۞ Versuchschemie.de :: - Neuigkeiten und Entwicklungen aus der Welt der Chemie
Zum Portal Experimente Periodensystem Über_VC Foren-Index Suche
    Registrieren      Login        
Neues Thema eröffnenNeue Antwort erstellen Printable version
Autor Nachricht
Berzelius




Hier seit: 25.07.2006
Beiträge: 459

germany.gif
Verfasst am: 5/9/2008, 14:21  Titel:  Neuigkeiten und Entwicklungen aus der Welt der Chemie Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hallo Leute.
Ich lese ab und an mal interessante News, Artikel und Analysen, über neue Prozesse, Entwicklungen, Erfindungen.
Ich möchte euch dies nicht vorenthalten und würde mich freuen, wenn ihr auch ein paar interessante Artikel hier postet. Viel Spaß!


Auf dem Weg zur Unabhängigkeit von russischen Pipelines?
--->


05.09.2008 - Technik
Erdgas in Pulverform

"Trockenes Wasser" bindet Methan und soll den einfachen Transport des Gases ermöglichen

Britischen Forschern ist es gelungen, Methan in Pulverform zu binden. Die einzigen Zutaten sind Wasser und Silizium. Mit dem Silizium überziehen Andrew Cooper und seine Kollegen von der Universität von Liverpool kleine Wasserkügelchen. Diese können den Hauptbestandteil des Erdgases, Methan, in großer Menge binden. Die Forscher hoffen, damit Erdgas quasi in fester Form transportieren zu können – etwa in Regionen, für die sich der Pipelinebau nicht lohnt. Bislang ist das Erdgaspulver allerdings nur bei minus 70 Grad Celsius stabil. Mit einer veränderten Rezeptur haben die Forscher allerdings auch schon Raumtemperatur erreicht.

Die Forscher rührten eine spezielle wasserabweisende Form von Silizium in Wasser ein und stellten damit kleine, mit Siliziumverbindungen überzogene Wassertröpfchen her. Die Siliziumschicht verhindert, dass sich die Wassertröpfchen vereinen. Fachleute sprechen von sogenanntem "dry water" – trockenes Wasser: Es sieht aus wie ein Pulver und gibt das Wasser erst frei, wenn es gedrückt wird. Sechs Gramm des Pulvers können einen Liter Methan aufnehmen und binden, haben die Forscher festgestellt. Der Absorptionsvorgang dauert etwa zweieinhalb Stunden. Durch das Anheben der Temperatur gibt das Pulver den gasförmigen Brennstoff wieder ab.

Mit der Methode könnte Erdgas in fester Form als Schüttgut gespeichert und transportiert werden, schlagen die Forscher vor. Damit Erdgasautos in Zukunft mit dem Pulver im Tank fahren können, müssten die Forscher dessen Speicherkapazität noch erhöhen. Die Wissenschaftler glauben, dass dies möglich ist. Sie experimentieren schon mit ihren Verfahrensschritten, um auch die Wirtschaftlichkeit der Methanspeicherung als Pulver zu untersuchen.


News@Nature, DOI: 10.1038/news.2008.1077.

 http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/295214

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


30.08.2005 - Chemie
Wasserstoff aus Sonnenlicht

Neuer Metallkomplex wandelt Licht in chemische Energie um


Methanol und Wasserstoff sind die wichtigsten Treibstoffe zum Betrieb von Brennstoffzellen. Wird Wasserstoff derzeit noch zu über 90 Prozent aus Erdgas gewonnen, denken Forscher über saubere, klimaneutrale Gewinnungsmethoden nach. Ohne den Umweg über Strom aus regenerativen Quellen zu gehen, kann Wasserstoff auch direkt mit Sonnenlicht erzeugt werden. Einen neuen Katalysator für diesen Prozess stellen nun amerikanischen Forscher auf der Herbsttagung der American Chemical Society in Washington vor.

"Lichtenergie wird durch dieses Verfahren in chemische Energie umgewandelt", sagt Karen Brewer von der Virgina State University. Dabei braucht man - ebenso wie bei der Wasserstoff-Produktion - einen Überschuss an Elektronen. Diese werden von den Wasserstoffionen im Wasser aufgenommen, so dass sie sich vom Sauerstoff trennen können.

Ort des Geschehens ist nun ein katalytisch wirkendes Makromolekül eines Metallkomplexes mit den Elementen Ruthenium und Rhodium. Strahlt nun Licht in Gegenwart von Wasser auf diesen Komplex, konzentriert er Elektronen. Diese stehen dann für die Aufspaltung des Wassers zur Verfügung.

Noch bewegen sich die Forscher in einer frühen Phase dieser Experimente. Es geht erst darum, prinzipiell diesen Spaltungsprozess genau zu verstehen. Gedanken über einen optimierten Wirkungsgrad werden später folgen. Gelingt es, diesen Prozess wirtschaftlich zu gestalten, wäre der Umweg über elektrischen Strom überflüssig. Alternativ zu einer stromerzeugenden Solarzelle könnte dann ein solcher Katalysator den Wasserstofftank einer Brennstoffzelle per Sonnenlicht wieder auffüllen. Doch werde bis dahin noch einige Jahre Forschungsarbeit nötig sein.

