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Hartmut
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Verfasst am: 8/2/2009, 00:42  Titel:  Klassik: kostenlose Downloads! Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Liebe User!

Einige von Euch kennen ja schon das "sonderbare Sendungsbewußtsein unseres Admins", der inmitten feindlichen Sperrfeuers ganzer feindlicher Death-, Black- und Sonstwas-Metal-Kompanien die User an die Sinfonien unserer größten Komponisten heranführen will. Wie ich dazu komme und warum mir das so viel bedeutet, kann ich, wenn gewünscht, gern nochmal erklären. Warum gerade die größten Schöpfungen unserer westlichen Kultur in unserem Reich von Pro7, Musikantenstadel und Antenne Bayern so ein ärmliches Schattendasein führen, dafür gibt es sicher eine ganze Liste von Ursachen. Eine davon, eine entscheidende, ist sicherlich die Tatsache, daß all diese schönen Sachen von Bach bis Stockhausen schlicht und ergreifend eine ganze Stange Geld kosten. Das heißt wiederum, ich gebe die Hoffnung nicht auf, daß viele Jugendliche sich auch wirklich verzaubern lassen, wenn sie überhaupt erstmal eine Gelegenheit bekommen, so etwas überhaupt kennenzulernen. Dazu eröffne ich nun diesen ständigen Thread, in dem ich zufällig aufgefundene Downloadgelegenheiten aufliste und hoffentlich auch andere ihre Fundstücke hier aufzählen.
Das schwierige dabei ist: dabei geht es um einen Mindestlevel an Audio-Qualität. Ich hatte schon an anderer Stelle erwähnt, daß man in youtube wahrhaft alles finden kann, von Standard-Klassik mit Millionen Seitenaufrufen und tausenden Kommentaren bis hin zu Raritäten und Spezialitäten der Moderne. Das Problem ist aber, daß die technische Qualität der Sounds auf youtube so grottenschlecht ist, daß ich nichts davon empfehlen kann. Ich bitte also auch die anderen, auf youtube-Links zu verzichten.

In meiner geplanten Liste kann kein System stecken, weil man auf hochwertige Downloadmöglichkeiten immer nur zufällig stößt. So ist es auch Zufall, daß der erste Download-Hinweis sich nicht auf gängige Klassik bezieht, mit der man "beginnen sollte", sondern auf eine Spezialität der Moderne:  Anton Webern (1883 - 1945). Die URL:

 http://www.antonwebern.com/
(Javascript nötig)

Dort sind 12 Werke von Webern verfügbar. Und zwar sind (habe noch nicht alle analysiert) die einzelnen Sätze (im Sinne der Partitur) in einzelne mp3-Dateien getrennt, die zusammen jeweils in einem Ordner gezipt sind. Man geht in der Domain auf "music" und klickt mit links auf die einzelnen Werke, der Download startet als Popup in einem neuen Fenster (Popupblocker aus!).

Wie gesagt: zum "Kennenlernen" ernster Musik fängt natürlich kein Mensch ausgerechnet mit Anton Webern an (Kenner freilich werden den Link sofort zu schätzen wissen). Ich empfehle aber trotzdem, sich alle Downloads auf jeden Fall zu sichern. Nutzen (entpacken und anhören) kann man sie später immernoch. Man weiß nie, wie lange so ein Angebot online ist. (Hinweise auf tote Links bitte melden!)
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Iodwasserstoff




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Verfasst am: 8/2/2009, 01:16  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hab mir mal ein paar der Stücke runtergeladen, und es hört sich ganz akzeptabel an, jedoch könnte ich mir das für längere Zeit nicht anhören. Laughing Verzeih mir Hartmut, aber das ist eben einfach nicht meine Musik. Wink Ich mag eben lieber billige und einfache Musik wie AC/DC und Guns 'N' Roses, wobei diese Musik jetzt ja auch schon "out" ist.


mfg HI
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Wörter sind sehr einfach. Wer kann machen, machen. Wer kann nicht machen, sprechen. Wer kann nicht sprechen, der schreiben

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Kohlenstoffkarbid




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Verfasst am: 8/2/2009, 02:15  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hallo,
also ich kann mir so vorstellen wenn man das ganze mit n wenig Bass unterlegt und die ein oder andre trance melodie da mit raufmacht und diesen komischen Klang, den diese Dinger da machen (Ich glaub man nennt das Instrumente oder so ähnlich) beseitigt, dann hört es sich sicher gar nicht mal so schlecht an Very Happy.

