۞ Versuchschemie.de :: - Löslichkeitsanomalie von einigen Lanthanoidsulfaten
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Atomisator




Hier seit: 20.04.2006
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Verfasst am: 31/1/2010, 21:43  Titel:  Löslichkeitsanomalie von einigen Lanthanoidsulfaten Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hallo zusammen! So gibts seit langer zeit auch mal wieder etwas von mir!


Was mich schon lange interessiert, ist der Grund für die schlechtere Löslichkeit von einigen Lanthanoidsulfaten in heissem Wasser als in kaltem. Türkeireises Synthesen haben mich wieder an dieses Thema errinnert.

Etwas ähnliches ist ja auch bei Natriumsulfat zu beobachten. Bis etwa 32°C steigt die "Löslichkeit" (eigentlich ist das Salz dann fest bis es als Decahydrat vorliegt) stark. Unter den 32°C handelt es dann um das Decahydrat, von da an beginnt die Löslichkeit (hier ist das ganze nun wirklich flüssig) wieder leicht zu sinken, weil sich das Kristallwasser selbstständig macht und sich das Salz in selbigem löst. Der Grund für das sinken der Löslichkeit wird sein, dass das Natriumsulfat ab etwa 32°C nicht mehr als Hydrat vorliegt und somit die Hydrationsenergie kleiner wird. Dieser Effekt wirkt sich in diesem Fall offenbar stärker aus, als die Löslichkeitszunahme bei steigender Temperatur was zum Ausfallen des Salzes führt.

Auch die Löslichkeitskurve von Calciumchlorid weist Unregelmässigkeiten auf. (übergang vom Hexahydrat zum Dihydrat und dann zum wasserfreien). Dort ist der Effekt allerdings weniger ausschlaggebend als beim Natriumsulfat, sodass nichts ausfällt.

Der Effekt ist bei Lanthansulfat ausgesprochen ausgeprägt, so löst sich Lanthansulfat in der Siedehitze 10mal schlechter als bei 0°C.

Ich denke der Grund wird der gleiche sein, auch Lanthanoidsulfate müssten Hydrate bilden. Das würde dann heissen dass auch diese Salze unregelmässigkeiten in der Löslichkeitskurve haben. Allerdings fehlen mir hierzu verlässliche Angaben. Der Effekt ist bei Lanthansulfat ausgesprochen ausgeprägt, so löst sich Lanthansulfat in der Siedehitze 10mal schlechter als bei 0°C.

Um das aber anhand eines Versuches herauszufinden und Löslichkeitskurven anzufertigen fehlen mir leider die entsprechenden Elemente bzw. Salze.

Nun würden mich einige Daten interessieren (Löslichkeitskurve von Seltenerdsulfaten, Löslichkeiten bei verschiedenen Temperaturen, Informationen zu etwaigen Hydraten der Sulfate), die hier vielleicht jemand parat hat. Auch ein Literaturtipp ist willkommen.

Auch eine mehr oder weniger bezahlbare Quelle für Seltenerdmetalle oder deren Salze wäre sehr hilfreich!

Falls jemand irgendetwas in der Richtung anzubieten hat, bin ich gerne für einen kleinen Handel bereit. Wink
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Hartmut
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Verfasst am: 31/1/2010, 22:25  Titel:  Re: Löslichkeitsanomalie von einigen Lanthanoidsulfaten Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Atomisator hat geschrieben:
Falls jemand irgendetwas in der Richtung anzubieten hat, bin ich gerne für einen kleinen Handel bereit. Wink

Ich habe zwar viele verschiedene, aber die allermeisten (meist als Oxide) nur in Gramm-Mengen. Was ja auch logisch ist, die kosten ja ein kleines Vermögen. Aber gerade Löslichkeits-Versuche kann man mit so kleinen Mengen schlecht machen.

