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Versuchschemiker



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Verfasst am: 26/11/2004, 20:02  Titel:  Zeitzünder-Gemisch Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zeitzünder-Gemisch
Reaktion von Glycerin mit Kaliumpermanganat


Geräte:
Becherglas (100 ml)
feuerfeste Unterlage
Pipette
Spatel
Waage
eventuell Reibschale und Pistill.

Chemikalien:
Glycerin
Kaliumpermanganat
eventuell Magnesiumpulver

Sicherheitshinweise:
Kaliumpermanganat ist gesundheitsschädlich, brandfördernd und umweltgefährdend; Magnesiumpulver ist leichtentzündlich.

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Durchführung:
Man pulverisiert 10 g Kaliumpermanganat fein (z.B. in der Reibschale) und mischt es eventuell 5 g Magnesiumpulver in einem 100ml Becherglas, indem man das Becherglas vorsichtig schüttelt oder mit einem Spatel vorsichtig umrührt. Nach gutem Durchmischen formt man ein Häufchen aus dem Pulvergemisch auf einer feuerfesten Unterlage. Nun füllt man eine Tropfpipette mit einigen Millilitern Glycerin und träufelt zur Vorführung einige Milliliter auf das Pulvergemisch. Man sollte vermeiden, dass man zuviel Glycerin hinzugibt, da sonst das Pulvergemisch ertränkt wird. Nach der Glycerinzugabe tritt man zurück und wartet ab.

Beobachtung:
Nach ca. einer Minute beginnt das Gemisch zu rauchen und verbrennt zuerst etwas zögernd, dann aber in einer heftigen, mit einigen Funken begleiteten, Reaktion.


Image
Nach dem Zugabe des Glycerins beginnt das Gemisch an zu rauchen und brennt in einer heftigen Reaktion ab.


Erklärung:
Durch die Oxidation des Glycerins durch das Kaliumpermanganat findet eine starke Wärmeentwicklung statt, wobei Glycerin je nach Reaktionsbedingungen zu Kohlenstoffdioxid, Kaliumcarbonat und Wasser oxidiert werden kann und Kaliumpermanganat zu Kaliummanganat(VI), Braunstein und Mangan(III)-oxid reduziert wird:


C3H5(OH)3 + KMnO4 ---> CO2 / K2CO3 / H2O / K2MnO4 / MnO2 / Mn2O3


Die entwickelte Wärme ist irgendwann so groß, dass das Magnesiumpulver oxidiert werden kann:


5 Mg + 2 KMnO4 ---> 5 MgO +K2O + 2 MnO


Entsorgung:
Nach dem Abkühlen werden die Verbrennungsrückstände in Wasser gegeben und mit Natriumcarbonat versetzt. Die Flüssigkeit kann nach dem Sedimentieren über das Abwasser entsorgt werden, die Feststoffe als chemischer Sondermüll.
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