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CFXT




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Verfasst am: 11/4/2012, 14:09  Titel:  Oxidationszahlen Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Kann mir vlt jemand erklären was man unter Oxidationszahlen oder -stufen versteht?
Oder ist das so, dass man einfach pro "O" plus eins zählen muss?
Ich weis ja, dass Stickstoff erstickend wirkt. So auch beim feuer. Kann man das auch so sehen, dass ein "N" ein "O" abzieht?

mfg CFXT
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Schwefelsulfid



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Verfasst am: 11/4/2012, 14:13  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Oxidationszahlen sind gedachte Ladungszahlen, die zum Beispiel für Berechnungen bei Redoxreaktionen gebraucht werden. Hier wird das Thema ganz gut erklärt:  http://www.chemgapedia.de/vsengine/fulltext/de/index.html?query=oxidationszahlen&x=0&y=0&page=0
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Neptunium




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Verfasst am: 11/4/2012, 14:53  Titel:  Re: Oxidationszahlen Antworten mit ZitatNach untenNach oben

CFXT hat geschrieben:
Ich weis ja, dass Stickstoff erstickend wirkt. So auch beim feuer. Kann man das auch so sehen, dass ein "N" ein "O" abzieht?

Solche Allegorien sollte man am Besten ganz lassen. Sie werden meist falsch verstanden und führen auch nicht zum besseren Verständniss der eigentlichen Frage.

Mit Ausnahme der Edelgase: Ein Atom kann Elektronen aufnehmen oder Elektronen abgeben. Eines oder mehrere.
Die Anzahl dieser aufgenommenen oder abgegebenen Elektronen ist die Oxidationszahl.

Etliche Elemente können in mehreren Oxidationsstufen vorkommen: man lernt das in der Regel bei Stickstoff, Schwefel und Phosphor, aber z.B. auch bei einigen Metallen. Da hilft im ersten Moment nur das an einigen Beispielen zu lernen - also mal Sulfid, Sufit, Sulfat / Nitrid, Nitrit, Nitrat büffeln.
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Heliumbromid



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Verfasst am: 11/4/2012, 15:08  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Wichtig ist noch zu sagen, dass Oxidationszahlen nichts mit Sauerstoff zu tun haben, auch wenns von Oxygenium kommt... Vereinfacht kann man sagen, dass ein Element das eine hohe Elektronegativität hat ein anderes mit einer niedrigeren EN Oxidieren kann. Dann gibt es noch Regeln die man lernen kann, die das ermitteln von Ox.-Zahlen erleichtern, z.B. hat Wasserstoff fast immer +I, Sauerstoff -II, Fluor -I. Diese Regeln treffen auf die meisten Moleküle zu. Außerdem muss die Summe der Ox.-Zahlen in einem Molekül immer 0 sein. (Aber nicht bei Ionen!)
Und natürlich hat Neptunium recht, da hilft meistens nur Auswendiglernen... ^^
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Das, wobei unsere Berechnungen versagen, nennen wir Zufall.
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Neptunium




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Verfasst am: 11/4/2012, 19:01  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Wenn man die Elektronenkonfiguration mal "gefressen" hat, wird es leichter.

Mein persönlicher Tip: Liebe Berta bitte (c)komm nicht ohne frische Negerküsse.
Die zweite Zeile im Periodensystem. Da kann man die Elektronen noch an den Fingern abzählen.
Also: Stickstoff hat außen 5, die können maximal abgegeben werden oder es können 3 aufgenommen werden um eine 8-er Schale voll zu machen.
Das sollte einfach sitzen, für diese 8 Elemente. Vorher nichts anderes anschauen.
Ist auch nicht soo schwer. Lithium hat außen ein Elektron, was soll es schon anderes machen als dieses eine abzugeben? und so weiter.

