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wieder_dabei_!



Alter: 37
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Verfasst am: 9/7/2012, 19:25  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

@ Eule,
damit triffst Du es ziemlich genau auf den Punkt auch wenn Dein Schlußsatz von reichlich Wut "überschattet" ist - zuviel Nachrichten schauen schadet der Gesundheit Smile .
EDIT: Uranylnitrat war schneller...

Wenn Ich jemanden nicht kenne, sei es auf der Straße oder in der Anonymität des www, dann kann Ich, und das ist doch Pflicht eines jeden Bürgers dem anderen gegenüber diesen vor Schaden zu bewahren.
Wenn dieser jemand nun etwas trotz Hinweisen auf die Gefährlichkeit seines Vorhabens nicht von eben diesem abzubringen ist so kann, nein, muss man dementsprechend handeln um den eventuell entstehenden Schaden, an sich selbst oder anderen, so gering wie möglich zu halten.

Mir wäre dieser Versuch jetzt(!)etwas zu brenzlig aber vor 20 Jahren hätte ich sicher auch meinen,
hoffentlich nur, Spass daran gehabt!
Du hast also deine "bürgerliche Pflicht" erfüllt - so sehe ich das.
Lassen wir mal BGB, StGB und Co. aus'm Spiel!!!

Für diesen Versuch würde ich allerdings kein normales Reagenzglas nehmen - gehen bei so was zu schnell kaputt und das kann dann sprichwörtlich ins Auge gehen.
Und aus reichlich Entfernung schöne kleine Mg-Kügelchen (max. 0,2-0,5mm) durch ein Glasrohr (~1m) langsam ins Glas etc. kullern lassen.

LG, Thorsten
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Uranylacetat



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Verfasst am: 9/7/2012, 20:34  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

@eule; wo kann ich Dein Statement unterschreiben? Very Happy Recht hast Du allemal!

Aus meinen "Chemische Experimente die gelingen" von Römpp/Raaf (1978):

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"Der einfachste Versuch, den man selbst gemacht hat, ist besser als der schönste, den man nur sieht." (Michael Faraday 1791-1867)

Alles ist Chemie, sofern man es nur "probiret". (Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832)

„Dosis sola facit venenum.“ (Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus 1493-1541)

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eule




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Verfasst am: 9/7/2012, 22:30  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

danke ihr lieben ob eurer zustimmung.
@ uranylacetat, an ebenjene (oder eine recht ähnliche) passage habe ich tatsächlich gedacht, als ich eine halbwegs gefahrlose versuchsdurchführung weiter oben skizzierte. ok, ich schrieb nicht tiegel, aber wenn ich nicht sehr irre müßte ein starkwandiges (schwerschmelzbares) probierglas die bei den angegebenen geringsten mengen auftretenden kräfte durchaus ertragen.
außerdem empfahl ich zumindest optional einen durchsichtigen splitterschutz zum davorstellen.
die leuchterscheinung sollte ja zur freude des experimentators deutlich erkennbar sein.
weiterhin empfahl ich einen langen löffel oder spatel, sodaß selbst die hände nicht in die unmitelbare nähe zum glas oder auch nur der öffnung gelangen.

sorry, wenn mein vom zorne ob der oftmals mehr als übertriebenen sicherheitsvorstellungen gewisser staatlicher funktionsträger geäußerter unmut ein wenig heftig ausfiel, die gemeinten sollten sich derartiges aber durchaus einmal gründlich durchlesen und den sinn und nutz solcher empörung aufs gründlichste durchdenken, denn es ist begründete kritik, die angesichts einer mehrere jahrzehnte währenden erfahrung und experimentalpraxis an den derzeit bestehenden regelungen hinsichtlich übergroß wahrgenommenem gefährdungspotetial geäußert wurde und auch weiterhin immer wieder werden wird.

meine referenz,

die eule
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Glauben ist exakt solange etwas Gutes, wie es die Angabe einer Wahrscheinlichkeitsabschätzung bezeichnet!

Wahnsinnig mag zutreffen, aber mein wahnsinn hat methode.

Schämen sollten sich die Menschen, die sich gedankenlos der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst. (A. Einstein)
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Uranylacetat



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Verfasst am: 9/7/2012, 23:07  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

@eule; ob ich nun ein schwer schmelzbares Probierglas oder einen Porzellan-Tiegel nehme, ist doch bei den geringen Salpeter doch egal... Wichtig sind nur Deine Sicherheitshinweise und das haste gut gemacht!

Magnesium dagegen und noch dazu feines Pulver ist nach meiner Erfahrung sehr kritisch. Ich erinnere an "Opas Blitzlichtpulver".

Nitrate geben ihren Sauerstoff ja nun nicht schnell ab; außer man mixt diese mit feinsten Metallpulvern. @eule, Du kennst sicher noch die Alubronze für die Ofenrohre? Das sehr stark und feinst stäubende Pulver habe ich mal - wohli n einem Anfall von gesteigertem Übermut - draußen mit Kaliumchlorat mixen wollen - einige Stäubchen druff; schon ging´s Feuerwerk ab. Bin noch nicht mal richtig zum Mixen gekommen.... soviel zu meinen Jugendsünden. Seit dem habe ich nie wieder "chlorsaures Kali" = Kaliumchlorat in der Hand gehabt...

