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whitescorpion




Hier seit: 30.05.2010
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Verfasst am: 9/6/2010, 22:42  Titel:  Eisen(III)Oxid herstellen Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hallo,
Ich würde gerne grössere Mengen (<1kg) Eisen(III)Oxid herstellen.
Weiss jemand wie ich das am besten hinkriege?
Danke für alle Antworten Wink
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AndyChem



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Verfasst am: 9/6/2010, 23:55  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Am leichtesten ist die Synthese "Kaufen" Laughing
Andere "synthetischere" Wege wären:
- du kaufst dir Eisendünger für den Rasen
- du nimmst Eisenwolle

Der Dünger ist reines FeSO4 * 7 H2O, das oxidierst du (mit H2O2 o.ä.) und fällst mit NaOH
Fe(OH)3, das durch Glühen in Fe2O3 umgewandelt wird.

Die Eisenwolle kannst du in HCl (aq.) auflösen, was FeCl2 liefert, welches
dann auch wieder zu Fe3+ oxidiert wird und anschließend mit Lauge gefällt
und geglüht Fe2O3 gibt.

Wenn's für ein Thermit sein sollte, dann kauf welches im Baumarkt (hab's schon als
Betonfarbe gesehen) Wink
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whitescorpion




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Verfasst am: 10/6/2010, 19:12  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Kann ich das hergestellte Thermit einfach lagern oder muss ich etwas beachten?
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Caesiumhydroxid
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Verfasst am: 10/6/2010, 19:15  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ich würde, einfach um sicher zu gehen, das Thermit getrennt von den anderen Sachen z. B. in einem Blumentopf aufbewahren, um den größten Gefahren aus dem Weg zu gehen. Am Besten ist es allerdings, die Komponenten getrennt zu lagern und nur bei Bedarf zu mischen.
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Sauerstoffdifluorid




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Verfasst am: 10/6/2010, 20:27  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ich würde dir empfehlen eine größere Menge Eisen in eine Ammonitratlösung zu geben... Dauert zwar, aber du bekommst dann FeOH3. Das musst du noch ausglühen.
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Essigsäure



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Verfasst am: 10/6/2010, 20:29  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ich würde die Stoffe auch getrennt aufbewahren.
Wichtig ist auch, das Thermit trocken Gelagert wird.
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whitescorpion




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Verfasst am: 11/6/2010, 15:59  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Gut, also lager ich das Alu und das Eisen(III)Oxid auseinander und dann fliegt mir auch nicht das Haus um die Ohren? Wink
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Sauerstoffdifluorid




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Verfasst am: 11/6/2010, 16:22  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

whitescorpion hat geschrieben:
Gut, also lager ich das Alu und das Eisen(III)Oxid auseinander und dann fliegt mir auch nicht das Haus um die Ohren? Wink


Also das Haus in die Luft zu jagen geht auch mit Thermit nur sehr schwer... Das müsse schon neben einer Gasleitung verbrennen. Aber selbst gemischtes Thermit (welches man ja kaufen kann!) ist schwer zu entzünden, natürlich ist es bei Alluminiumgrieß viel leichter zu entzünden als bei Alluminiumspäne.... Wenn du Alluminiumgrieß verwendest solltest du es auf keinen Fall gemischt lagern... Aber wie gesagt wurde, getrennt ist am besten und auch sehr sicher, da kann kaum was passieren.
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CD-ROM-LAUFWERK




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Verfasst am: 11/6/2010, 18:52  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

thermit aus eisenoxid und Al kann man lagern wie man will, auch in einer dose im lagerfeuer...
das zeug zündet nicht einfach mal so Wink
Zitat:
Aber wie gesagt wurde, getrennt ist am besten und auch sehr sicher, da kann kaum was passieren.

was soll denn bei getrennter lagerung überhaupt noch passieren?

zu FeOH3 sage ich mal nichts Rolling Eyes
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Uranylacetat



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Verfasst am: 11/6/2010, 19:17  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Thermit gibt es auch als Fertig-Mischung im Handel; von daher erübrigt sich die Frage der Lagerung... Wink
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"Der einfachste Versuch, den man selbst gemacht hat, ist besser als der schönste, den man nur sieht." (Michael Faraday 1791-1867)

Alles ist Chemie, sofern man es nur "probiret". (Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832)

„Dosis sola facit venenum.“ (Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus 1493-1541)

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Glaskocher




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Verfasst am: 12/6/2010, 14:35  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ich würde, mit Abstand, das vorgeschlagene K.A.U.F.-Verfahren bevorzugen. Durch Finanzdiffusion angeregt wandert das gewünschte Rot-Pigment zum Einsatzort.

In der Industrie werden drei Verfahren zur Herstellung von Eisenoxid-Pigmenten eingesetzt:

Das Laux-Verfahren:
Mit Hilfe von Eisenspänen und Salzsäure wird Nitrobenzol zu Anilin reduziert. Das Reaktionsgemisch wird mit Natronlauge alkalisch gemacht, um das Anilin aus dem Hydrochlorid freizusetzen. Dabei fällt das Eisen als Hydroxid aus. Das Anilin wird als flüssige Phase abgetrennt und Reste per Wasserdampfdestillation ausgetrieben. Das Eisenhydroxid wird abfiltriert, gewaschen und zur gewünschten Farbe kalziniert.

Das Pennyman-Verfahren:
In eine große Bütte wird Eisenschrott (Blechabfälle) gegeben und die Bütte mit reichlich Wasser, einigen Steuerchemikalien und einigen Impfkristallen aufgefüllt. Dann wird Luft durch das Ganze geblasen und eine gelbe Goetit-Suspension entsteht. Hier wird wieder filtriert, gewaschen und kalziniert.

Das Fäll-Verfahren:
Eisenchlorid- und -sulfatlösungen werden unter Säurezusatz mit Druckluft auf das richtige Redoxpotential gebracht und dann, unter Einsatz von Impfkristallen, mit Natronlauge gefällt, dann filtriert...


Im Mittelalter wurde Eisen im Brennofen an der Luft langsam zum roten Eisenoxid aufoxidiert. Für andere Zwecke wurde Hammerschlag (Fe3O4) benutzt.


Man kann auch Pyrit rösten oder Grünsalz an der Luft erhitzen. Dabei wird dann jeweils SO2 freigesetzt und man erhält Eisenoxid. Die Schwefeloxide werden industriell zur Herstellung von Schwefelsäure genutzt.
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