Jan Oliver Löfken

 http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/256991.html



Dazu noch:



"Die Photosynthese ist die Antwort"


 http://www.heise.de/tr/Die-Photosynthese-ist-die-Antwort--/artikel/89623

Und:


Thursday, July 31, 2008
Solar-Power Breakthrough


Nocera created the catalyst as part of a research program whose goal was to develop artificial photosynthesis that works more efficiently than photosynthesis and produces useful fuels, such as hydrogen. Nocera has solved one of the most challenging parts of artificial photosynthesis: generating oxygen from water. Two more steps remain. One is replacing the expensive platinum catalyst for making hydrogen from hydrogen ions with a catalyst based on a cheap and abundant metal, as Nocera has done with the oxygen catalyst.

Finding a cheaper catalyst for making hydrogen shouldn't be too difficult, says John Turner, a principal investigator at the National Renewable Energy Laboratory, in Golden, CO. Indeed, Nocera says that he has promising new materials that might work, and other researchers also have likely candidates. The second remaining step in artificial photosynthesis is developing a material that absorbs sunlight, generating the electrons needed to power the water-splitting catalysts. That will allow Nocera's catalyst to run directly on sunlight; right now, it runs on electricity taken from an outlet.

There's also still much engineering work to be done before Nocera's catalyst is incorporated into commercial devices. It will, for example, be necessary to improve the rate at which his catalyst produces oxygen. Nocera and others are confident that the engineering can be done quickly because the catalyst is easy to make, allowing a lot of researchers to start working with it without delay. "The beauty of this system is, it's so simple that many people can immediately jump on it and make it better," says Thomas Moore, a professor of chemistry and biochemistry at Arizona State University.


 http://www.technologyreview.com/Energy/21155/page2/


So wie ich das verstanden habe, wurde vor allem die Effizienz dramatisch erhöht im Vergleich zur normalen Wasseraufspaltung durch die bis dato üblichen Elektrolyseanlagen.



----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


Zuletzt bearbeitet von Berzelius am 12/11/2008, 17:24, insgesamt einmal bearbeitet
OfflineBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden  Display: 11693
Autor Nachricht
Xyrofl



Alter: 23
Hier seit: 25.06.2007
Beiträge: 1499

germany.gif
Verfasst am: 25/9/2008, 23:44  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:


So wie ich das verstanden habe, wurde vor allem die Effizienz dramatisch erhöht im Vergleich zur normalen Wasseraufspaltung durch die bis dato üblichen Elektrolyseanlagen.


Jawohl, auf fast 100% sagen sie am MIT:

 http://www.eetimes.com/showArticle.jhtml?articleID=209900956&cid=NL_eet
_________________
Und jetzt das Kinderlied:

Drah di net um oh oh oh
schau schau der Komissar geht um oh oh oh
er wird di anschaun und du weißt warum
die Lebenslust bring di um
OfflineBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden  Display: 11693
Autor Nachricht
Berzelius




Hier seit: 25.07.2006
Beiträge: 459

germany.gif
Verfasst am: 23/10/2008, 08:26  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Das müsst ihr euch mal geben, einfach unglaublich:


23.10.2008 - Physik
Röntgenstrahlung, hausgemacht

Das Abrollen eines Klebebands produziert elektromagnetische Wellen(...)


Wer sich selbst ein Röntgengerät bauen möchte, braucht lediglich eine Vakuumpumpe – und eine Rolle handelsübliches Klebeband: Wird diese nämlich schnell abgerollt, entsteht genug Röntgenstrahlung, um damit die Knochen eines Fingers abzubilden. Voraussetzung ist allerdings, dass der Umgebungsdruck niedrig ist, haben US-Forscher gezeigt. Dahinter steckt ein Phänomen namens Tribolumineszenz: Wenn sich zwei in Kontakt stehende raue Flächen gegeneinander verschieben, entsteht aufgrund der starken Reibung elektromagnetische Strahlung. Beobachten kann man diesen Effekt übrigens auch im Alltag, denn beim Öffnen von selbstklebenden Briefumschlägen oder beim Zerdrücken eines Stücks Würfelzucker entstehen ebenfalls kurze Lichtblitze.

Obwohl das Phänomen der Tribolumineszenz bereits seit mehreren Jahrzehnten bekannt ist, können Physiker den Effekt immer noch nicht ganz erklären. Der Knackpunkt dabei ist vor allem ein immenser Anstieg der Energiedichte, die dann das Leuchten auslöst. So produziert Klebeband zum Beispiel schon beim normalen Abrollen bläuliches Licht, obwohl die Bindung an der Oberfläche 100-mal weniger Energie enthält als für ein Photon sichtbaren Lichts benötigt wird – geschweige denn für die viel energiereichere Röntgenstrahlung.