An die Mitleser der "Staatssicherheit": Huhu, meine Jugendsünden sind schon über 30 Jahre her! Wink
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eule




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Verfasst am: 9/7/2012, 23:14  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

in diese Kategorie fällt wohl auch jene feine mischung aus zinkpulver, dem einen oder anderen Nitrat und ggf noch einem Zuschlag für die Flammenfarbe. da reicht dann schon gut feuchte luft, insb. wenn man chilesalpeter oder ammonsalpeter als hygroskopische komponente im mix hat. (bekannt als selbstentzündung durch wasser)
genauere angaben zur mixtur verkneife ich mir mal mit scheelem seitenblick auf die ordnungsmacht. Razz Evil or Very Mad
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Entropie

Was ist ein Superuser?


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Verfasst am: 9/7/2012, 23:28  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Timmyboy hat geschrieben:
also ganzehrlich, es kann sein, dass sich manche leute immer an gesetzte halten, ohne den sin zu hinterfragen. ich halte mich aber nur an gesetzte, die irgend nen sinn haben. und ein kleines rotfeuer zu verbieten finde ich ist mit das sinnloseste was es gibt. klar macht es sinn, das im kg-bereich zu verbieten, aber ein paar gramm, mein gott wie kann man sich so darüber aufregen.


Wir sind aber leider hier in Deutschland, wo Behörden traditionell als besonders strenge Obrigkeit daherkommen
und ihren Willen mit völlig überzogenen Strafen erzwingen. Bis zu dem Gesetzgeber hat sich leider noch nicht
herumgesprochen, dass eine Menge von 2 Gramm Wunderkerzensatz harmlos sind, 2 Gramm so einer
Rotfeuermischung bei halbwegs sachgerechtem Mischen nach einer Anleitung aus einem Fachbuch ebenso
und im Grunde das Anzünden jedes kommerziellen Klasse I oder II-Feuerwerkskörpers ggf. aufgrund
von Produktionsfehlern deutlich gefährlicher ist. Die tun so, als drohe wegen so einem Experiment gleich
die gesamte Nachbarschaft in die Luft zu fliegen, weil die Mischungen -grosses Erschaudern bei
der Politik und Justiz- "hergestellt" werden und "nicht von einer Behörde zugelassen" wurden, was
seit Ende 1976 automatisch entsprechende Erlaubnisparagraphen im Anti-RAF-Spst-Recht triggert,
so sinnlos und übertrieben das auch sein mag.

Zitat:

Huhu, meine Jugendsünden sind schon über 30 Jahre her!


Als Jugensünden würde ich Experimente a la Römpp/Raaf nicht bezeichnen. Das waren (und sind eigentlich)
legitime wissenschaftliche Experimente! Von Gemischen mit KClO3 und Al würde ich allerdings dringend
abraten, da das viel gefährlicher ist.
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Uranylacetat



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Verfasst am: 10/7/2012, 00:33  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

@Entropie: de Experimente a la Römpp/Raaf meine ich auch nicht; sondern meine eigens erweiterten Expis... Wink

Ich sammele auch sehr gern historische und ältere Experimentierbücher; kann deshalb bestätigen, dass die Bücher von Römpp/Raaf und Waselowsky zu den wohl besten Büchern des 20 Jahrhunderts gehören! Aber auch Kemper und Greil waren gut!

Seit meinen o. g. "funkensprühenden" Schlüsselerlebnis habe ich es auch bis heute nicht gewagt, aus "chlorsaurem Kali" Sauerstoff darzustellen - wie es oft in Büchern aus´m 19. /Anfang des 20. Jhdts. - beschrieben steht. Rolling Eyes Dafür gibt´s ja nun harmlosere Alternativen... Wink
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Verfasst am: 10/7/2012, 01:24  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

auch wenn die von @entropie und anderen geäußerten bedenken ob der legalität solcher versuche berechtigt und angesichts einer vielfach getadelten "kontrollwut" behördlicherseits absolut gerechtfertigt sind. so sollte es doch vordringlichstes bestreben sein, unseren jungen mitinteressenten an einem der erbaulichsten themen des wissens, nämlich der chemischen wissenschaft, jeden nur verfügbaren vortrieb zu leisten. es sind gar wenige und jene wollen wir im geiste der freien wissenschaft durch hinweise und anleitung sicher auch durch vllt. von gesetzesseiten mißliebige und dennoch notwendige grundversuche führen. niemals wird wohl ob jenes einmal ausgeführten experimentes der threaderöffner die gefahren durch vermengte metalle und oxidationsmittel zu gering einschätzen, hat er doch selbst im sicheren versuche erfahren, wie heftig solch eine vermählung dieser stoffe sich gestaltet.
möge er fortan mit umsicht und bedacht auch alle weniger spektakulären versuche mit spannung durchführen.
(klingt etwas schwülstig, aber vllt liest ja ein kundiger behördlicher daran und versteht endlich, daß es sinnvoll ist, die gramm-mengen auch der derzeit unerwünschten substanzen freizugeben, damit nicht immer wieder harmlose kunden sich beim kaufe von, angesichts der ständig schärferen gesetze und abgabevorschriften vorausplanend, vieljahresvorräten an grundsubstanzen einem verdacht der terroristischen verstrickung ausgesetzt sehen.)
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