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tribe




Hier seit: 01.03.2010
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Verfasst am: 22/11/2011, 11:13  Titel:  Labornetzteil Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hallo Smile

Ich möchte mir für Elektrolysen ein Labornetzteil zulegen.
Selstbau kommt ausdrücklich nicht in Frage.

Ist dieses hier brauchbar?
 http://www.graupner.de/de/products/294a2a60-66ab-4547-b822-8ff610f392e4/6458/product.aspx

Da ich am Anfang eines Chemiestudiums bin frage ich mich, was gibt es denn ausser Elektrolysen noch für Einsatzzwecke für so eine Stromquelle? Und ärgere ich mich dann vielleicht irgendwann mal mir nicht ein stärkeres zugelegt zu haben.

Freue mich auf Antworten Smile

LG tribe
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eisensäure




Hier seit: 07.03.2007
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Verfasst am: 22/11/2011, 14:30  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Die Anforderungen für eine Elektrolyse sind doch überschaubar: Regelbarer Strom in angemessener Stärke und dauerhafte Kurzschlußfestigkeit. Restwelligkeit oder hochfrequenter Müll (bei einem Schaltnetzteil garantiert!) stören nicht weiter solange man keine echte Wechselspannung am Ausgang hat (die eignet sich nur um Elektroden auflösen) sondern nur eine pulsierende Gleichspannung.
Ist hier alles gegeben, von daher sieht das erstmal o.k. aus. Vielleicht findest Du noch Testberichte dazu. Das Problem sind die billigen China-Netzteile, die zwar prinzipiell funktionieren, wo aber die Bauteile und Kühlkörper viel zu klein dimensioniert sind und das Ding daher am Anschlag arbeitet und entsprechend schnell den Geist aufgibt.

Und: Dass nichtmal Angaben über die Restwelligkeit und Regelgeschwindigkeit gemacht werden deutet darauf hin dass diese Parameter grottig sind. Daher handelt es sich hier *nicht* um ein Labornetzteil. Das ist was für's Grobe und sollte nicht auf Feinelektronik losgelassen werden.
_________________
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Wirehead



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Verfasst am: 22/11/2011, 21:45  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
dauerhafte Kurzschlußfestigkeit


Ist das wichtigste und seltenst anzutreffenste Feature. Es ist hier anwendungsrelevant und hebt den Preis spürbar, zu Recht.
_________________
...enthält 72% des empfohlenen Tagesbedarfs an natürlichem Asbest.

Die Bitterkeit schlechter Qualität hält noch lange an, wenn die Süße des Preises längst verflogen ist...
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Oldtimer



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Verfasst am: 29/11/2011, 01:28  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Google mal danach:

schaltnetzteil 40a 3-15v sps 9400

gibts ab ca. € 145,-.

Ähnliche Geräte habe ich auch noch mit 25 und 60A gesehen.

Wichtig für Elektrolysen ist, dass Du auch ein bisschen höhere Ströme auf die Beine bringst, deshalb ist alles in der 10 - 15A - Klasse m.E. nicht übertrieben brauchbar.

Noch ein Tip: diese Schaltregler sind oft im Leerlauf ziemlich mies in ihren Regeleigenschaften. Da eine Elektrolysezelle eine hoch nichtlineare Last darstellt, macht es Sinn, dem Netzteil eine Grundlast in Form eines Leistungswiderstandes von z.B. 10 Ohm / 15Watt zu verpassen.

Falls Du weniger als die 3 V brauchst (erst mal mit der Grundlast messen, wie weit runter das Teil wirklich geht), schalte 2 - 3 dicke Dioden in Reihe.

Grüße,
Oldimer
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wieder_dabei_!



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Verfasst am: 29/11/2011, 12:17  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Von diesem Teil muss ich leider "abraten" da die Regler eine echt miese (noch nett gesagt) Qualität haben -
Abhilfe schafft hier nur: Schaltplan nehmen und die beiden Regler gegen höherqualitative ersetzen...

Ich habe ein ähnliches dieser Serie und die Regler waren nach 3 Monaten hin.
Was den Rest der Elektronik anbetrifft kann ich nichts sagen da dieser Teil "noch" einwandfrei funktioniert.
Und kurzschlussfest ist das Teil schon - lief mal fast 'ne ganze Nacht kurz - alles ok!
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eule




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Verfasst am: 29/11/2011, 12:36  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

oh man, wenn du günstig und mit wenig aufwand nen brauchbares labornetzteil willst achte doch einfach in der nxt zeit mal darauf, wer in deiner umgebung gerade mal wieder nen ollen compi wegschmeißen will. da schraubst du das netzteil raus, das hat nen netzschalter und es hängen nen paar kabel raus. die schwarzen sind immer masse, die roten +5V und die gelben +12V. ohne welligkeit, und so weiter, die dinger liefern ohne probs bis zu 30 A auf der roten achse, zumeist immerhin 12 bis 15 A auf der gelben. wenn du außerdem immer nen schutzwiderstand zwischen deine anwendung und den pluspol hängst kriegst du dann auch nicht so schnell nen kurzen.
auf die weise kommt man quasi zum nulltarif an nen gutes labor-NT.
was die steckerbelegung und so kleine feinheiten wie den eingebauten lastschalter angeht guck doch einfach nmal bei wikipedia, da ist das nämlich gut dokumentiert.
außerdem wurde das hier im forum auch schon mehrfach diskutiert und soweit ich es erinnere gas auch irgendwo ne relativ ausführliche anleitung
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Glauben ist exakt solange etwas Gutes, wie es die Angabe einer Wahrscheinlichkeitsabschätzung bezeichnet!

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Schämen sollten sich die Menschen, die sich gedankenlos der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst. (A. Einstein)
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wieder_dabei_!