Für mich gibts nur Hardtrance und Trance. Hier unter  http://www.track4.de/ fand sich früher mal das ein oder andere Schätzchen zwischen den Normalkram. Übrigens alles legal und Kostenlos. Leider hab ich seit längerem keine Musik mehr gehört und weiß nicht wies heut da aussieht.
Gruß
CC
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Wenn es so weitergeht wie bisher, dann zeigt dieser Film unsere Zukunft:

 http://de.wikipedia.org/wiki/Idiocracy
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Crankyperson

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Verfasst am: 8/2/2009, 14:07  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

15.000 Alben des Sperrfeuers gibts kostenlos und legal auf  www.jamendo.com Wink
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Hartmut
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Verfasst am: 8/2/2009, 16:58  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Iodwasserstoff hat geschrieben:
Verzeih mir Hartmut, aber das ist eben einfach nicht meine Musik.

Ich glaube, Du hast mich falsch verstanden. Laughing Ich will hier niemanden "bekehren". Mit Hinweisen auf kostenlose Downloads will ich nur denen den Ball zuspielen, die sowieso gerne mal würden, aber kein Geld dafür haben.
Irgendwie komme ich nur immer aus dem Wundern nicht heraus, daß ausgerechnet (!) in der Heimat Bachs und Beethovens es heute die geringste Beziehung zur klassischen Kultur gibt. Überall anderswo, ob in Frankreich, Schweden oder Holland, scheint es mehr zu geben und japanische, chinesische, koreanische Teenager bewundern Deutschland wie verrückt und wollen mit ihren Digicams jedes Haus mit Gedenktafel knipsen, in das der Beethoven vor 200 Jahren mal rein und wieder raus gegangen ist.
Die oft so totale Klassik-Ferne unter Konsumenten von Popmusik (als Überbegriff für alles von Schlager bis Cannibal Corpse) ist bei den Machern interessanterweise oft nicht mehr so klar. Die bunten Vögel auf den Rockbühnen sind da oft involvierter, je professioneller sie sind. Die ganz Großen können mit Sicherheit Noten lesen und waren auf der Musikschule, mancher Rockstar hat zu Hause einen Flügel stehen, auf dem sich Notenhefte von Bach und Schubert stapeln. Berührungspunkte zwischen akademischer Konzertwelt und Rock, Jazz und Filmgeschäft gibt es auch. Daß in so manchen Rocktitel mal was Bekanntes von Bach eingearbeitet wird, zähle ich da schon gar nicht dazu, vielmehr kennen manche Profis im Rockgeschäft sich in der Klassik so gut aus, daß sie schon sinfonische oder elektronische Musik von Stockhausen oder Ligeti verarbeitet haben. Von letzterem z.B. kommt einiges in Kinofilmen wie Shining oder 2001: Odyssee im Weltraum vor. Durch solche Art der Verbreitung stoßen jugendliche Interessenten dann auch nicht mehr in ganz unbekanntes Terrain vor, sind dann nicht nur mit den alten großen Schöpfungen der Jahrhunderte, auch mit moderner Avantgarde durch Rock, Pop und großes Kino schon ein bischen vertraut.
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*Mathias*




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Verfasst am: 8/2/2009, 18:14  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
der inmitten feindlichen Sperrfeuers ganzer feindlicher Death-, Black- und Sonstwas-Metal-Kompanien die User an die Sinfonien unserer größten Komponisten heranführen will.

Ich würde Metal auf keinen Fall als Feind der Klassik bezeichen...ich höre selber Metal aber auch Klassik....besonders Vivaldi, Beethoven und auch gerne Brucker(Waldhornsolos Razz), mein eigentlicher Musikalischer Feind sind Popmusik und der meiste Hip Hop...
PS : Danke für den Link... Very Happy
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Hartmut
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Verfasst am: 8/2/2009, 19:08  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

*Mathias* hat geschrieben:
Zitat:
der inmitten feindlichen Sperrfeuers ganzer feindlicher Death-, Black- und Sonstwas-Metal-Kompanien die User an die Sinfonien unserer größten Komponisten heranführen will.

