Glaskocher hat geschrieben:
Bei PP-X und Aramid-Fasern bietet sich eventuell eine IR-Spektroskopie von Pulver-KBr-Presslingen an. Allerdings müßte man zunächst Banden finden, die sich ausschließlich der Matrix oder der Faser zuordnen lassen.
Kann ich den über eine IR-Sprektroskopie auch einen Gehalt bestimmen? Kannte das bis jetzt nur zur Identifikation der Materialien.
Glaskocher hat geschrieben:
Frage doch mal beim Hersteller der Harze, ob er Dir derartige Tipps geben kann (oder will). DER müßte doch wissen, wie man derartige Untersuchungen macht. Wenn Du von einem abgebundenen Harz die CAS-Nummer findest (oder sie über die Monomere suchen kannst) dann solltest Du über den SCIFINDER (Suchmaschine der CAS) auch nach Reaktionen zur Zersetzung dieser Harze suchen können. Das ist allerdings etwas "tricky", ums auf gut dEnglish zu sagen.
Wir haben vorher schon mal eine Veraschung machen lassen. Nachdem dies, aufgrund der hohen Temperaturen, nur beim Glas erfolgreich war sagte uns der Hersteller man würde so etwas normalerweise durch Lösung in Schwefelsäure machen. Daraufhin viel mir der oben beschriebene Ablauf ein.
Glaskocher hat geschrieben:
Generell sind Polyether recht beständig gegen viele Angriffe. Und Epoxidharze sind, zumindest dort wo sie abbinden, zu Polyethern geworden. Die saure Hydrolyse ist da schon das Mittel der Wahl. Allerdings könnte sie für manche Fasertypen auch zu grob sein, sodaß Du zur Not aus der Zusammensetzung der Hydrolyseprodukte auf die Herkunft (Faser oder Harz) schließen mußt. Das könnte über GC-MS oder HPLC-MS geschehen. Die NMR ist in dem Falle vermutlich weniger brauchbar, da man einen recht wüsten "Signalwald" bekommt.
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Im großen und ganzen sollten die Fasern das aushalten. Bei der Aramidfaser müsste ich das erst noch prüfen. Glas, Carbon und PP sind da aber ausreichend beständig. Bei Glas wird diese Methode dazu genutzt um die Faserlängen zu bestimmen. Dort bleiben dann anschließend die einzelnen Faser vollständig übrig und werden vermessen.
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JenaerChemiker hat geschrieben:
Wie wäre es mit einer TGA analyse??? man müsste nur die Zersetzungtemperaturen der reinen Komponenten messen, dann könnte man direkt den %-anteil messen wenn man den Ferbundstoff vermisst.
Eine TGA würde, wenn überhaupt, nur bei Glas, Carbon und Aramid zu einem Ergebnis führen. PP liegt mit der Zersetzungstemperatur ungefähr dort wo auch das Epoxidharz liegt. Glas, Carbon und Aramid sind nur Referenzmaterialien. Das eigentlich Produkt sind die PP-Fasern. Daher ist die Bestimmung bei diesen am wichtigsten.
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Glaskocher hat geschrieben:
PS: Berichte bitte mal über Zwischenergebnisse, bin neugierig.
Habe am Samstag mit einem unserer Geschäftsführer darüber gesprochen. Er hat damals Chemie studiert. Er meint das wir das hier bei uns nicht nachstellen können. Für einen ungeübten Laien wäre es zu gefährlich. Unsere QS-Dame hat damit allerdings früher schon Erfahrung gemacht und könnte es eventuell. Dann fehlen uns jegliche Art von Zubehör sowie Materialien und eine eine Absaugung. Es müsste alles besorgt und Improvisiert werden. Werde mich heute Abend mit der Geschäftsleitung besprechen und dann entscheiden ob wir es probieren oder doch ein alternatives Prüflabor aufsuchen.
Vielen Dank schon mal für eure Antworten. Je nach dem wie die Entscheidung fällt kommen weitere Fragen^^
Mfg Chris
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