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crazyman




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Verfasst am: 25/7/2009, 16:28  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

El-Aurin: Ja du hast durchaus gute Argumente gebrachte, das Problem ist nur das kein einziges Argument für oder gegen Gott falsi- bzw. verifizibar ist! Ich sage ja nicht das es Gott gibt, bzw. nicht gibt, ich vertrete die Argumentationslinie garnichts dazu zu sagen da man keinerlei Beweise dafür, noch dagegen nennen kann! Außerdem beharre ich nicht auf meinem Standpunkt, ich war mal gläubiger Christ Wink
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allphysist



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Verfasst am: 25/7/2009, 17:39  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Gott existiert.

Ich definiere Gott als:
"Die Summe aller Naturgesetze, die im Moment des Entstehens des Universums (Big Bang) vorhanden war."

Aus diesen Gesetzen folgt alles andere - u.a. auch dieses Forum und ich selbst.

Danke, Gott.
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Juli 2010: "Mehr Netto vom Brutto". Das wurde nur falsch interpretiert. Sie holen sich ja auch noch mehr Netto von unserem Brutto!
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El-Aurian
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Verfasst am: 26/7/2009, 02:53  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Ich sage ja nicht das es Gott gibt, bzw. nicht gibt, ich vertrete die Argumentationslinie garnichts dazu zu sagen da man keinerlei Beweise dafür, noch dagegen nennen kann!


Den Standpunkt vertrete ich ebenfalls.

Zitat:
ich war mal gläubiger Christ


Was hat dich davon abgewendet?

Zitat:
Die Summe aller Naturgesetze, die im Moment des Entstehens des Universums (Big Bang) vorhanden war


Dann würdest du also sagen, Gott ist überall (in allen Dingen)?
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c21970



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Verfasst am: 26/7/2009, 14:42  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

allphysist hat geschrieben:
Gott existiert.

Ich definiere Gott als:
"Die Summe aller Naturgesetze, die im Moment des Entstehens des Universums (Big Bang) vorhanden war."

Aus diesen Gesetzen folgt alles andere - u.a. auch dieses Forum und ich selbst.

Danke, Gott.



So ist es!

Schon allein die Tatsache das ein Wesen sich Gedanken darüber machen kann ob Gott existiert oder nicht
führt diese Frage ad absurdum.
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crazyman




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Verfasst am: 26/7/2009, 14:55  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Was hat dich davon abgewendet?

Ganz einfach die "Sinnlosigkeit" davon wenn ich denke es gibt Gott, obwohl ich nichts dergleichen Beweisen kann. Es geht mir hier um die Folgen, natürlich kann ich sagen es gibt Gott aber was bringt mir das? Wenn ich allerdings glaube das es ein Leben nach dem Tod gibt dann ist das eine Folge der "Gott-existenz", von welcher ich ja nichteinmal was ob es sie gibt, die in mein alltägliches Leben eingreift und somit in gewissen maßen, für mich persönlich, ein Nachteil (Zeit etc.). Deshalb sage ich es gibt nur unsere Naturgesetze bzw. wenn sie falsch wären dann eben die anderen und über Gott mache ich mir keine Gedanken da ich nichts konkretes darüber aussagen kann Wink
Im übrigen: Ich finde es überhaupt nicht schlimm wenn jemand glaubt, ich finde die Religionen eher schlimm da diese die persönliche Glaubensvorstellung einengen wollen, obwohl sie es selber nicht besser wissen (können). So und jetzt kreuzigt mich Wink
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Buma



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Verfasst am: 26/7/2009, 20:06  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Vielleicht hilft ja auch folgende Animation, sich Gott in allem vorzustellen:
 http://www.youtube.com/watch?v=JkxieS-6WuA
 http://www.youtube.com/watch?v=ySBaYMESb8o
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El-Aurian
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Verfasst am: 26/7/2009, 22:33  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Wenn ich allerdings glaube das es ein Leben nach dem Tod gibt dann ist das eine Folge der "Gott-existenz", von welcher ich ja nichteinmal was ob es sie gibt, die in mein alltägliches Leben eingreift und somit in gewissen maßen, für mich persönlich, ein Nachteil (Zeit etc.).


Habe ich nicht begriffen, was du meinst, auch nach mehrmaligem Lesen, bitte nochmal erläutern.
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El-Aurian
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Verfasst am: 26/7/2009, 22:45  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Schon allein die Tatsache das ein Wesen sich Gedanken darüber machen kann ob Gott existiert oder nicht
führt diese Frage ad absurdum.