Ich würde Metal auf keinen Fall als Feind der Klassik bezeichen...ich höre selber Metal aber auch Klassik....besonders Vivaldi, Beethoven und auch gerne Brucker(Waldhornsolos Razz), mein eigentlicher Musikalischer Feind sind Popmusik und der meiste Hip Hop...
PS : Danke für den Link... Very Happy


Bei der Gelegenheit muß ich mich natürlich erstmal bei Dir als Österreicher entschuldigen, daß ich nur Deutschland erwähnt hatte. Wenn es eine Statistik gäbe ("große Komponisten pro 100.000 Einwohner") würde Österreich wahrscheinlich an erster Stelle stehen. Die Wiener Klassik war das musikalische Zentrum Europas, später die ganz große Sinfonik (Bruckner, Mahler) und selbst noch Europas Sprung in die Moderne (Zweite Wiener Schule, Schönberg-Kreis) ging von Österreich aus.

Daß seltsamerweise gerade die Rockmusik dem dramatischen Teil der Klassik am nächsten zu stehen scheint, war mir auch schon aufgefallen. Zudem haben auch die klassische Musik und ihr Konzertpublikum noch nie richtig zueinander gepaßt. Viele mißbrauchen ihre Berührung mit Konzert und Oper als Statussymbol und pervertieren sie damit, lauschen dem Chor "Alle Menschen werden Brüder, diesen Kuß der ganzen Welt!" und auf der Heimfahrt mit dem A8 bolzen sie alle Menschen, resp. Brüder mit der Lichthupe von der linken Spur. Laughing
In allen anderen Musikwelten gibt es jedenfalls diesen Widerspruch zwischen Musik und Publikum nicht: wer auf ein Metal-Konzert geht, der ist wirklich Metal-Fan und wer sich Hip-Hop reinzieht ("schlichtes stoßweises Sprechen mit Straßengeräuschen"), hat mit Musik wirklich nichts am Hut, hier passen also Ereignis und Publikum harmonisch zusammen. Jedenfalls hat der Mißbrauch der Klassik als Statussymbol der "besseren Gesellschaft" dieser Musik sehr großen Schaden zugefügt.
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2-Propanon



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Verfasst am: 8/2/2009, 19:45  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Die Musik ist gar nicht so schlecht, aber kann man sich sowas echt den ganzen Tag anhören?
(OK, vllt. ist es auch für einen "Klassikneuling", der sowas erst seit zwei Jahren hört auch (wie Hartmut gesagt hat) auch einfach der falsche Anfang).
Ansonsten schliesse ich mich *Matthias* an, trotz Metal höre ich Beethoven (Ums mal so auszudrücken:"Die Wut über den verlorenen Groschen"rulez Twisted Evil ), auch mal Wagner und finde Jazz auch ziemlich cool. "Der Feind", versteckt sich hinter "Sprechchören" und "f**ken, b***en, bl**en"-Ergüssen. Das ist der wahre Feind der Gesellschaft. Und der Menschheit.
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Maler



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Verfasst am: 8/2/2009, 19:55  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Auch ich als Anhänger der Death- und Blackmetal Fraktion muss sagen, dass ich auch gerne klassische Musik höre. Besonders mag ich Klaviermusik, z.B. von Chopin.
In deinen Ohren, Hartmut, ist Metal vielleicht nur Krach. Ich würde jedoch sogar so weit gehen und behaupten dass es Metalstücke gibt, die in ihrer Art der klassischen Musik sehr ähnlich sind. Stücke die man nicht einfach so nebenher hören kann, bzw sollte, sondern für die man sich Zeit nehmen muss die Musik bewusst zu hören. Stücke die nicht die Standard-3-Minuten der Popmusik dauern, sondern 15 oder gar 30 Minuten. Ich denke dabei beispielsweise an Interpreten wie Moonsorrow, deren Songs durchaus an klassische Kompositionen erinnern, oder z.B. ...und Pan spielt die Flöte von Nocte Obducta

Viele Grüße,
Stefan
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Crankyperson

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Verfasst am: 8/2/2009, 20:44  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

HipHop wird hier immer verteufelt als ob es nur diesen GangsterHipHop gäbe,allerdings gibt es auch durchaus niveauvollen Hiphop.