Wenn man senkrecht runter jeweils 1-2 Elemente zumindest sicher mit Namen weiß, dann hat man es eigentlich schon geschafft.
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CFXT




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Verfasst am: 11/4/2012, 20:02  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Mann ;D da lag ich ja völlig daneben!! Embarassed

Das heißt, dass z.B. Lithium die Oxidationszahl eins hat. Weil es ein Elektron abgibt. (Metalle geben ja sowieso ab)

Und Chlor? vlt -1 ?, weil die Nichtmetalle ja aufnehmen und es ja unlogisch wäre, dass Chlor dann 7 Elektronen abgibt.
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Heliumbromid



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Verfasst am: 11/4/2012, 20:12  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ja Chlor ist ein Oxidationsmittel, nimmt also meistens ein Elektron auf... Aber bei Chlor gibt es viele wichtige Verbindungen, bei denen das nicht zutrifft, z.B. Chlorate, in denen es in der Ox-Stufe +V vorliegt... (Weil Sauerstoff eine höhere EN hat.)
Aber in den meisten anderen Salzen ist es der Oxidator, z.B. in Verbingung mit Alkali-, oder Erdalkalimetallen.
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Neptunium




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Verfasst am: 12/4/2012, 10:00  Titel:  Oxidationszahlen Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Weiter rechts hilft nur lernen. Wenn Du Dich auf Stickstoff, Phosphor, Schwefel und Chlor konzentrierst dann ist das aber zu schaffen und es wird Dir auf diesem Gebiet nicht mehr so leicht was passieren.

Nochmal zum Chlor:
Chlor nimmt gern ein Elektron auf, füllt damit seine Außenschale von 7 auf 8 auf und ist dann Cl-

Es kann von seinen Außenelektronen jedoch auch welche abgegen - aber nicht unbedingt alle auf einmal - und dann als Chlorit, Chlorat und Perchlorat - also in verschiedenen Oxidationsstufen vorliegen.
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eule




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Verfasst am: 12/4/2012, 10:53  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Son bischen kann man aus der Stellung im PSE auf die Elektronegativität schließen Wink von links nach rechts nimmt die Elektronegativität allgemein zu, außerdem von unten nach oben.
So ist Li weniger elektronegativ als F und H ist elektronegativer als Li, dieses als Na usw. F ist elektronegativer als Cl, dieses als Br usw.
F ist als elektronegativstes Element wohl kaum mit chemischen mitteln zu oxidieren.
Die Edelgase reihen sich nicht wirklich in dieses Muster ein. Wie elektronegativ sich zb ein stoßionisiertes Helium benimmt wäre sicher einmal eine Untersuchung wert. bzw hat sich mal jemand über die chemischen eigenschaften von alpateilchen ausgelassen?
Von den höheren Edelgasen sind teils durchaus Verbindungen mit Sauerstoff und Halogenen bekannt.
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Glauben ist exakt solange etwas Gutes, wie es die Angabe einer Wahrscheinlichkeitsabschätzung bezeichnet!

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Schämen sollten sich die Menschen, die sich gedankenlos der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst. (A. Einstein)
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Chemie-Scout



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Verfasst am: 12/4/2012, 16:32  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

eule hat geschrieben:
F ist als elektronegativstes Element wohl kaum mit chemischen mitteln zu oxidieren.


Kann es überhaupt echte Verbindungen (also kein exotisches, vielleicht existentes, isoliertes Ion a là F2+) geben, in denen Fluor oxidiert vorliegt? Ich meine nein. Eben weil es des elektronegativste Element ist.

Außerdem lautet die erste Regel zum Ermitteln der Oxidationszahlen:

Fluoratome haben immer die Oxidationszahl -I, wenn man mal vom elementaren F2 absieht, aber das sollte sich von selbst verstehen. Andere Möglichkeiten sollte es bei Fluor nicht geben.

Sauerstoff hingegen gibt es sogar als +II, nämlich in OF2, einem der stärksten Oxidationsmittel, aber auch dort hat Fluor -I.
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