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Verfasst am: 29/11/2011, 15:45  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ja, so ein PC-Netzteil lässt sich ganz gut als 08/15-LN recyclen.
Man sollte allerdings darauf achten immer schon eine Grundlast dem ganzen parallel zu schalten da die Teile im Leerlauf anfangen zu spinnen.
3,3 Volt sind dort ja auch noch zu haben (orange).

Allerdings hat so ein PC-NT keine Strombegrenzung - die sollte man dann für kleines Geld selbst bauen da so ein NT auf 5V meistens nicht mehr als 160 - 200W, je nach NT, bringt. Steht aber meistens alles auf dem NT drauf.
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eisensäure




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Verfasst am: 29/11/2011, 20:06  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ein PC-Netzteil eigent sich m.M. nur bedingt für Elektrolysen. Wenn der ohmsche Widerstand halbwegs konstant ist geht das. Wenn nicht, etwa wenn man Manganat zu Permanganat oxidieren will, kann man so eine Zelle zumindest nicht unbeaufsichtigt lassen da sie im Nu überkocht. Der Widerstand ändert sich ja durch die wechselnde chemische Zusammensetzung und Temperatur der Lösung. Eigentlich braucht's da eben *kein* Labornetzteil, sondern eine Konstantstromquelle.

Inwieweit in PC-Netzteil dauerhaft kurzschlußfest ist, wäre auch noch eine Frage. Zumindest die Low-ESR-Ausgangselkos werden den Kurzschluß nicht lustig finden.

Eine Kurzschlußsicherung ist allerdings sehr schnell auf einer Lochrasterplatine aufgebaut: Shunt-Widerstand mit Transistor drüber, sodass dieser leitet wenn der Spannungsabfall >0.6V wird. Bei einem 0.1R-Widerstand wäre das bei 6A der Fall. Die Transe trennt dann über ein Relais die Zelle einfach vom Netzteil; so entladen sich auch nicht mehr die Ausgangselkos was bei rein elektronischen Sicherungen immer der Fall ist.
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Amorphobot
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Verfasst am: 11/12/2011, 13:39  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ich halte solche PC-Netzteile für sehr geeignet. Die werden ja auch extra getestet auf Kurzschlussfestigkeit und solche Sachen wegen der empfindlichen Hardware.
Für 70€ kenn ich ein sehr gutes Netzteil, das auf einer 12V Schiene konstant 52A liefern kann. Es ist eigentlich ein 650W Netzteil, hielt aber im Test auf einer längeren Dauerbelastung von 1000W stand...
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Organikus



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Beiträge: 468

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Verfasst am: 29/2/2012, 17:00  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Amorphobot hat geschrieben:
Ich halte solche PC-Netzteile für sehr geeignet. Die werden ja auch extra getestet auf Kurzschlussfestigkeit und solche Sachen wegen der empfindlichen Hardware.
Für 70€ kenn ich ein sehr gutes Netzteil, das auf einer 12V Schiene konstant 52A liefern kann. Es ist eigentlich ein 650W Netzteil, hielt aber im Test auf einer längeren Dauerbelastung von 1000W stand...


Dann mach mal bitte Werbung dafür, da ich auch ein NT für Laborzwecke suche =)

lg
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Wirehead



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Verfasst am: 29/2/2012, 18:13  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Es ist eigentlich ein 650W Netzteil, hielt aber im Test auf einer längeren Dauerbelastung von 1000W stand..


Da fragt man sich gleich ob das ein Bug oder ein Feature ist. Ich denke mal da wurde kurzerhand der Überlastungsschutz von unserem gelben Freund unterschlagen...
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Amorphobot
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Hier seit: 03.08.2011
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Verfasst am: 2/3/2012, 23:38  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Nein, es wurde von einem Magazin getestet. Es wird nunmal in der Riege der 650W-Netzteile verkauft, aber die Tester lobten, dass es auch locker 1000W standhielt ohne nennenswerte Überhitzung. Also eigentlich ein getarntes 1000W Netzteil. Kein Bug.
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Kohlenstoffkarbid




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Verfasst am: 3/3/2012, 00:40  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Nein, es wurde von einem Magazin getestet. Es wird nunmal in der Riege der 650W-Netzteile verkauft, aber die Tester lobten, dass es auch locker 1000W standhielt ohne nennenswerte Überhitzung. Also eigentlich ein getarntes 1000W Netzteil. Kein Bug.


In Anbetracht der Tatsache, dass es Jahreszeiten gibt, sollte jedes Netzteil oder sonstige Gerät bei Normaltemperatur mehr abkönnen als angegeben. Außerdem sollte es Standard sein, dass ein kleiner Spielraum vorhanden ist, damit nicht schon eine isolierende Staubschicht zum einschränken der Leistungsbereitschaft reicht. Anderenfalls würden solche Geräte eine sehr kurze Lebensdauer haben und sie könnten im Sommer keine volle Leistung mehr bieten. Ein gutes Beispiel ist Vadders 33 VA Eisenbahntrafo von Piko aus DDR Zeiten, dem ich damals zeitweilig auch über 150 VA Leistung entzogen hab ohne dass das Gerät Schaden genommen hat. Lediglich die Sicherung musste fachmännisch durch ein Knäul Aluminiumfolie ersetzt werden.
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Die Natur ist voll Gefahren! Giftige und berauschende Pflanzen und gefährliche Tiere lauern überall. Tod und Abhängigkeit sind die Folgen von Natur. Jeden Tag sterben viele Menschen. Daher bin ich dafür Besitz, Verwendung, Überlassung und Inverkehrbringen von Natur jeglicher Art zu verbieten und diese gewissenlosen Naturschützer hinter Gittern zu bringen.
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