Hiphop ist eine Zusammenkunft aus Jazz, Soul und natürlich Rap (Rhythm and Poetry) und hat wenig mit der von Hartmut geposteten Definition zu tun bzw würde für Klassik die Definition "Aussageloses rumgedudel auf Instrumenten" dann passen.

Desweiteren betonen hier einige dass sie verschiedene Musikrichtungen bevorzugen, allerdings wird man als ab und an Hiphop-Hörer gleich als musikfremder Honk betitelt.

Soviel zum Thema "auf dem hohen Ross sitzen und auf andere herablassend herunterschauen" und Pluralismus.
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Hartmut
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Verfasst am: 8/2/2009, 20:58  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

2-Propanon hat geschrieben:
Die Musik ist gar nicht so schlecht, aber kann man sich sowas echt den ganzen Tag anhören?

Sowas hört auch kein Mensch "den ganzen Tag", Du kannst da keinen Vergleich zu "Klassikradio" ziehen. Im Gegenteil, das läuft z.B. so ab, daß ich mir vornehme, "am Wochenende gebe ich mir wiedermal Bruckners Achte", dann wird das Telefon ausgeschaltet, die Klingel abgestellt und werden die letzten Alltagsgedanken zu Ende gedacht oder abgebrochen. Sowas kann, je nach Werk, wie ein Ritual, wie eine Andacht sein. Da sehe ich starke Ähnlichkeiten zu den Naturvölkern, wenn sich einer völlig zurückzieht, um "mit den Geistern zu sprechen".

2-Propanon hat geschrieben:
Die Wut über den verlorenen Groschen"rulez

Damit seid Ihr jetzt schon zwei mit einer Affinität zum Klavier. Hätt ich nicht gedacht, weil ich immer davon ausgehe, daß Sinfonik erstmal mehr "befriedigt". Dann bleibt durchaus mal bei Beethoven und geht von solchen Gelegenheitskompositionen zu seinen großen Klaviersonaten über.

2-Propanon hat geschrieben:
Das ist der wahre Feind der Gesellschaft. Und der Menschheit.

Naja, übertreib nicht gleich so! Very Happy
Ich stelle mir aber gerade bildlich vor, man würde ein soziales Projekt starten: Hiphopper an Klassik heranführen! Laughing Projektleitung: Sozialarbeiter und Musikwissenschaftler. Die werden dann ins Opernhaus geführt und das Libretto der Oper wird extra für sie umgeschrieben.

Anstatt:
"Königin! Wie zürnst du mir, daß ich gebrochen hab' dein' Eid?"

singt der Baßbariton:
"Ey Bitch! Schiebste Filme, Alda? Mach misch ned an, isch fick deine mudda!" ROFL

Wär' doch jedenfalls besser, als überhaupt nicht, oder? Laughing

Maler hat geschrieben:
In deinen Ohren, Hartmut, ist Metal vielleicht nur Krach.

Neee! Falscher Eindruck! Ich höre unterm Fahren auch schonmal AC/DC. Daß so manches Metal aber wirklich nur Krach ist, da sind wir uns bestimmt sowieso einig. Wenn ich gleichförmiges lautes Tosen hören will, kann ich auch einen Dieselmotor anschmeißen und zuhören, dann hab ich nur die Dieselkosten. Als ich mir mal neugierigerweise solches Nekro-Zeug angehört habe, konnte ich einfach nicht mehr aufhören, zu lachen, sonst nichts weiter.
So vielfältig wie die "Metal-Arten" inzwischen sind, sind bestimmt auch die Motive des Hörens. Als ich Teenager war, hatte ich einen Mitschüler, der sehr sehr schüchtern und gehemmt war, offenbar hatte er einen brutalen Vater. Da kam ich aus dem Wundern nicht mehr raus, als der mir sagte, er hört ab und zu Hardrock. Heute verstehe ichs. Das war für ihn ein Hilfsmittel, einmal die Faust zu ballen und seine Wut abzureagieren. Seiner Angst entfloh er, indem er sich mit der Aggressivität dieser Musik identifizierte, er war, wenn er diese Musik hörte, ein "Terminator", er war unverwundbar.
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crazyman




