Versuchschemiker

Alter: 28
Hier seit: 14.10.2002
Beiträge: 93
Wohnort: Soltau

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Blaues Wunder - es kommt und geht
Geräte:
Becherglas (100 ml)
Messpipette
Schüttelzylinder (500 ml) oder Erlenmeyerkolben mit Stopfen (500 ml).
Chemikalien:
Glucose
Natriumhydroxid
Methylenblau
dest. Wasser.
Sicherheitshinweis:
Natriumhydroxid wirkt ätzend, Methylenblau ist gesundheitsschädlich. Zur Sicherheit sollte eine Schutzbrille verwendet werden.
Durchführung
Zu Beginn stellt man eine Methylenblaulösung her, indem man in einem Becherglas (100 ml) 0,1 g Methylenblau in 50 ml dest. Wasser löst. In dem mit 400 ml dest. Wasser gefülltem Schüttelzylinder gibt man 5 g Natronplätzchen und 40 g Glucose und wartet solange, bis sich beides gelöst hat. Danach fügt man mit einer Messpipette 5 ml der Methylenblaulösung hinzu. Nun wartet man ab, bis eine Veränderung eintritt und schüttelt dann den Schüttelzylinder.
Beobachtung:
Nach Zugabe der Methylenblaulösung wird die durch das Methylenblau gefärbte Lösung wieder farblos. Durch kräftiges schütteln wird die Lösung blau, wobei sie sich beim Stehenlassen wieder entfärbt.
Die farblose Lösung färbt sich beim schütteln blau. Nach einiger Zeit wird sie wieder farblos.
Erklärung:
Die Farbänderung beruht auf der Überführung von Methylenblau (blau) in die Leukoform (farblos), die vom Luftsauerstoff wieder in die blaue Form oxidiert wird. Die Glucose hat eine Aldehygruppe, die zur Carboxylgruppe oxidiert wird. Die Leukoform wird beim Schütteln vom Luftsauerstoff zu Methylenblau oxidiert:
Der Zeitpunkt, bei dem die durch Schütteln hervorgerufene Farbe wieder verschwindet, ist von der NaOH - Konzentration abhängig. Bei hoher NaOH - Konzentration erfolgt der Farbumschlag von blau nach farblos schneller, bei niedriger Konzentration langsamer. Der Vorgang des Färbens und des Entfärbens der Lösung kann beliebig oft wiederholt werden.
Entsorgung:
Die Lösungen können stark verdünnt über das Abwasser entsorgt werden.
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