Hartmut


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Maler hat geschrieben: Bitte weitere solche Tipps, das ist großartig! Sehr toll finde ich auch, dass man das auf Wiki einfach so anhören und runterladen kann.
Du meinst den Link von Micha2 zu Dvoraks Cellokonzert auf Wikipedia. Genau! Und hoffentlich ist das kein Einzelfall. Das scheint auch eine professionelle Einspielung zu sein, es finden sich jedoch keinerlei Angaben dazu.
sigurd hat geschrieben: Metal und Klassik haben aufgrund dessen, dass es teilweise extrem komplexe und nicht immer leicht zugängliche Musik ist, auch noch etwas anderes gemeinsam: beide werden, ohne jetzt zu sehr pauschalisieren zu wollen, hauptsächlich von intelligent(er)en Menschen gehört. Oder wie erklärt man sich sonst den überdurchschnittlich hohen Anteil an "Metalern" an Unis oder bei VC, um nur das mal als Beispiel zu nennen 
Ich glaube überhaupt nicht, daß eine Hinwendung zu Klassik oder komplexem Metal etwas mit Intelligenz zu tun hat. Vielmehr halte ich es für eine Frage ganz anderer Dinge. An erster Stelle steht sicher eine gewisse Musikalität. Musik ist neben Sprache, Gestik und Mimik eine menschliche Mitteilungsform. Und zwar wahrscheinlich diejenige mit dem größten emotionalen Potential. Wer Sprache versteht, der versteht jemanden, der zu ihm spricht. Wer lesen kann, auf den kann die Sprache der Poesie wirken. Und ein Komponist hat gelernt, seine Gefühle in ein Universum aus Tönen zu setzen. Und es gibt Menschen, die diese Sprache verstehen und welche, die sie nicht verstehen. Es gibt Menschen, die empfinden einen E-Dur-Dreiklang als befreiend, bei einem Septim-Intervall bekommen sie eine Gänsehaut, einen Tritonus empfinden sie als bedrohlich. Und es gibt Menschen, die empfinden bei all dem ... nichts. Ich würde sagen, eine Hinwendung zu Klassik, gutem Rock, Blues oder ähnlichem ist eine Begabung, ein emotionales Talent, Zeichen einer Persönlichkeit mit empfindsamen Antennen und einer großen bis gewaltigen Fantasie. Eine Beziehung zu Intelligenz oder Bildung würde ich hier nicht herstellen wollen.
Diesen Thread sollte man ähnlich machen, wie den Bezugsquellen-Thread, finde ich. Heißt, daß ich dann alle Funde ganz oben sauber aufliste.
Gefunden habe ich noch folgendes:
http://www.columbia.edu/cu/cuo/audio.html
Das ist die Homepage des Columbia University Orchestra (nicht zu verwechseln mit dem Columbia Symphony Orchestra!), die hier eine ganze Liste von Werken zum Download anbieten.
Achtung: Die Existenz solcher Schüler- und Studentenorchester ist eine ganz tolle Sache! Einem Anfänger-Hörer können solche Amateur-Aufführungen aber einen falschen Eindruck vom Werk vermitteln. Wenn vielleicht fehlerhaft, ohne Leidenschaft, in zu kleiner Besetzung oder in einem akustisch schlechten Saal gespielt wird. Man sollte sich dann bemühen, auch an andere Aufführungen des Werkes zu kommen.
Als weiteres habe ich gefunden:
einen langen Ausschnitt aus "Music for 18 Musicians" von Steve Reich, einem der bekanntesten amerikanischen Komponisten. Und zwar auf dessen Homepage
http://www.stevereich.com/
Man geht im Menü auf "MP3", das kleingedruckt neben "Multimedia" steht. Es ist ein Mitschnitt der Uraufführung von 1976. Mein Kommentar dazu: wer's mag, OK, meine Welt ist es nicht (langweilig). Es ist aber ein weiteres Beispiel, wie extrem vielgestaltig die Klassik ist, insbesondere im 20. und 21. Jahrhundert, würde man nach Steve Reich z.B. einen kurzen Einblick in die Klangwelt von Lothar Voigtländer machen, wo man als Flash-Audio etwas hört, wenn man seine Homepage aufruft (instrumental und elektronisch).
Den von Micha2 geposteten Link zu Dvoraks Cellokonzert würde ich mir unbedingt runterladen, die Aufnahme ist sehr gut!
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_________________ Unsterblichkeit ... nicht für mich, sondern für die Menschen, die ich liebe
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