elementar:
Samarium
Yttrium
Scandium
Lanthan
Praseodym
Erbium

Oxide:
Yttriumoxid
Ytterbiumoxid
Holmiumoxid
Ceroxid
Lanthanoxid
Neodymoxid
Dysprosiumoxid
Gadoliniumoxid
Europiumoxid
Terbiumoxid
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Christian



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Beiträge: 1303

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Verfasst am: 31/1/2010, 22:31  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

 Link

--> Die Seltenerd-Sulfate bilden Hydrate. Auf den kompletten Artikel komm ich aber nicht.
_________________
 http://www.youtube.com/user/MisterSteini

Angucken und genießen!

in diesem Sinne, Christian
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Atomisator




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Verfasst am: 31/1/2010, 22:36  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ja, Seltene Erden sind ein teurer Spass. Allerdings sind viele Preise die verlangt werden dennoch wahnsinnig weit vom eigentlichen Wert entfernt (bis zu 40mal mehr), da Seltenerdmetalle halt nichts alltägliches sind.

Ich dachte da an Mengen in der Grössenordnung von 10-20g je nach dem ob Metall oder Oxid. Die Sulfate sind aber zum Glück nicht dermassen gut löslich, dass da nichts gescheites dabei rauskommen würde.


Danke, Christian, das bringt mich schon etwas weiter. Ich hasse das mit diesem begrenzten Zugriff auf wissenschaftliche Artikel...
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ONeill




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Verfasst am: 31/1/2010, 23:02  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Guten Abend!
Christian hat geschrieben:
Auf den kompletten Artikel komm ich aber nicht.

Falls da Interesse besteht einfach eine PN mit Email Adresse schreiben.

Gruß Chris
_________________
99% des Lebens spielt sich im Kopf ab. Den Rest nennen wir dann Realität.
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Final Destillation



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Verfasst am: 1/2/2010, 15:08  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

smart-elements.de hat momentan 100g Yttriumoxid für 9,90€!!!

Hab mir schon überlegt, ob ich da zuschlage.

Hier der Link:  KALICKEN BAHITTE


MfG TC
_________________
Stets freien Kühlmittelablauf gewährleisten! BERSTGEFAHR
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Atomisator




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Verfasst am: 1/2/2010, 15:16  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Der Preis ist zwar in der Tat gut. Allerdings ist es Ytterbiumoxid, nicht Yttriumoxid Very Happy
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Atomisator




Hier seit: 20.04.2006
Beiträge: 2146

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Verfasst am: 2/2/2010, 01:30  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Yttriumsulfat bildet 1 Hydrat mit 8 H2O, Lanthansulfat bildet 3 Hydrate mit jeweils 9, 6, und 3 H2O und Cersulfat sogar 4 Hydrate mit jeweils 8, 5, 4 und 2 H2O.
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MrNitrat



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Beiträge: 12
Wohnort: Pforzheim
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Verfasst am: 3/2/2011, 18:53  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Jetzt habe ich selbiges meinen Lehrer gefragt, dieser meinte, dass das mit der Löslichkeit von solchen Seltenerdsulfaten mit der Entropie zu tun hat. Hoffe das konnte helfen, bin im Moment dabei zu verstehen, was genau die Entropie zu bedeuten hat. Embarassed

Hier bin ich grade dran:  http://vts.uni-ulm.de/docs/2001/583/vts_583.pdf
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Nico



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Verfasst am: 3/2/2011, 19:10  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hmm. Entropie kannst du grob gesagt als Unordnung in einem System bezeichnen. Reaktionen(insofern sie uneingeschränkt sind) laufen meist in die entropisch begünstigte Richtung ab. Ich könnte mir hier vorstellen, dass sich Hydrate Bilden, bzw. ziemlich komplexe Kationen, welche dann in der Hitze sehr nicht mehr beständig sind. Die mittelmäßig harten Lanthanoidionen passen dann wunderbar zu den Sulfationen und es fällt aus. Eine andere Möglichkeit wäre es vllt. auch noch, dass die Dissoziation des Aquokomplexes entropisch eben benachteiligt oder sogar enthalpisch und dieser sich daher umlagert...
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