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faberferrarius



Alter: 28
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Verfasst am: 10/11/2008, 23:18  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Methylars hat geschrieben:
40K hat eine Halbwertzeit von 1,277 · 109 Jahren.Tritium ist da mit ~12,4 Jahren deutlich aktiver.Also leider "nix mit leucht" Wink auch wenn die Idee interessant ist.
Man könnte vielleicht einen Aufbau "Marke Rutherford" versuchen mit einem Leuchtschirm im Vakuum...


Es ist aber durchaus möglich mit stark erzhaltiger Uranpechblende und dotiertem Zinksulfid eine Art Nachtlicht zu bauen. Allerdings ist die Lichtemission derart schwach, das es nur bei dunkel adaptiertem Auge wahrnehmbar ist, und dann auch so schwach, das man nix effektives damit anfangen kann.
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Chemie-chopf




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Verfasst am: 21/5/2012, 19:41  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hallo zusammen
Ich habe keinen Schimmer ,wie man verschiedene Isotope trennen kann . Algemein habe ich mit diesen Isotopen nicht so viel zu tun. Aber seit ich diesen Beitrag hier gelesen habe ,würde ich echt gerne wissen wie man diese Isotope trennen kann. Kann mir das jemand vielleicht ein bischen detaillierter sagen wie man dies anstellen könnte?
Und wo hat es am meisten K40 enthalten?

Besten dank im voraus !!
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Peter




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Verfasst am: 21/5/2012, 20:04  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ohne sehr großen technischen Aufwand ist es als Privatperson wohl nahezu unmöglich, die Kaliumisotope 39,40 und 41 voneinander zu trennen. Chemische Methoden werden wohl versagen, möglich wäre es mit physikalischen Verfahren.

Zum Bsp. könnte man, ähnlich wie bei der Urananreicherung, Kaliumdampf in einer Gaszentrifuge auftrennen. Wesentlich schneller und sauberer geht die Trennung mit einem Massespektrometer...allerdings ist die Trennleistung bezogen auf die Stoffmenge sehr, sehr gering....
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Chemie-chopf




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Verfasst am: 21/5/2012, 20:17  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Und wenn ich ein Neodymsalz auftrennen möchte?
Denn da sind die Isotope fast alle nahezu gleich enthalten. ( relativ gross )
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Neptunium




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Verfasst am: 21/5/2012, 20:37  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Im Hobbylabor kann man Tritium durch Tieftemperatur-Elektrolyse anreichern. Im Eiswasser zersetzt sich praktisch nur das Wassermolekül mit dem leichten Isotop. Deuterium und Tritium werden nahezu quantitativ angereichert.
Eine praktisch nutzbare Menge oder Konzentration wird man wohl nicht erreichen - dazu ist die "natürliche" Konzentration im Wasser zu gering. Aber wenn jemand die Möglichkeit hat Tritium zu messen ist es ein interessantes Experiment.

Technisch genutzte stabile Isotope wie Li-6/Li-7 oder B-10 werden meines Wissens durch Ionenchromatographie getrennt. Angeblich ganze Hallen mit Ionenaustauschern in kilometerlangen Rohren - der Ehrlichkeit halber: nur gehört, kein gesichertes Wissen.
Die letzte Anreicherung die Schlagzeilen gemacht hat war die Herstellung von isotopenreinem Si-28 zur Neudefinition des Kilogramms. Aber das wurde über das Tetrafluorid in einer russischen Gaszentrifugenanlage gemacht.
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Neptunium




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Verfasst am: 21/5/2012, 20:43  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ach - zum Neodym: Der relative Unterschied zwischen den Isotopen ist bei den schwereren Elementen ja geringer - groß ist also ein Nachteil.

Und zum K-40: Das ist noch von der Entstehung der Erde übrig, also praktisch überall das gleiche Isotopenverhältniss.
Regionale Unterschiede gibt es z.B. im Isotopenverhältniss von B-10/B-11. Borax kommt ja in ausgetrockneten ehemaligen Salzseen vor, da gab es wohl Geschwindigkeitseffekte beim Auskristallisieren.
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Chemie-chopf




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Verfasst am: 21/5/2012, 21:30  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Danke!
Aber trotzdem erstaunlich , dass das Neodym zu ~23% aus dem radioaktiven Nd144 besteht Shocked Confused Wink
Gruss
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Neptunium




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Verfasst am: 22/5/2012, 11:34  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Chemie-chopf hat geschrieben:
Danke!
Aber trotzdem erstaunlich , dass das Neodym zu ~23% aus dem radioaktiven Nd144 besteht Shocked Confused Wink
Gruss

Naja, da zerfällt alle Viertelstunde mal ein Atom - radioaktiv ist schon sehr wohlwollend ausgedrückt.
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Chemie-chopf




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Verfasst am: 22/5/2012, 13:14  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Neptunium hat geschrieben:

Naja, da zerfällt alle Viertelstunde mal ein Atom - radioaktiv ist schon sehr wohlwollend ausgedrückt.

