Doktor Klawonn

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Wohnort: Hessen

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Die Verbindungen der Elemente der 1. und 2. Hauptgruppe sowie einige weitere geben zum Teil charakteristische Flammenfärbungen. Die vorgestellte Variante im Mikromaßstab eignet sich zur Durchführung auch im Schulunterricht mit großen Klassen. Die Anregung dazu stammt von Dr. Albrecht Sotriffer aus Österreich.
Geräte:
- 96er Mikrotiterplatte
- Schutzbrille
- Pasteurpipette aus PP
- Strohhalm aus Plastik
- Schere
- Wäscheklammer aus Holz
- Eisendraht
- Brenner
Chemikalien:
- Lithiumchlorid
- Natriumchlorid
- Kaliumchlorid
- Rubidiumchlorid
- Cäsiumchlorid
- Calciumchlorid
- Strontiumchlorid
- Bariumchlorid
- Kupfer(II)-chlorid
- Indiumchlorid
- destilliertes Wasser
Sicherheitshinweise:
Bariumchlorid ist giftig. Durch das Verwenden geringer Mengen ist dieser Versuch sehr sicher. Eine Schutzbrille ist trotzdem ratsam. Kupfer(II)-chlorid it gesundheitsschädlich und umweltgefährlich. Strontiumchlorid, Cäsiumchlorid und Lithiumchlorid sind gesundheitsschädlich. Calciumchlorid ist reizend. Indium(III)-chlorid ist ätzend.
Durchführung:
Mit einem angeschnittenen Strohhalm werden die Substanzen in verschiedene Löcher der Mikrotiterplatte gefüllt. Dabei wird vom Strohhalm jedesmal ein Stück abgeschnitten, um immer mit einer frischen Kante die jeweilige Chemikalie zu entnehmen.

In die Löcher mit Substanz werden mit der Pipette jeweils einige Tropfen destillierten Wassers gegeben.

Ein Stück Draht wird abgeschnitten und am Ende zu einer Öse von ca. 1 mm gebogen. Die Drahtöse wird mit der Klammer festgehalten und in die jeweilige Lösung getaucht und danach in die Brennerflamme gehalten. Vor der jeweils nächsten Lösung wird die Öse vom Draht geschnitten und eine neue Öse geformt.
Beobachtung:
Es ergeben sich folgende Flammenfärbungen:
Erklärung:
Durch die heiße Brennerflamme kommt es zur elektronischen Anregung der äußeren Elektronen. Beim Übergang in den Grundzustand wird die zugeführte Energie wieder in Form von elektromagnetischer Strahlung, in unseren speziellen Fällen in Form von Lichtquanten, emittiert. Dabei entstehen charakteristische Spektren. Je nach enthaltenem Element färbt sich die Flamme. Anwendung findet das z.B. für farbige Feuerwerksmischungen oder zur Analyse unbekannter Proben.
Videos:
- Ergebnisse dieses Versuchs
- Vorbereitungen und Arbeit mit der Mikrotiterplatte
- Verwendung in eigenen Feuerwerksmischungen
Links:
- Weitere Versuche mit Mikrotiterplatten von der Universität Johannesburg in Südafrika.
- Versuche mit Mikrotiterplatten im Unterricht von Dr. Sotriffer in Österreich.
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