Das erinnert mich das Allmachtsparadoxon: "Kann Gott einen Stein erschaffen, den er selbst nicht hochheben kann?"
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Xyrofl



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Verfasst am: 26/7/2009, 23:01  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Neben etlichen wissenschaftstheoretischen oder erkenntnistheoretischen Problemen ist das greifbarste und nähste Problem an der Diskussion über Gott die Tatsache, dass nie jemand Gott definiert(!) hat. Es gibt zwar etliche Dinge, die man ihm zuschreibt und ausgefallene Beschreibungen und Gleichnisse, aber keine Definition, was wohl auch Frevel wäre.
Allein die Tatsache, dass wir das Wesen "Gott" nennen zeigt, wie wenig greifbar es ist, das ist, als würden Botaniker über "Baum" diskutieren.
Chemiker, die über "Stoff" diskutieren gibt es zwar wirklich, aber das ist eine andere Sache und letzten Endes ja auch verboten.

Zitat:

Habe ich nicht begriffen, was du meinst, auch nach mehrmaligem Lesen, bitte nochmal erläutern.


Ich versuchs mal:

"Wenn ich an ein Leben nach dem Tode glaube, ohne zu auch nur ansatzweise zu wissen, ob diese Vorstellung real ist, und trotzdem mein Leben danach ausrichte, dann hat das Nachteile, zB verschwende ich dadurch Zeit"

Und vermeide bitte Doppelposts.
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Und jetzt das Kinderlied:

Drah di net um oh oh oh
schau schau der Komissar geht um oh oh oh
er wird di anschaun und du weißt warum
die Lebenslust bring di um
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El-Aurian
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Verfasst am: 27/7/2009, 02:26  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
das greifbarste und nähste Problem an der Diskussion über Gott die Tatsache, dass nie jemand Gott definiert(!) hat.


Was meinst du mit "Definition"? So wie man eine Funktion oder eine Ableitung definiert? Oder im Sinne von "sein" also Gott "ist", so wie ein Baum "ist"...oder wie meinst du das?

Zitat:
"Wenn ich an ein Leben nach dem Tode glaube, ohne zu auch nur ansatzweise zu wissen, ob diese Vorstellung real ist, und trotzdem mein Leben danach ausrichte, dann hat das Nachteile, zB verschwende ich dadurch Zeit"


Genausogut könnte jemand behaupten, nicht an das Leben nach dem Tod zu glauben wäre Zeitverschwendung, denn auch das Gegenteil läßt sich nicht vollständig und unwiderlegbar beweisen. Somit kannst du keinen Anspruch stellen, was man glauben soll oder nicht. Du kannst es nur für dich selbst versuchen herauszufinden, welche Argumente dir selbst zusagen. Aber was viele falsch machen, ist zu sagen, das stimmt und das nicht und weil ich was anderes glaube, find ich deine Sichtweise Schwachsinn oder Zeitverschwendung. Denn jede Sichtweise hat ihre Berechtigung, auch wenn vllt der Großteil der Bevölkerung eher dem Materialismus zugewandt ist. Was aber an sich kein Argument ist, auch daran zu glauben und seine Religion in den Naturwissenschaften zu sehen (obwohl das gewagt ist in einem Chemieforum, gebe ich zu)

Zitat:
Und vermeide bitte Doppelposts.


Ich kann nicht über mehrere Seiten zitieren, das macht er nicht mit. Deswegen Doppelposts.
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Xyrofl



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Verfasst am: 27/7/2009, 03:47  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:

Ich kann nicht über mehrere Seiten zitieren, das macht er nicht mit. Deswegen Doppelposts.


Kannst du keine Tabs verwalten? Ich zeig dir mal was. Jetzt kommt ne ganz große Show.

Zitat:

Mein Fachgebiet (als Philosophiestudent) Razz



Zitat:


Wieso soll das eine Rangordnung begründen?



Zitat:


Es geht nicht um Vermutungen, sondern darum, Argumente zu bringen


Zitat:


Den Standpunkt vertrete ich ebenfalls.


Einfach die Seiten in einem neuen Tab geöffnet und die Beiträge in die "Quickie-Box" kopiert, ist wirklich nicht schwer.


Zitat:


Genausogut könnte jemand behaupten, nicht an das Leben nach dem Tod zu glauben wäre Zeitverschwendung, denn auch das Gegenteil läßt sich nicht vollständig und unwiderlegbar beweisen.


Nein, weil man wenn man nicht glaubt, keine Zeit mit beten, usw verbringt, das ist wohl der Punkt bei der Überlegung. "Wenn ich nichts genaues weiß, dann halte ich mich nicht mit sowas auf, sondern mache Dinge, von denen ich etwas verstehe."