Ja ja schon gut ich nimm's zurück Smile . Viertelstunde schon nicht gerade .Aber auf jeden Fall extrem wenig mit den x- Jahren Zerfall.
Ich habe mir das halt nie richtig angeschaut wieviele verschiedene Isotope das in manchen Sachen drin sind. Echt cool diese Isotope !! Trotzdem Wink
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Thorsten



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Verfasst am: 22/5/2012, 13:20  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Die spezifische Aktivität liegt bei ca. 1000kg pro micro Curie. Ausserdem handelt es sich um einen Alphastrahler. Alphastrahler haben bekanntermassen kaum eine Reichweite. Die Halberwertszeit liegt weit jenseits 1 Mrd Jahre.

Bei den meisten Isotopen mit langer Halbwertszeit, sind die chemischen oder physikalischen Gefahren größer als die Gefahrungen durch Strahlung. Bekanntestes Beispiel: U-238. Als Schwermetal gefährlich, aber in laborüblichen Mengen kaum Aktivität. Bei großen Mengen Nd würde ich mir eher Sorgen um die ganz praktische Handhabung machen. Wenn man wirklich mehrere Tonnen Nd bewegt, kann man Bsp. von Nd Barren erschlagen werden.

Solltest du mal einen Geigerzähler bekommen, kannst du ja mal im Badezimmer messen gehen. Wobei man hier aber nicht die Zahl der Signale, mit der Energie die in den Körper gelangt gleichsetzen darf. Es kann auch sehr viele Signale geben, die aber kaum Energie abgeben.
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- Darf ich Ihnen mein Herz zu Füßen legen.
- Wenn Sie mir meinen Fußboden nicht schmutzig machen.
- Mein Herz ist rein.
- Das werden wir ja sehn.
- Ich kriege es nicht heraus.
- Wollen Sie, daß ich Ihnen helfe.
- Wenn es Ihnen nichts ausmacht.
- Es ist mir ein Vergnügen. Ich kriege es auch nicht heraus.
- heult
- Ich werde es Ihnen herausoperieren. Wozu habe ich ein Taschenmesser. Das werden wir gleich haben. Arbeiten und nicht verzweifeln. So, das hätten wir. Aber das ist ja ein Ziegelstein. Ihr Herz ist ein Ziegelstein.
- Aber es schlägt nur für Sie.
Heiner Müller
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Chemie-chopf




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Verfasst am: 22/5/2012, 13:41  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Habe nochmal nachgeschaut. 2,93Biliarden Jahre dauert der Zerfall.
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Entropie

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Verfasst am: 23/5/2012, 00:43  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Chemie-chopf hat geschrieben:
Habe nochmal nachgeschaut. 2,93Biliarden Jahre dauert der Zerfall.


Du kannst ja mal ausrechnen, wieviel Tropfen (oder Milliliter) Milch aus dem Supermarkt so radioaktiv sind wie ein Barren Nd...
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Neptunium




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Verfasst am: 23/5/2012, 14:22  Titel:  Neptunium Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Thorsten hat geschrieben:
Bei großen Mengen Nd würde ich mir eher Sorgen um die ganz praktische Handhabung machen. Wenn man wirklich mehrere Tonnen Nd bewegt, kann man Bsp. von Nd Barren erschlagen werden.
Beim Neptunium muss ich schon aus rein persönlichen Gründen auf eine naturwissenschaftlich korrekte Aussage dringen.
Bei Neptunium wird es sich vermutlich um Np-237 handeln. Das ist einerseits ein Alphastrahler, andererseits aber sowohl ein spontanspaltendes Isotop als auch zur Kettenreaktion fähig. Die kritische Masse beträgt in der optimalen Geometrie etwa 60 kg. Shocked
Eine Anhäufung von Tonnen dürfte kaum möglich sein ohne dabei unbeabsichtigt eine kritische Geometrie zu erreichen. Selbst wenn das gelänge dürften der Neutronenfluß und die Gamma-Strahlung aus den spontanen Spaltung und den unterkritisch induzierten Spaltvorgängen auf ein unverträgliches Maß ansteigen.

Es hat keine praktische Bedeutung, aber ich fühle mich genötigt meinem Avatar gerecht zu sein Cool
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