Trotzdem entsteht eine solche Strahlung, wenn die Rolle ausreichend schnell – in diesem Fall mit drei Zentimetern pro Sekunde – und in einem Vakuum abgerollt wird. Unter solchen Bedingungen registrierten die Forscher ein bis zweimal pro Sekunde einen nur wenige Milliardstel Sekunden langen Röntgenpuls, der in der Spitze eine Leistung von bis zu 100 Milliwatt erreichte. Diese Energie reichte aus, um einen Finger zu durchdringen und einen dahinterliegenden Röntgenfilm zu belichten, ähnlich wie es auch beim herkömmlichen Röntgen gemacht wird.

Die wahrscheinlichste Erklärung ist laut den Forschern folgende: Beim Abziehen lädt sich der abgerollte Streifen mit der Klebeseite positiv und der Rest der Rolle negativ auf. Dadurch bildet sich ein elektrisches Feld, das stark genug ist, um eine Entladung zwischen den beiden Polen zu ermöglichen. Im Vakuum sorgt diese Entladung für eine Beschleunigung von Elektronen, die sich zwischen den Flächen befinden und ihre Energie in Form von Röntgenstrahlung abgeben, wenn sie die positiv geladene Seite des Bandes passieren. Wo jedoch die Grenzen des Klebeband-Röntgens liegen, können die Forscher bisher nicht sagen. Sie vermuten allerdings, dass auch noch andere Systeme zu ähnlichen Energieausbrüchen fähig sind.


Carlos Camara (Universität von Kalifornien, Los Angeles) et al.: Nature, Bd. 455, S. 1089.

ddp/wissenschaft.de – Ilka Lehnen-Beyel


 http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/296739.html
OfflineBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden  Display: 11693
Autor Nachricht
Methylars
gesperrt



Alter: 36
Hier seit: 01.02.2008
Beiträge: 1537
Wohnort: Münsterland
germany.gif
Verfasst am: 23/10/2008, 12:47  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Das ist wirklich interessant.Wenn das u.a. mit der Geschwindigkeit zusammenhängt mit der abgerollt wird könnte man das ja vielleicht noch ausbauen.
Zitat:
Unter solchen Bedingungen registrierten die Forscher ein bis zweimal pro Sekunde einen nur wenige Milliardstel Sekunden langen Röntgenpuls, der in der Spitze eine Leistung von bis zu 100 Milliwatt erreichte


Das ist echt ne Menge wenn man das mal auf eine Dauerleistung hochrechnet . Shocked

p.s.:Wenn man schmales Klebeband nimmt und dieses sehr schnell abwickelt bekommt man dann Gammastrahlung? Wink Laughing
_________________
"O magnam stultitiam timoris, id ipsum, qoud verearis, ita cavere, ut, cum vitare fortasse potueris, ultro accersas et attrahas!"

 http://www.youtube.com/watch?v=t3DHSgiPyK8
VerstecktBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden  Display: 11693
Autor Nachricht
brom




Hier seit: 08.11.2007
Beiträge: 507

germany9.gif
Verfasst am: 23/10/2008, 14:38  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Gammastrahlung

Der Ursprung benennt die Strahlung!

@Text: Ich glaube dass so eine günstige Quelle für Reinsilizium und Ruthenium/ Rhodium entstanden ist Wink . Ich glaube, dass dieses Methan-Verfahren viel zu teuer ist und vielleicht auch nicht gerade notwendig. Das Verfahren zur Herstellung von H2 aus H2O ist aber für die Industrie wesentlich interessanter.
_________________
versuchschemie
OfflineBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden  Display: 11693
Autor Nachricht
Berzelius




Hier seit: 25.07.2006
Beiträge: 459

germany.gif
Verfasst am: 23/10/2008, 19:56  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Durchbruch bei der Gewinnung von Energie aus Wasserstoff?

Haiko Lietz 21.10.2008
Alternative Ansätze zur Energiegewinnung – Teil 1
Peak Oil ist jetzt, stellt die Energy Watch Group fest, und 2030 könnte in Deutschland der Rohölimport zum Erliegen kommen. Andere fossile Energieträger wie Kohle verbrennen nicht sauber und die Spaltung von Uran ist riskant. Erneuerbare Energien und Kernfusion sind Hoffnungsträger als Energiequellen. Wasserstoff wird oft als Energieträger betrachtet. Windparks und Solaranlagen produzieren Elektrizität zur Gewinnung von Wasserstoff aus Wasser. Dieser wird zum Ort des Verbrauchs transportiert und dort sauber verbrannt. Doch das US-Unternehmen BlackLight Power behauptet, aus Wasserstoff könne hundertmal mehr Energie als durch Verbrennung gewonnen werden. Ein Prototyp produziere bei Bedarf 50 Kilowatt Wärmeleistung. Diese Behauptung ist nun von einer US-Universität überprüft und bestätigt worden. Ist Wasserstoff nicht nur ein Energieträger, sondern auch eine Energiequelle?

Weiterlesen:
 http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28971/1.html
OfflineBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden  Display: 11693
Autor Nachricht
Atropinsulfat




Hier seit: 25.04.2004
Beiträge: 2988

blank.gif
Verfasst am: 23/10/2008, 20:30  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Solche Meldungen wie "in zwei Jahren sind wir mit unserer Technik so weit das der große Durchbruch" oder so ähnlich gibt es im Bereich Wasserstoff und neue Energiequellen alle paar Monate bis Jahre wieder.

