۞ Versuchschemie.de :: - Auftauen von Gefriergut in kaltem Wasser?
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Wirehead



Alter: 16
Hier seit: 13.02.2007
Beiträge: 1488
Wohnort: Trier
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Verfasst am: 18/4/2010, 14:22  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Naja, schutzatmosphäre ist relativ, sagen wir verminderter sauerstoffgehalt...
Energetisch sinnvoller ist das mit dem auftauen in wasser auf jedenfall erstens kosten 2L Wasser grade mal nen cnt und zweites durch die vergrößerung der oberfläsche ist der wärmeübergang zur umgebung auch besser.
Die Microwelle auch beim auftauen von gefrohrenem nicht sehr effizient. Da landet bis das eis geschmolzen ist nur etwa 5% elektrisch aufgebrachte Leistung im Fleisch, der Rest geht in form rücklaufender Leistung als wärme ab. Bei ner guten MW...
_________________
...enthält 72% des empfohlenen Tagesbedarfs an natürlichem Asbest.

Die Bitterkeit schlechter Qualität hält noch lange an, wenn die Süße des Preises längst verflogen ist...
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crazyman




Hier seit: 25.03.2007
Beiträge: 732

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Verfasst am: 18/4/2010, 14:28  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Vielleicht auf weil verschiedene "Geschmacksstoffe" aus dem Fleisch schneller gelöst werden und es verwässert, ist aber nur ein Ansatz.
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Helveticus




Hier seit: 01.07.2012
Beiträge: 1
Wohnort: Bern
switzerland2.gif
Verfasst am: 1/7/2012, 18:05  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

MasterOfDisaster hat geschrieben:
Klingt für mich genau so plausibel, wie Speisen nach dem Verlassen der Mikrowelle eine halbe Minute stehenzulassen, "damit die Strahlung abklingen kann" (Aussage meiner Mutter, die diese Weisheit wiederum von einer Arbeitskollegin, offenbar mit kernphysikalischem Fachwissen, erhalten hat).



Das kann ich beantworten, es geht nicht um Strahlen, sondern um die Wärmeverteilung. Als Beispiel, nimm eine Suppe die voll gefroren ist, stell sie in die Miktowelle und heize sie so auf, dass sie aufgetaut aussieht. Nun wirst du mitten drinn noch schwimmende Eisstücke haben, da sich die Wärme noch nicht genügend verteilt hat. Das war in den Anfangszeiten der Mikrowelle ein häufiger Fehler. Darum der Rat das Gargut etwas stehen zu lassen, damit die die Erhitzung besser verteilen kann. Vor allem ältere Geräte hatten eine sehr unregelmäßige Wärmeverteilung wegen der Antennenform. Darum gibt es heute auch Geräte mit Drehteller oder drehenden Antennen.
Gruß

Helveticus
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Timmyboy



Alter: 20
Hier seit: 05.04.2012
Beiträge: 89
Wohnort: Deutschland
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Verfasst am: 1/7/2012, 19:51  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

das mit dem " strahlung abklingen lassen " ist trotzdem ne mega coole aussage xD ich hätt mich beömmeln müssen^^
_________________
Die "Wissenschaftssendung" Galileo ist für die Wissenschaft das, was Homöopathie für die Medizin ist.
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MasterOfDisaster




Hier seit: 08.06.2004
Beiträge: 6605

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Verfasst am: 1/7/2012, 21:49  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ich bewundere immer wieder mit Erstaunen, wie Leute ihr Essen in die Mikrowelle stellen und 3-5 Minuten Vollgas geben. Resultat: das Essen ist oberflächlich vertrocknet bis verkohlt und in der Mitte kalt wie Eis am Stiel !
Hat schon seinen Grund, warum die Mikrowelle verschiedene Leistungsstufen und damit eine mechanische PWM-Regelung besitzt. Noch effektiver ist es allerdings, das Essen während des Erwärmens 1-2 Mal durchzurühren.
Größter Nachteil der Mikrowellenstrahlung ist ihre geringe Eindringtiefe in wasserhaltiges Material. Das umreissen die meisten Mikrowellenverwender komischerweise nicht.

Um das zu kapieren, muss man aber kein Kernphysiker sein - oder ? Wink
_________________
"Hobbyislamchemikerterroristen rühren ultragiftigen Hochbrisanznuklearsprengstoff nach Anleitungen aus dem Dark-Internet und Geheim-Chemiebüchern multimegatonnenzentnerweise in der Badewanne und im Swimmingpool an und konsumieren nebenher selbstlaborierte Rauchhaschwahngiftspritzen" -- Obtainium
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pst69de



Alter: 45
Hier seit: 24.03.2012
Beiträge: 151
Wohnort: Karlsruhe
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Verfasst am: 3/7/2012, 23:38  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Die Verwendung von kalten Wasser hat tatsächlich zweierlei Gründe:
1. die mikrobiologische Benetzung kann nie vollständig ausgeschlossen werden, gerade die Oberfläche, die zuerst taut sammelt das meiste, da viele Mikroorganismen auch noch aerob am besten "leben".
2. sind Feststoffe zumal organischer Natur schlechte Wärmeleiter, sprich bis der Kern auch getaut ist vergeht schon mal ein ganzes Weilchen, egal ob kaltes oder warmes Wasser (die Flüssigkeit kann durch Umwälzmöglichkeit wesentlich schneller die Wärme herantransportieren, als sie durch den Feststoff transportiert wird).

Kombiniert man 1. mit 2. wird schnell klar bei welchen Bedingungen der "Verderbnisprozess" am weitesten fortschreitet.

Da ich das Hack in der Regel ohnehin brate, behelfe ich mir beim Auftauen meist mit der Mikrowelle, oder helfe bei niedriger Pfannentemperatur mechanisch nach.
_________________
"Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius NULL. Und das nennen sie ihren Standpunkt." (Albert Einstein)
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