und besonders in Universitäten die Philosophie zum Lehrplan gehören.
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eisensäure




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Verfasst am: 19/2/2010, 17:40  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Alles andere halte ich für Geldverschwendung.


Nix verbannt - sowas gehört sich in einer demokratischen Gesellschaft nicht. Wer was studiert soll jeder selbst bestimmen dürfen.

Aber dass solche Studiengänge per Steuergelder subventioniert werden halte ich auch nicht für richtig.
Dieses ganze geisteswissenschaftliche Gesülze sollte zu 100% von den Studenten finanziert werden müssen, denn diese Leute geben der Gesellschaft später genau Null komma nix zurück - wirtschaftlich gesehen.

Zuschüsse sollte es nur für wirtschaftlich werthaltige Studienfächer geben.

Dann wäre auch mit der Schwemme an Geisteswissenschaftlern bald mal Schluss. Man sehe sich allein mal an wieviele davon Politiker werden - Menschen, die außer abstrakten Rumgeschwafel nix vom Leben wissen geschweige denn irgendwas substanzielles können.
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Chemie(II)chromat



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Verfasst am: 19/2/2010, 17:57  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Wenn ich es nicht besser wüsste würde ich sagen, dass du meinst, dass der Staat nur Fächer fördern soll, die viel Geld bringen können, aber nicht die, die dem Allgemeinwissen einer jeden Person für vorteilhaft sein können.

Sicherlich bist du auch nicht der Meinung, dass Studieren nur für die Förderung der persönlichen und gesellschaftlichen Wirtschaft da ist, sonder auch für die generelle Bildung eines Menschens, da es ja auch noch etwas höheres gibt als Geld, zum Beispiel Menschlichkeit und die Möglichkeit sich zu bilden.

Und du bist ja bestimmt auch der Meinung, dass nur weil einer ein Geisteswissenschaftler ist, dass das nicht bedeutet, dass er ein kompetenter ist, was ja nicht bedeutet, dass die Wissenschaft daran schuld ist.
Wenn zum Beispiel Frau Merkel nur Müll labern würde bzgl. der Atomkraft, bedeutet das dann ja nicht, dass Physik total dumm und Verschwendung ist.

Oder etwa doch? Very Happy
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Stickstoffdioxid




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Verfasst am: 19/2/2010, 19:09  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Vielleicht liegts ja daran, dass man aus der Philosophie an sich nicht so viel "Kapital " (jetzt lacht wieder Marx! ) schlagen kann...


Der Staat hat lieber Milionen Torfköpfe, oder Leute, die zwar viel wissen, aber keinen vernümftigen Gedanken ohne Stütze auf die Reihe kriegen, als 25 des Denkens Fähige.

Zitat:
(...) vielleicht noch Psychologie und ein paar Sprachen.


ich glauhube mann Soltö deutsh auv Jeden Fal und nicht nurr vielleicht unteriechten. Um in Psychologie über das Auswendiglernen von Lehrbüchern herraus zu kommen, muss man schon einige allgemeine geisteswissenschaftliche Kenntnisse haben. Zum Erwerb solcher sind Latein und Altgriechisch auf jeden Fall von Vorteil, rezente Sprachen müssen nicht zwingend sein (Man kann sie dem Bedarf entsprechen später immer noch lernen).

Zitat:
Wie kann man dann jede andere Wissenschaft legitimieren, die ja den Anspruch nach der Suche nach Wissen haben, ohne überhaupt zu fragen, ob sie überhaupt etwas wissen kann und wenn ja, was eigentlich.

Jeder Mensch, der also die Behauptung aufstellt er suche (auf einer wissenschaftlichen Art) nach Erkenntnis, muss sich diese Frage stellen, sonst sind seine "Scheinerkenntnisse" nichts wert. Deswegen sollte sowohl in der Schule und besonders in Universitäten die Philosophie zum Lehrplan gehören.


Genau!

Des Weiteren kann ein Naturwissenschaftler, der nicht des Denkens fähig ist, nur schon begangene Pfade breiter treten, bzw. sich auf vorherige Erkenntnisse und Methoden stützen. Damit kann er zwar Erfolg haben, aber neue Erkenntnisse wird er nie gewinnen können.

Zitat:
Dieses ganze geisteswissenschaftliche Gesülze sollte zu 100% von den Studenten finanziert werden müssen, denn diese Leute geben der Gesellschaft später genau Null komma nix zurück - wirtschaftlich gesehen.

Zuschüsse sollte es nur für wirtschaftlich werthaltige Studienfächer geben.