Darauf würde ich erst dann etwas geben wenn es die Dinger wirklich fix und fertig zu kaufen gibt. Bisher hatten alle "brillianten" Ideen irgendeinen fetten Haken (u. A. auch finanzieller Natur, teuren Strom/ Energie will niemand) oder haben nicht so funktioniert wie es geplant war.
_________________
Gute Wörter für Scrabble 2.:
3-Enolpyruvylshikimat-5-phosphat-Synthetase
VerstecktBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden  Display: 11693
Autor Nachricht
Berzelius




Hier seit: 25.07.2006
Beiträge: 459

germany.gif
Verfasst am: 23/10/2008, 20:51  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Atropinsulfat hat geschrieben:
Solche Meldungen wie "in zwei Jahren sind wir mit unserer Technik so weit das der große Durchbruch" oder so ähnlich gibt es im Bereich Wasserstoff und neue Energiequellen alle paar Monate bis Jahre wieder.

Darauf würde ich erst dann etwas geben wenn es die Dinger wirklich fix und fertig zu kaufen gibt. Bisher hatten alle "brillianten" Ideen irgendeinen fetten Haken (u. A. auch finanzieller Natur, teuren Strom/ Energie will niemand) oder haben nicht so funktioniert wie es geplant war.






Wir werden sehen! Hier die Homepage von "Blacklight":

 http://www.blacklightpower.com/applications.shtml#lightingandlaser
OfflineBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden  Display: 11693
Autor Nachricht
ChemDoc



Alter: 65
Hier seit: 19.07.2008
Beiträge: 1521
Wohnort: Friesland
blank.gif
Verfasst am: 23/10/2008, 22:16  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zu wirklich durchgreifenden Methoden der Energieentwicklung und Klimabeeinflussung der Erde benötigt die Menschheit keine neuen Erfindungen. Es genügt sich die alten Bücher von OBERTH anzusehen.
Der beschreibt darin, wie man im Weltraum mit hauchdünnen Aluminiumfolien von riesiger Grösse die Erde an Punkten der "Überhitzung" abschattet. Man könnte so die Erwärmung der Erde durch Treibhausgase wirksam bekämpfen und durch Bündelung der Strahlung ein Weltraumkraftwerk errichten, dass dann die Energie zur Nutzung zur Erde abstrahlt. Öl, andere fossilen Brennstoffe und Kernenergie wären damit überflüssig. Er hatte sich damals sogar schon Gedanken über die Anlagen, Antennen und sogar um die Flugzeuge gemacht, die die Strahlung durchflögen.
Sicher mag manches von seinen Ideen Utopie sein - manches scheint mir aber realistischer als viele der heutigen Vorstellungen zu sein. Entweder sind diese Ideen vergessen worden oder man hat Angst vor Missbrauch oder auch vor Veränderungen.

Gruss, Karl Heinz
_________________
"Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten." - Konfuzius
"Wer nichts weiß, muss alles glauben" - Marie von Ebner-Eschenbach
OfflineBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden  Display: 11693
Autor Nachricht
Xyrofl



Alter: 23
Hier seit: 25.06.2007
Beiträge: 1499

germany.gif
Verfasst am: 23/10/2008, 22:55  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:

Wir werden sehen!


Wenn das stimmt, dann haben wir einen Durchbruch, der etwa gleichbedeutend ist mit der Entdeckung der Radioaktivität oder der Elektrizität.
Aber einige Dinge stören mich an dem vorgestellten Verfahren:
1. Es ist revolutionär, weltbewegend und angeblich ist ein 50kw-Aggregat bereits fertig, aber kaum jemand spricht darüber. Selbst die schwarzen Löcher am Cern waren präsenter in den Medien.
2. Es basiert auf vollkommen neuen Erkenntnissen, die für sich alleine bereits als bahnbrechende Entdeckung ausreichen, aber dann kommt zusätzlich noch ein funktionierendes Gerät hinzu, das ausgerechnet unser aktuellstes Problem ganz toll lösen kann, etwas sehr viel Zufall...
3. Eigentlich müsste doch prinzipiell jedes Element einen solchen energetisch niedrigeren Zustand haben, der unter dem Grundzustand liegt. Warum nimmt man aber ausgerechnet den Wasserstoff, der bereits in den Medien bekannt ist, zB. durch Elektrolysen, Cold Fusion, Wasserautos, usw?
4. Wenn es solche niedrigen Energieniveaus gibt, warum sind diese dann nicht der Grundzustand?
5. Was macht man mit dem ganzen "Dihydrino"-Abfall? Man kann ein Verfahren doch nicht als sauber und grün deklarieren, wenn es vollkommen unerforschtes mysteriöses Abgas produziert.
_________________
Und jetzt das Kinderlied:

Drah di net um oh oh oh
schau schau der Komissar geht um oh oh oh
er wird di anschaun und du weißt warum
die Lebenslust bring di um
OfflineBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden  Display: 11693
Autor Nachricht
Berzelius




Hier seit: 25.07.2006
Beiträge: 459

germany.gif
Verfasst am: 5/11/2008, 03:20  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

 http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,588333,00.html

ENTDECKUNG EINES US-FORSCHERS
Wundersamer Regenwald-Pilz erzeugt Biodiesel

Von Jens Lubbadeh

Er kann Stroh zu Gold machen - sprich: Pflanzenabfälle in Diesel verwandeln. US-Pflanzenforscher haben im südamerikanischen Regenwald einen Pilz entdeckt, der die Biosprit-Produktion revolutionieren könnte. Vielleicht beantwortet er auch die Frage, wie Öl überhaupt entstanden ist.