Zitat:

Was meinst du mit "Definition"? So wie man eine Funktion oder eine Ableitung definiert?


Naja man muss wissen, wovon man spricht, um darüber diskutieren zu können, aber bei Gott gibt es eine so gewaltige Bandbreite an Interpretationen, dass man gar nicht von existieren oder nicht existieren sprechen kann.
Zum Beispiel die Pantheisten verehren die Welt selbst als Gott, da wäre es doch bekloppt zu sagen, Gott existiere nicht, das würde ja bedeuten, man bestreite die Existenz der Welt.
Andere wiederum versteifen sich auf wörtliche Beschreibungen aus der Bibel und meinen, Gott sei eine Person, die alles genau so gesagt habe, wie es in der Bibel stehe, männlich ist und vor ein paar tausend Jahren innerhalb von sechs Tagen die Welt erschuf.
Bei einer solchen Vorstellung ist es nichts wirklich besonderes, die Existenz eines solchen Wesens abzustreiten oder wenigstens stark anzuzweifeln.
Andere gehen so weit, einem Allmächtigen die Fähigkeit zuzusprechen, paradoxe dinge problemlos tun zu können, in diesem Fall wäre eine Diskussion völlig fehl am Platze, zumal Existenz dann irrelevant wäre.

Ach und wenn Gott völlig mathematisch definiert wäre (was nichtmal und bekannte Gegenstände sind) dann wäre die Frage nach der Existenz unsinnig, entweder, er ist existent definiert, oder nicht, da gibt es ja keinen Spielraum.
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eisensäure




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Verfasst am: 27/7/2009, 09:05  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Das erinnert mich das Allmachtsparadoxon: "Kann Gott einen Stein erschaffen, den er selbst nicht hochheben kann?"


Ist das eigentl. wirklich ein Paradoxon?

M.A. nach ist das ein Scheinproblem. Die Antwort lautet: Klar könnte er, aber danach wäre er nicht mehr allmächtig. So doof wird er also nicht sein das zu tun.
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eisensäure




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Verfasst am: 27/7/2009, 09:24  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Ich finde es überhaupt nicht schlimm wenn jemand glaubt, ich finde die Religionen eher schlimm da diese die persönliche Glaubensvorstellung einengen wollen


Es gibt übrigens keine "Religionen". Das ist ein Sammelbegriff für Anschauungen/Traditionen/Moralvorstellungen die teilweise extrem unterschiedlich sind. Die fernöstlichen Religionen z.B. sind völlig anders als die christliche oder jüdische - einen personalen Gott z.B. kennen "die" gar nicht, auch kein Jenseits oder eine unsterbliche Seele. Vielmehr eine art unpersönliche kosmische Urkraft mit der alles am Ende wieder verschmilzt - aber keinen Gott als Person und auch keine individuelle Seele die dieses Verschmelzen überstehen würde.
Das was wir als "Hinduismus" bezeichnen ist in wirklichkeit ein regelrechter Religionskosmos mit gegensätzlichen Vorstellungen, und auch die Ähnlichkeiten zwischen den monotheistischen Religionen sind wirklich nur auf der aller vordergründigsten Ebene da. Am ehesten ist eine Ähnlichkeit zwischen Juden- und Christentum vorhanden, was natürlich historisch begründet ist. Der Islam wiederum ist eine weltliche Ideologie - mit politischem Programm und dem Streben nach einem muslimischen Weltstaat, für den diese Religion jedes noch so kleine Detail des Zusammenlebens bis ins kleinste regeln will. In diesem monströsen Regelwerk mit Vorschriften für alles und jedes sind die religiösen Elemente (die größtenteils aus Juden- und Christentum übernommen wurden) ein Beiwerk aber nicht wesentlicher Kern. Der Islam ist viel weltlicher und politischer als Christen- und Judentum jemals waren.

Die Unterschiede sind also riesig und verallgemeinernd von "den Religionen" zu sprechen ist ziemlich naiv, zumal man den Begriff nichtmal sauber definieren kann.
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crazyman




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Verfasst am: 27/7/2009, 12:46  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hi! El-aurin: Xyrofl hat mir aus der Seele gesprochen Wink
Eisensäure: Mh ich persönliche finde es eben, wie es ja im Christentum praktiziert wird, das man sagt es gibt Gott und er will das und das, obwohl niemand genau weiß das es Gott gibt und was er eigentlich ist! Ich hoffe ihr versteht was ich meine
Mit Religionen wie dem Hinduismus habe ich mich ehrlich gesagt noch nicht genauer beschäfigt und wage somit auch nicht aussagen darüber zu treffen, ich ziehe also meine Aussage teilweise zurück und beschränke mich mal auf Christentum, Judentum und Islam
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El-Aurian
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Verfasst am: 27/7/2009, 16:09  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Einfach die Seiten in einem neuen Tab geöffnet und die Beiträge in die "Quickie-Box" kopiert, ist wirklich nicht schwer.


