Brillantschwarz

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Wie man mit deuteriertem Wasser jemanden zum Staunen bringen kann...
Geräte:
2 Eppendorfgefäße
Becherglas
Chemikalien:
Wasser
deuteriertes Wasser, D2O
Sicherheitshinweise:
Alle verwendeten Chemikalien sind unbedenklich und können in den verwendeten Mengen über den Ausguss entsorgt werden.
Durchführung:
Beim Aufräumen und Ausmisten im Labor fand sich unter den NMR-Lösungsmitteln auch ein älteres, handbeschriftetes Fläschen D2O, Inhalt etwas mehr als 2 ml. Ein Lösungsmittelspektrum zeigte rasch, dass es ein Kandidat für die Entsorgung ist: Pitschnass und außerdem noch ziemlich kontaminiert, also für NMR Zwecke nicht mehr zu verwenden.
Doch zuvor...
In einem Eppendorfgefäß wird etwas normales Wasser und D2O eingefroren. Wenn man nicht lange warten will und die Gelegenheit hat, kann man es auch in flüssigem Stickstoff einkühlen.
Die Eppendorfgefäße in flüssigem Stickstoff
Wenn die Gefäßinhalte gefroren sind, werden die Eiswürfel durch kurzes Anwärmen mit der Hand herausgelöst und in ein Becherglas mit Wasser gegeben. Wenn man das Wasser auch noch vorkühlt, überleben die beiden Eiswürfel etwas länger.
Zum Erstaunen aller Anwesenden versinkt nun der eine Eiswürfel. Aber ja, in beiden Eppendorfgefäßen war Wasser.
Der versunkene Eiswürfel und sein schwimmendes Äquivalent
Erklärung:
Deuteriertes Wasser und so auch dessen gefrorene Form, hat im Gegensatz zu normalem Wasser eine größere spezifische Dichte von 1,10589 g/cm3.
Dadurch sinkt es in einem mit Wasser gefüllten Becherglas zu Boden, während normales Eis mit einer Dichte von 0,9167g/cm3 wie gewohnt an der Oberfläche schwimmt.
Im Vergleich zu normalem Wasser zeigen sich bei D2O einige weitere mehr oder minder interessante Abwandlungen.
Quelle:
Obige Daten zu H2O und D2O entstammen Anorganische Chemie, Catherine E. Housecroft, S. 259
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Zuletzt bearbeitet von Brillantschwarz am 2/11/2009, 22:04, insgesamt einmal bearbeitet |
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