Irgendwann ist es alle. Keiner weiß, wann genau. Aber das ist eigentlich auch nicht die entscheidende Frage. Denn irgendwann ist Öl einfach viel zu teuer - und damit auch Benzin.

Womit werden unsere Autos dann fahren? Wasserstoff? Strom? Alkohol? Das Rennen um den Treibstoff der Zukunft ist noch völlig offen. Wissenschaftler gehen bei ihrer Suche neue Wege. Einer davon: Aus Pflanzenabfällen Sprit brauen. Es klingt wie Science-Fiction und erinnert ein wenig an den verrückten Doc Brown aus "Zurück in die Zukunft". Der betankte - als er gerade aus der Zukunft zurückgekehrt war - seine Zeitmaschine nicht mehr mit radioaktivem Plutonium, sondern nur noch mit Abfällen aus dem Hausmüll.

Mit Müll Autofahren - es klingt wie ein Traum.

Pflanzenabfälle kann man nicht essen - nimmt man sie als Grundlage für die Biospritproduktion und nicht etwa Getreide oder Mais, ergibt sich auch nicht das ethische Dilemma, zwischen der Produktion von Sprit oder Nahrung wählen zu müssen.

Für die Umwandlung der Abfälle, also der Zellulose, braucht man Helferlein - manche versuchen es mit Hefepilzen, manche mit Bakterien. Beide muss man gentechnisch dazu zwingen. Denn Hefepilze und Bakterien möchten als Ausgangssubstrat gerne Zucker. Wenn man ihnen den geben möchte, dann muss man die Zellulose erst chemisch in ihre Zuckereinheiten zerschlagen. Das ist umständlich und kostet wertvolle Energie. Eine Wunder-Mikrobe, die man einfach millionenfach auf einen Ballen Heu kippt und die daraus direkt tankfertigen Treibstoff in effizienter Ausbeute produziert, gibt es nicht. Noch nicht.

Auf der Suche nach einem "völlig neuen Pilz"

Derjenige, der es schafft, solch eine Mikrobe gentechnisch herzustellen, der hat den heiligen Gral der Biotreibstoffproduktion gefunden.

Ist dieser Jemand Gary Strobel? Der Pflanzenforscher von der Montana State University hat im Regenwald Patagoniens einen Pilz entdeckt, der das Zeug hat zum Star: Gliocladium roseum. Es ist ein Pilz, der sich bislang dem Licht der Öffentlichkeit entzogen hat. Zurückgezogen lebt er in einem Baum, der Chilenischen Scheinulme, die in Patagonien wächst. In dem Fachmagazin " Microbiology" berichtet Strobel von seinem besonderen Fund.

Er war auf der Suche nach "völlig neuen Pilzen in diesem Baum", wie er sagt. Dazu leitete er antibiotisch wirkende Gase eines anderen Pilzes in den Baum, und alle Pilze starben - bis auf einen: Gliocladium roseum. Der produzierte selbst antibiotische Gase.

Aber nicht nur. Als Strobel und sein Team den Pilz im Labor untersuchten, erlebten sie eine gehörige Überraschung. Die Gase von Gliocladium roseum enthielten eine Fülle verschiedenster Kohlenwasserstoffe: Alkane, Alkene, Esterverbindungen, Alkohole und Fettsäuren.

Viele Mikroben produzieren Kohlenwasserstoffe. Baumbewohnende Pilze scheinen besonders explosive Verbindungen herzustellen, schreiben die Pflanzenforscher. Das Besondere an Gliocladium roseum aber war, so Strobel, dass er unter sauerstoffarmen Bedingungen Verbindungen produzierte, die die Hauptbestandteile von Diesel sind. Gary Strobel und seine Kollegen nennen das Pilz-Gebräu daher auch "Mykodiesel".

Und: Der Pilz kam mit dem unterschiedlichsten Futter zurecht - auch mit Zellulose. Diesel aus Zellulose! "Die Ergebnisse waren völlig unerwartet, sehr aufregend. Ich hatte eine Gänsehaut", sagte Strobel dem Wissenschaftsmagazin "Alphagalileo". Die Forscher ließen den Pilz in Petrischalen mit verschiedenen Futtermedien wachsen. Es stellte sich heraus, dass er mitunter mit der Zellulose am meisten Mykodiesel produzierte - wenngleich die Ausbeute bei Hafermehl als Futtermedium noch höher war, wie die Forscher schreiben.

