Entropie

Hier seit: 19.09.2005
Beiträge: 3001

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@Amorphobot: Die Story kommt mir jetzt jedoch langsam vor, als sei sie wie die
Geschichten von Karl May nur in der Phantasie geschehen. Denn erfahrungsgemäss
ändern solche Anbieter ihre Meinung meist nicht, selbst wenn man ihnen exakt nachweist,
dass man nur legale Dinge vorhat.
@Uranylacetat: Ja, das Monitoring in England ist inzwischen ähnlich streng wie in Deutschland.
igarus hat geschrieben: ...
nur stellt sich mir seit langem die Frage, was kann man gegen diese Beschränkungen
tun. Ich meine so wie es momentan aussieht wird es immer schlimmer mit den
Verboten und ich habe irgendwie Angst das man dann in 5 Jahren als
Privatperson gar keine Chemikalien mehr besitzen darf. Also sollte man vielleicht
politisch aktiv werden oder etwa eine art Verein gründen um so auch
Demonstrationen zu organisieren. Das wird die Industriellen zwar wenig beeindrucken
aber come on irgendwas muss man doch tun können bevor es noch unerträglicher
als bis jetzt hier im Überwachungsstaat.
Ja, das ist bereits geschehen und war zumindest in einem Teilbereich recht erfolgreich
und auch in anderen Bereichen konnte den deutschen Strippenziehern dieser Hysterie
zumindest die Suppe, Totalverbote für vermeintliche Edukte einzuführen, während die fertigen
Produkte frei käuflich sind, versalzen werden.
Zitat:
Leider, so wie es mir schneint, ist der INVT
Verein nicht besonders aktiv gewesen in der letzten Zeit. Falls ich mich
täusche und euch zu Unrech Diskriminiere tut mir das leid aber recht viel
habe ich da bis jetzt nicht gesehen.
Wir wollen mal versuchen, das zu ändern. Ein Aufbau einer guten WWW-Seite zu
der Thematik wäre sehr sinnvoll, um die Position der VERWENDER von
Chemikalien endlich mal der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Zitat:
Also wie Entropie einst sagte, dass hier sei wirklich kein IST Zustand mehr.
Sicherlich ist das, was geschehen ist und geschieht inakzeptabel und in weiten
Teilen extrem skandalös. Würde dies etwa Ärzten passieren oder wären Sportschützen
derart dangsaliert worden, hätte es ein riesiges Echo in der Presse gegeben.
Aber mit uns Wissenschaftlern -glauben Behörden und Teile der Politik zumindest-
kann man sowas ja machen...
Einige Zeitgenossen tragen allerdings eine gehörige Mitschuld. Erst kürzlich stolperte
ich zufällig an anderer Stelle über eine Umfrage in einem Chemieforum zu dem Thema.
Dort waren tatsächlich in völliger Verkennung der Tatsachen mehr Leser so
kurzsichtig, anzuclicken, die Regelungen seien zu lasch oder angemessen als "zu streng"
angeclickt hatten. Entweder ist das diese Fraktion, die fälschlich meint, sie sei nach einem Erfolg,
wie ihn andere hier vor Jahrzehnten ebenfalls hatten, oder dank ihrer Anstellung in der Grossindustrie
sakrosankt und nicht betroffen. Das ist ein fataler Irrglaube.
Oder das waren Vertreter der Behörden, die alles verboten sehen wollen.
Zitat:
Was ich noch kurz fragen möchte ist, gibt es eigentlich eine inoffizielle Liste von
Chemikalien welche überwacht werden, habe hier schon vergebens gesucht und
auch in anderen Foren oder über Google leider nur kurze unvollständige
Samlungen gefunden. Auch Seiten über Chemikalien Recht habe ich durchsucht,
wobei ich nur die Standart Chems wie Nitrate, KMnO4, H2O2 etc. fand.
Wäre also toll wenn hier jemand mehr wüsste und mir vielleicht einen
kleinen Tipp geben könnte.
Wir hatten mal eine erstellt, aber die ist nicht auf dem neusten Stand, denn aktuell
werden mittlerweile zusätzlich auch noch J2, roter P, Calciumnitrat, ein Nitril und ein anderes Endukt eines
überwachten Grundstoffs überwacht. Wir müssen das mal neu zusammenfassen.
MasterOfDisaster hat geschrieben:
Dem Chemiker (oder Hobbychemiker) vertraut man keine Chemikalien an, weil er ja weiss was man damit anstellen könnte.
Den Bauern dagegen hält man offensichtlich für so dämlich, das er gar keine Ahnung von einer missbräuchlichen Verwendung der Stoffe hat und damit auch keine Gefahr darstellt.
Bestechende Logik eigentlich.
Was einmal mehr beweist, was für eine geringe Bedeutung die Wirtschaft und Forschung ausserhalb Merkel'scher
Sonntagsreden in der Praxis in Deutschland hat. Kurz gesagt hat es nach dem Willen von Polizei und Innen-/
Umweltbürokratie jeder leichter, an Chemikalien zu kommen, als ausgerechnet Forschung betreibende
Wissenschaftler. Wie angesichts solcher Praktiken noch in Deutschland innovative Produkte entwickelt und
hergestellt werden sollen, auf die dieses Land zukünftig angewiesen wäre, das sollen uns die Verantwortlichen
mal erklären. Nur auf ganz wenige Grosskonzerne und Universitäten zu setzen, die teilweise wichtige Entwicklungen
komplett verschlafen haben, wenn ich mir deren Patentanmeldungen ansehe, ist ein verflixt gefährliches Spiel, denn
etliche der alten Grosskonzerne wie z.B. die AEG, Mannesmann, Grundig etc. gibt es heute bereits nicht mehr
und was einige hochbezahlte Universitätsprofessoren heutzutage treiben, kann man nur als komplette
Arbeitsverweigerung bewerten.
Umgekehrt behindert man mit solchen Schikanen um jedes Gramm Kaliumnitrat oder jedes Fläschchen
Salzsäure oder jedes Gramm Graphit jedoch hochgradig innovative KMU-Unternehmen massiv mit solchen
Schikanen, welche z.T. bereits -vor den Grosskonzernen- Schlüsseltechnologien entwickelt haben, die z.T. aktuell bereits
einen Umsatz in 2-stelliger Milliardenhöhe erreichen und schon recht kurzfristig >35 Mrd. Euro Umsatz weltweit
ausmachen können, wobei der gesamte Weltmarkt bei ca. 70 Mrd. Euro pro Jahr läge. Das wird sich noch bitter
rächen.
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