Ja, sie geben wirtschaftlich gesehen nichts zurück - der Gewinn für die Menschheit wird aber außen vor gelassen. Aber es soll ja Personen geben, die lieber Geld zählen, wärend draußen alles den Bach runter geht. Für die kapitalistische Wirtschaft sind Leute, die zu jeder neuen Erkenntniss unfähig sind, und nur darauf aus sind "Karriere zu machen" und "Erfolg zu haben", natürlich am besten.

Zitat:
Man sehe sich allein mal an wieviele davon Politiker werden - Menschen, die außer abstrakten Rumgeschwafel nix vom Leben wissen geschweige denn irgendwas substanzielles können.


Bei jedem Studienfach kommen auch mal Leute raus, die nicht sonderlich viel bzw. nichts richtiges gelernt haben. Diejenigen, die etwas gelernt haben, wollen meist auch nicht in die Politik gehen.
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eisensäure




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Verfasst am: 19/2/2010, 22:29  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Sicherlich bist du auch nicht der Meinung, dass Studieren nur für die Förderung der persönlichen und gesellschaftlichen Wirtschaft da ist, sonder auch für die generelle Bildung eines Menschens, da es ja auch noch etwas höheres gibt als Geld, zum Beispiel Menschlichkeit und die Möglichkeit sich zu bilden.


Dass Philosophie die Menschlichkeit fördert halte ich für ein Gerücht. Es gibt ausgesprochen menschenverachtende Philosophien (Sozialdarwinismus z.B.)

Zitat:
Ja, sie geben wirtschaftlich gesehen nichts zurück - der Gewinn für die Menschheit wird aber außen vor gelassen


Ich glaube sogar dass Geisteswissenschaftler mit ihren lebensfremden akademischen Theorien wesentlichen Anteil haben am Niedergang dieses Landes. Ich zieh jeden ungebildeten Bauern oder Bauarbeiter einem Philosophen vor, der das Leben nur aus seinen schlauen Büchern kennt. Diese Leute richten erheblichen Schaden an, weil sie von nichts eine Ahnung haben, aber ihre Gedankengebäude konsequent für die Realität halten.

Zitat:
Für die kapitalistische Wirtschaft sind Leute, die zu jeder neuen Erkenntniss unfähig sind, und nur darauf aus sind "Karriere zu machen" und "Erfolg zu haben", natürlich am besten.


Ohne Moral funktioniert keine Gesellschaft, ob kapitalistisch oder sonstwie, das ist klar. Ich glaube aber nicht dass Philosophie irgendwie geeignet ist, die Moral zu steigern, denn sie ist völlig ergebnisoffen.
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Chemie(II)chromat



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Verfasst am: 20/2/2010, 00:23  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Der Eindruck der "Lebensfremdheit" kommt meiner Meinung nach von der Abstarktivität der Philosophie. Ihr Werkzeug ist eben nicht ein Erlenmeyerkolben oder ein Messkolben oder eine Mistgabel, sondern die bloße Logik. Logik ist nun etwas abstraktes, was man nicht in einem Kuhstall oder auf der Alm finden kann. Sie ist etwas rein gedankliches. Deswegen scheinen manche Theorien etwas fremd, da gebe ich dir Recht. Aber nur weil etwas nicht anschaulich wirkt, muss es ja nicht gleich falsch sein.

Zitat:
Es gibt ausgesprochen menschenverachtende Philosophien (Sozialdarwinismus z.B.)


Der Sozialdarwinismus lässt sich entkräften, da er ja praktisch behauptet, dass sich ein System, das sich auf Tiere bezieht, sich auch auf ein vernünftiges Wesen (wie z.B. den Menschen) übertragen lässt. Da der Mensch aber fähig ist vernünftig zu denken, was ein Tiegerhai oder eine Schnecke wahrscheinlich nicht können, ist der Sozialdarwin. nicht übertrag bar. Der Mensch ist nicht darauf angewiesen schwächere "Rassen" zu töten oder zu unterjochen.
Und schließlich sagt der biologische Zustand, ja nichts darüber aus was sein soll, besonders bzgl. des menschlichen Handelns ( nennt man naturalistischen Fehlschluss).

In der Philosophie kann man Antworten erhalten. Jeder Mensch muss für sich entscheiden, was er für richtig hält.
Du könntest ja auch Kernphysik verurteilen, weil sie den Grunbaustein für den Bau von Atombomben liefert.
Nach dir wäre also Kernphysik oder auch Chemie, weil sie ja zur Herstellung von kampstoffen oder Sprengstoffen äußerst dienlich ist, sehr schlecht für die Menschlichkeit in der Welt.
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