Zu aufwendig, zu langsam, zu geringe Ausbeute

Eckhard Boles forscht an der Herstellung von Biosprit aus gentechnisch modifizierten Hefepilzen. Er ist skeptisch: "Es ist völlig unrealistisch, dass dieser Pilz jemals für die Produktion von Mykodiesel eingesetzt wird", sagte er im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. "Die Kultivierung ist viel zu aufwendig, er produziert nur unter sauerstofflimitierten Bedingungen, die meisten Experimente sind in Petrischalen gemacht."

Zudem seien die produzierten Mengen viel zu gering und die Produktionszeiten zu lange. Tatsächlich ließen die Forscher den Pilz 18 Tage lang verdauen, bevor sie seine Produkte untersuchten.

Selbst wenn er zur Effizienz des Pilzes und seinem Potential für eine etwaige industrielle Mykodiesel-Produktion in seiner Arbeit noch keine Aussagen machen kann, glaubt Strobel dennoch, dass der Pilz eine Menge Potential besitzt. Wenn nicht er selbst, dann auf jeden Fall seine Gene und Enzyme. In ihnen sieht Strobel eine wertvolle Ressource für die Zukunft der Biospritproduktion.

Boles stimmt zu: "Wenn es gelänge, die verantwortlichen Gene und Enzyme zu identifizieren und diese in produktionsfreundlichere Mikroorganismen wie Hefen oder Bakterien zu übertragen, dann ergeben sich vielleicht interessante Perspektiven."

Aber die Pilzentdeckung könnte auch noch offene Fragen aus der Vergangenheit beantworten: "Es ist vielleicht nicht abwegig zu spekulieren, dass die Kohlenwasserstoffe im oberen Erdmantel durch Fermentation von Pflanzenabfällen durch Pilze unter sauerstoffarmen Bedingungen entstanden sein könnten", schreiben Strobel und seine Kollegen in ihrer Arbeit.

"Die gängige Theorie ist: Rohöl ist aus den Überresten von Tieren und Pflanzen entstanden, die Millionen Jahre lang Hitze und hohem Druck ausgesetzt waren", sagte Strobel Alphagalileo. "Wenn Pilze wie dieser im Regenwald Mykodiesel produzieren, dann haben sie vielleicht auch zur Entstehung von fossilen Brennstoffen beigetragen."
OfflineBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden  Display: 11693
Autor Nachricht
Berzelius




Hier seit: 25.07.2006
Beiträge: 459

germany.gif
Verfasst am: 12/11/2008, 13:29  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Das Ende der Strahlung? -

Die Transmutation könnte Atommüll entschärfen. Doch das Verfahren ist noch nicht ausgereift.


Es dauerte Tage, bis die Behälter mit Atommüll am gestrigen Dienstag das Zwischenlager Gorleben erreicht hatten. Verglichen mit der Zeit, die der atomare Abfall noch strahlt, ein Wimpernschlag: In dem Müll aus Kernkraftwerken gibt es Stoffe, deren Halbwertszeit mehrere Millionen Jahre beträgt – das heißt, nach mehreren Millionen Jahren sind sie gerade mal zur Hälfte zerfallen.

Deshalb sollen Endlager für ausgedienten Kernbrennstoff mindestens eine Million Jahre lang dicht sein – was die Suche nach einem geeigneten Ort extrem kompliziert macht. Finnland ist bislang der einzige Staat, in dem man ein vermeintlich sicheres Bergwerk zur Verwahrung hoch radioaktiven Abfalls gefunden hat.

Die Endlagerung wäre weniger kompliziert, wenn der Atommüll nicht so lange strahlen würde. Weltweit arbeiten Wissenschaftler deshalb seit einigen Jahren an einem Verfahren namens Transmutation, das radioaktive Stoffe mit langen Halbwertszeiten in solche mit kurzen Halbwertszeiten umwandeln soll – oder in Stoffe, die überhaupt nicht mehr strahlen. Forscherteams aus 15 europäischen Ländern und Japan haben sich im EU-Projekt „Eurotrans“ zusammengeschlossen, um ein Konzept für eine Transmutationsanlage zu entwickeln. Die Federführung liegt beim Forschungszentrum Karlsruhe.

„Die gefährlichsten Stoffe im Atommüll sind die Actinide, chemische Elemente, deren Kerne schwerer als Uran sind“, sagt Joachim Knebel vom Forschungszentrum Karlsruhe, der das Projekt leitet. Actinide fallen in Atomkraftwerken als Nebenprodukte an. Sie entstehen, wenn der Kern eines Uran-238-Atoms vorbeifliegende Neutronen einfängt und dadurch an Masse gewinnt – eine Reaktion, die in den Reaktorkernen heutiger Atomkraftwerke relativ häufig stattfindet. Typische Actinide sind Plutonium, Neptunium, Americium und Curium.

„Actinide machen etwa ein Prozent des radioaktiven Abfalls aus“, sagt Knebel. Die Stoffe sind gleich doppelt problematisch. Erstens strahlen sie sehr lange, die Halbwertszeiten reichen von zehntausenden bis Millionen Jahren. Zweitens zerfallen sie unter Abgabe von Alpha-Strahlung, die aus Heliumkernen besteht. Gelangen Actinide in den menschlichen Körper, werden dadurch die Zellen stark geschädigt.