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Verfasst am: 8/2/2009, 22:04  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Also mir liegt die Klassik eigentlich auch nicht, aber das was du da beschreibst kenn ich Hartmut! Wenn meine Eltern mal nicht da sind dreh ich auf und zieh mir ein bisschen Techno rein, wenn der Bass meine Brust masiert und die rythmischen Schläge vor sich hin tönen (ja Techno ist sehr Rythmusbetont Laughing ). Nebenbei hört man bei dieser Lautstärke eh seine Gedanken nicht mehr Laughing
Aber wie dem auch sei, du hast mal den schönen Spruch losgelassen man solle hören was einem Lieb ist, dafür wären die Ohren schließlich da, den hab ich mir zu Herzen genommen Smile
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Hartmut
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Verfasst am: 9/2/2009, 01:33  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

guich hat geschrieben:
Aber wie dem auch sei, du hast mal den schönen Spruch losgelassen man solle hören was einem Lieb ist, dafür wären die Ohren schließlich da, den hab ich mir zu Herzen genommen Smile

Na eben! Von den Ohren direkt ins Herz! Ich glaube, das könnte man als Definition für Musik ausmachen. Im Loslassen schöner Sprüche sind andere aber begabter. Ich habe gerade wiedermal in ein youtube-Video reingeschaut, wo Leonard Bernstein, der fanatische Gustav-Mahler-Verehrer, mit den Wiener Philharmonikern Mahler probt. In fast akzentfreiem Deutsch. Und den über hundert Musikern mit Händen, Füßen, Grimassen und Verrenkungen klar macht, mit welcher Besessenheit man Mahler spielen muß. "Bis die Instrumente brechen!" Und schließlich: "Es gibt nichts normales in dieser Musik!" Das ist ein Zitat über Mahlers Sinfonik, das ich mir glatt einrahmen könnte. Und vielleicht macht es eben wirklich die beste und größte Musik aus, daß es eben "nichts normales" in ihr gibt. Der Mann (Bernstein) war ein Genie. Auch wenn er öfters mal stockbesoffen eine Probe geleitet und seine Anweisungen an die Musiker mehr gelallt als gesprochen hat. Der Mann hat hemmungslos gelebt. Und es gibt keine lebendigere und hemmungslosere Musik als Mahler. Vielleicht war Bernstein gerade deshalb einer der wenigen, die sich an diese extremen Sinfonien glaubwürdig heranwagen konnten. Glaubwürdig auch dann noch, wenn er hackedicht war. Wink
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Jakob




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Verfasst am: 9/2/2009, 11:00  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Was ich immer sehr schön finde:
 http://www.youtube.com/watch?v=rbTozgoj9OQ (das ist jetzt das ruhigste Lied, was sie wohl gemacht haben Wink)
 http://www.youtube.com/watch?v=slgl9AdomTE

Alle die sie nicht kennen: Es sind wirklich nur 4 Celli und ein Schlagzeug, auch wenn es sich nicht unbedingt so anhört.

Ich finde Metal und Klassik ergänzen sich wirklich gut. Das einzige was ich noch nie verstanden habe, ist wie manche Leute meinen, dass sie auf Metal tanzen können Wink
Dafür gibts nun schließlich noch Electro.. Razz
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*Mathias*




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Verfasst am: 9/2/2009, 15:37  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
HipHop wird hier immer verteufelt als ob es nur diesen GangsterHipHop gäbe,allerdings gibt es auch durchaus niveauvollen Hiphop.

Das Problem ist, dass die meisten nur irgendwelche sexistischen Texte hören...Aggro Berlin(welches ich leider recht oft von meinen Klassenkollegen zu hören bekomme) ist so ein Fall. Der Großteil ist überhaupt nicht sozialkritisch, sondern auf niedrigstem Nieveu und oft ohne irgendeine nennenswerte Aussage... Sad
Zitat:
Das einzige was ich noch nie verstanden habe, ist wie manche Leute meinen, dass sie auf Metal tanzen können

Naja, bei einem Metalkonzert muss man einfach ein wenig "moschen"....

Das wunderschöne an Klassik ist die Vielfalt...kein Lied gleicht dem anderen ganz.
Wenn man sich ein Stück einmal anhört, dann nimmt man es als ganzes wahr, aber wenn man es öfters hört, kann man immer mehr Einzelheiten heraus erkennen...ist ja auch gut so, bei einem 40 Mann Orchester werden sicher schon mehr Solos einzelner Instrumente rausschauen, als bei einem einzigen Sänger... Razz
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