Für mich schon, ich habe keine Ahnung wovon du redest.

Zitat:
Wenn ich nichts genaues weiß, dann halte ich mich nicht mit sowas auf, sondern mache Dinge, von denen ich etwas verstehe."


Ach, wir drehen uns im Kreis, wenn ich nichts genaues weiß, kann ich auch nicht wirklich genaues darüber verstehen. Und somit wären wir wieder am Anfangspunkt: Es macht weder Sinn, von einer Nichtexistenz, oder einer Existenz eines höheren Wesens auszugehen, wie es Sinn macht.

Zitat:
Zum Beispiel die Pantheisten verehren die Welt selbst als Gott, da wäre es doch bekloppt zu sagen, Gott existiere nicht, das würde ja bedeuten, man bestreite die Existenz der Welt.


Nein, die Pantheisten sagen nicht, die Welt=Gott, sondern Gott steckt in allen Dingen. Das ist ein ziemlicher Unterschied, wenn man es genau nimmt, aber auf keinen Fall dasselbe. Deswegen kann ich nich so argumentieren, dass ich damit die Existenz der Welt in Frage stelle. Aber es geht beim Idealismus und Materialismus nicht um die Gegenwärtigkeit, sondern darum, wie alles entstanden ist, bzw, folgt daraus, wie die Welt eigentlich um mich existiert.

Zitat:
Bei einer solchen Vorstellung ist es nichts wirklich besonderes, die Existenz eines solchen Wesens abzustreiten oder wenigstens stark anzuzweifeln.


So darf man das auch nicht sehen, das sind Sinnbilder bzw. Metapher, die die Menschen sich erschaffen haben. Aber allein aus der Zweifelhaftigkeit dieses Sinnbild, das ja selbst wie ich zugeben muß, sehr abstrakt ist, die Existenz Gottes in Frage zu stellen, halte ich doch für kein gutes Argument, sorry.

Zitat:
dann wäre die Frage nach der Existenz unsinnig, entweder, er ist existent definiert, oder nicht, da gibt es ja keinen Spielraum.


Richtig.

Zitat:
M.A. nach ist das ein Scheinproblem. Die Antwort lautet: Klar könnte er, aber danach wäre er nicht mehr allmächtig. So doof wird er also nicht sein das zu tun.


Nein, es ist eben nicht so einfach. Es geht ja nicht um die Frage, ob er es tun würde, wen er es könnte, sondern was die Konsequenz daraus wäre, wenn er es könnte oder wenn er es nicht könnte. Das Problem, was sich daraus ergiebt, ist dann in beiden Fällen (er kann es und er kann es nicht), dass er nicht allmächtig ist. Und wenn er nicht allmächtig ist, kann er kein göttliches Wesen sein. In einem Satz läßt sich das sicher nicht lösen. Es ist hier weniger ein philosophisches, sondern viel mehr ein logisches Problem (was ja ein Teilgebiet der Philosophie darstellt), also ein sogenanntes Paradoxon. Davon gibt es noch viel mehr, aber ich habe das hier als Beispiel dafür gebracht, um die Logik ein wenig ins Spiel zu bringen. Denn Atheisten bringen oder brachten dieses Paradoxon gerne, um die Existenz Gottes logisch zu widerlegen: aus einem simplen Widerspruch ins sich selbst wird die Existenz Gottes in Frage gestellt. Trotzdem könnte man behaupten, Gott ist zwar nicht (völlig) allmächtig, aber doch existent, oder anders, Gott ist zwar nicht allmächtig, aber doch so mächtig, dass wir ihn uns nicht vorstellen können.

Zitat:
Es gibt übrigens keine "Religionen". Das ist ein Sammelbegriff für Anschauungen/Traditionen/Moralvorstellungen die teilweise extrem unterschiedlich sind.


Das mag man sich so vorstellen, aber die Aussage, es gibt keine Religionen, halte ich für kompletten Unsinn. Dann gäbe es nämlich auch keine Religionswissenschaft.

Zitat:
Der Islam ist viel weltlicher und politischer als Christen- und Judentum jemals waren.


Auch das wage ich zu bezweifeln, es kommt hierbei sehr drauf an, aus welchem Blickwinkel man das betrachtet.
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