Bei der Transmutation sollen die Actinide im Atommüll mit Neutronen beschossen werden, so dass sie zerfallen. „Die Grundidee wurde bereits Mitte des letzten Jahrhunderts formuliert“, sagt Helmut Leeb vom Atominstitut der Österreichischen Universitäten. Neutronen sind kleine Teilchen, die in Atomkernen vorkommen. Stößt ein schnell fliegendes Neutron mit einem Atomkern zusammen, kann es diesen so stark aus dem Gleichgewicht bringen, dass er zerbricht. Dabei entstehen zwei leichte Kerne. Auf diese Weise kann man Actinide in leichtere Elemente umwandeln, die entweder nicht mehr strahlen oder deren Radioaktivität in wenigen Jahrhunderten auf ein weitgehend unschädliches Maß abklingt. „Die Zeit, in der Atommüll unter Verschluss gehalten werden muss, könnte so von Jahrmillionen auf 300 bis 500 Jahre verkürzt werden“, sagt Leeb.

Um das zu schaffen, setzen die Forscher auf schnelle Protonen. Diese Teilchen sind neben den Neutronen die Bausteine der Atomkerne. In der Transmutationsanlage werden die Protonen mit einem Teilchenbeschleuniger auf Tempo gebracht und zu einem schweren, neutronenreichen Metall wie Blei gelenkt. Es kommt zu Kollisionen zwischen den Protonen und den Kernen der Bleiatome, bei denen die Atomkerne zertrümmert werden. Die Bruchstücke, vor allem energiereiche Neutronen, fliegen in alle Richtungen davon. Dabei treffen sie auch den Atommüll, der rings um das Blei angeordnet ist, und zerstören darin die Actinide. „Eine einzige Transmutationsanlage könnte den Abfall von zehn Leichtwasserreaktoren beseitigen“, sagt Knebel.

Bei der praktischen Umsetzung gibt es jedoch noch viele Probleme. Aus alten, verbrauchten Kernbrennstäben müssen die Actinide zu 99,9 Prozent herausgelöst und anschließend in die Transmutationsanlage gebracht werden. Zudem werden bei dem Beschuss mit Neutronen nicht alle Actinide entschärft, sondern nur ein Teil von ihnen. Es ist daher notwendig, den bestrahlten Atommüll von Zeit zu Zeit aus der Anlage zu nehmen, die „verbrannten“ Anteile abzutrennen, die nicht umgesetzten Actinide wieder aufzubereiten und erneut in die Anlage zu bringen. Das ist aufwändig und gefährlich, denn die Stoffe strahlen stark und können daher nur per Roboter bewegt werden.

Außerdem bedarf es ausgefeilter Verfahren, um die verschiedenen Elemente des radioaktiven Abfalls voneinander zu trennen, da sie sich oft chemisch ähnlich sind. Dazu werden im Projekt Eurotrans spezielle Methoden entwickelt. Zunächst lösen die Forscher den Atommüll in Salpetersäure auf. Dann geben sie komplexe organische Moleküle hinzu, die sich ausschließlich an die Actinide binden. Diese Verbindungen werden wieder aus der Lösung extrahiert und die Actinide von ihnen abgespalten. Im Labormaßstab funktioniert das Verfahren bereits.

„Die Entwicklung von Transmutationsanlagen ist eine sehr große Herausforderung“, sagt Frank-Peter Weiß vom Forschungszentrum Dresden-Rossendorf, das ebenfalls am Projekt Eurotrans beteiligt ist. Ob man solche Anlagen tatsächlich brauche, sei unter Fachleuten allerdings umstritten. Denn die Atomkraftwerke der übernächsten Generation, der Generation 4, sollen so ausgelegt sein, dass ihr Abfall kaum noch Actinide enthält. Während sie Strom produzieren, „verbrennen“ sie den größten Teil der Actinide im Reaktorkern durch Beschuss mit schnellen Neutronen. Derzeitigen Plänen zufolge sollen die ersten Prototypen der Generation-4-Reaktoren in 10 bis 20 Jahren ans Netz gehen.

Trotz dieser Aussichten hält Weiß die Entschärfung von Atommüll in speziellen Transmutationsanlagen für eine „smarte Lösung“. Zudem werde bei der Umwandlung von Actiniden in leichtere Elemente Energie frei, sagt er. „Transmutationsanlagen lassen sich also nicht nur zur Müllbeseitigung, sondern auch zur Stromproduktion einsetzen.“

Wann es so weit sein wird, ist schwer abzuschätzen. Joachim Knebel hofft, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre eine experimentelle Demonstrationsanlage gebaut wird. Ob und wie es dann weitergehe, sei noch offen.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 12.11.2008)


Quelle:  http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Atommuell-Transmutation;art304,2658915
OfflineBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden  Display: 11693
Autor Nachricht
Focus-Flamepoint



Alter: 25
Hier seit: 03.09.2007
Beiträge: 1438
Wohnort: Wien
austria.gif
Verfasst am: 12/11/2008, 14:11  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ich glaube das passt hier auch ganz gut rein:

 http://www.innovations-report.de/html/berichte/biowissenschaften_chemie/bericht-16925.html

Zitat:
US-Forscher haben in Bakterien eine "Zapfsäule" für den Zuckeraustauschstoff Mannitol gefunden. Der Chemiker Badal Saha vom Agricultural Research Service in Peoria/Illinois hat das Bakterium Lactobacillus intermedius zur Zuckeralkohol-Produktion verwendet. Mannitol ist um das 0,7-Fache süßer als Kritallzucker und wird als kalorienarmer Süßstoff in Kaugummis und Bonbons verwendet.

Gewöhnlich wird laut Saha Mannitol durch eine katalytische Hochdruckhydrierung aus einer Fruktose-Glukose-Mischung hergestellt. Im Zuge dieses Verfahrens werden aber lediglich 25 bis 30 Prozent der Mischung in Mannitol umgewandelt. Der Verkaufspreis für ein halbes Kilogramm Mannitol liegt bei rund 3,32 Dollar. Übrig bleibt allerdings zumeist der Zuckeraustauschstoff Sorbitol, der mit einem Verkaufspreis von 73 Cent weniger wertvoll ist.

Laboruntersuchungen haben nun ergeben, dass das Lactobacillus-Bakterium produktionsfreudiger ist. In einer Mischung aus 100 Gramm Fruktose in 50 Gramm Glukose soll es gleich 100 Prozent der Fruktose in Mannitol verwandelt haben. Saha verglich die Lactobazillus-Stämme auch mit der Leistung von elf anderen Organismen, darunter andere Bakterien, Hefen und Pilze. Ein "Top-Rivale" brauchte den Angaben zufolge 120 Stunden, um 100 Gramm Fruktose zu 73 Prozent in Mannitol umzuwandeln. Der Lactobazillus-Stamm verwandelte 150 Gramm Fruktose in lediglich 15 Stunden in die gleiche Menge Mannitol.

Diese Geschwindigkeit könnte die kommerziellen Erwartungen von Sahas Methode verstärken. Das US-Landwirtschaftministerium hat den Laktobazillus-Stamm gemeinsam mit Sahas Methode bereits patentiert. Das Interesse eines Unternehmens, die Technologie zu evaluieren, wurde bereits geweckt.


Ist doch auch was =)

mfg Peter
_________________
in dubio pro reo

Ist Deine Bude HD ready?!

Moral, Ehrgefühl und ein Gewissen - 3 Dinge, die einer Polizeikarriere im Wege stehen.
OfflineBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden  Display: 11693
Autor Nachricht
Berzelius




Hier seit: 25.07.2006
Beiträge: 459

germany.gif
Verfasst am: 12/11/2008, 17:20  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Gentech-Mais: Österreich widerlegt Studie der EU

„Unbedenkliche“ Sorte offenbar doch gefährlich,

Mit Hochdruck versucht Brüssel derzeit die Zulassung von Gentech-Pflanzen made in USA in der EU durchzupeitschen. Jetzt der Rückschlag: Eine im Auftrag des österreichischen Gesundheitsministeriums durchgeführte Laborstudie ergab zumindest in Tierversuchen einen eindeutigen negativen Einfluss auf den Organismus.

Österreichs Umweltschutz-Organisationen sind erbost: Eine von der EU bereits mit einem „Persilschein für Unbedenklichkeit“ versehene Genmais-Kreuzung (NK603 X Mon810) des Herstellers Monsanto scheint alles andere als ungefährlich zu sein. In einem Versuch an Mäusen an der Veterinärmedizinischen Universität Wien hatte die für Lebensmittel- und Futterzwecke zugelassene Sorte zu einem merklichen Rückgang der Geburtenrate geführt.

„Diese Ergebnisse können nicht direkt auf den Menschen umgelegt werden“, versucht Ingrid Kiefer von der staatlichen Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zu beruhigen. Allerdings seien angesichts dieser Resultate weitere Studien ganz dringend notwendig.
BMGFJ Monsanto AGES


Quelle:  http://www.heute.at/news/wien/114280.php

OfflineBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden  Display: 11693
Autor Nachricht
Focus-Flamepoint



Alter: 25
Hier seit: 03.09.2007
Beiträge: 1438
Wohnort: Wien
austria.gif
Verfasst am: 12/11/2008, 17:30  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Wieso sollen Wir Uns jetzt von den Amis Genprodukte aufschwätzen lassen?! Ist doch ne Frechheit! Wir ham selbst genug an unbedenklichen Nahrungsmitteln, als ob Wir das notwendig hätten...

Mit blanker Erbostheit auf die EU spuckend,

mfg Peter
_________________
in dubio pro reo

Ist Deine Bude HD ready?!

Moral, Ehrgefühl und ein Gewissen - 3 Dinge, die einer Polizeikarriere im Wege stehen.
OfflineBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden  Display: 11693
Neues Thema eröffnenNeue Antwort erstellen



Software: p-h-p-B-B-2 plus 1 Punkt 5