۞ Versuchschemie.de :: - Vorhersage ob gasförmig, flüssig oder fest
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Labortom



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Verfasst am: 5/2/2010, 23:03  Titel:  Vorhersage ob gasförmig, flüssig oder fest Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hi gibt es irgendeine Daumenregel mit der man so ungefaehr vorhersagen kann, ob man was festes, fluessiges oder gasfoermiges erhaelt?
Danke schonmal im vorraus.
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guitar_player



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Verfasst am: 5/2/2010, 23:10  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Bei einer chemischen Reaktion?

Reaktionsgleichung ansehen?!?!

Lg,
Alex
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Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt.
Das ist wahrscheinlich auch der Grund,
dass sich so wenige Leute damit beschäftigen.
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Labortom



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Verfasst am: 5/2/2010, 23:22  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ne ich mein als Produkt. Angenommen ich krieg irgendein Molejuehl raus mitr ner bestimmten masse und ner betsimmten anzahl von heteroatomen. Gibt es irgendeine moeglichkeit vorauszusagen ob das molekuehl fest oder fluessig ist?
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Zitronensäure



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Verfasst am: 5/2/2010, 23:22  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Also Luft kriegst du meistens gasförmig, ab und zu auch in FLüssiger Form, wenn du gut bist auch fest, und wenn das Christkind brav ist auch als Plasma,

Nein ich hab echt keine ahnung was du mit deiner frage bezwecken willst, wenn du meinst was du am ende einer Reaktion rauskriegst,

Du schaust dir die sachen am anfang an.
Druck, Stoffmengenkonzentration, Temperatur, Reaktionsgleichung etc.

Dann die Stoffeigenschaften
zB, H2CO3 ist selten in lösung sondern zerfällt eher.

Nun die Freiwerdende Energie (oder die Energieaufnahme), das verändert alles (Druck, Konzentration und Temperatur)

Dadurch kannst du vermuten was du kriegst.

Das hört sich sau schwer an, aber nach kurzer zeit kriegst du ein Gefühl dafür.
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BeCl2 ist die Zuckerseite meines Lebens.
„Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende“ -- John F. Kennedy, Präsident der USA
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Labortom



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Verfasst am: 5/2/2010, 23:39  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Also vielleicht muss ich mich etwas klarer ausdruecken Smile. Es handelt sich hier um eine Frage die sich nur auf organische Molekuele bezieht. Wenn die Reaktion abgeschlossen ist und ich mein Loesungsmitel abrotier, dann bleibt im idealfall nur eine Art von Reaktionsprodukt uebrig. Jetzt moechte ich wissen, ob es bei rt und normaldruck fest ist oder fluessig. Also ich moechte es vorhersagen nur dadurch, dass ich mir die Struktur des Molekuehls auf dem papier anschaue.
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Zitronensäure



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Verfasst am: 5/2/2010, 23:53  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Geht nicht, außer du hast erfahrung. Dann kannst du vermutungen anstellen.

Du kannst Säure zu einem Carbonat schütten und dann aufhören wenns aufhört zu schäumen, dadurch kannst vermuten das das Salz voll umgesetzt wurde.... oder du Berechnest Stöchiometrisch.

Also du kannst vermuten, oder rechnen.
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guitar_player



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Verfasst am: 6/2/2010, 00:06  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

@ Zitronensäure: Was hat das mit dem Thema zu tun?! Zumindest für mich wäre das keine Antwort auf die Frage.

@ Labortom: Bei organischen Verbindungen kannst du meinst aufgrund der Molekülgröße errechnen, ob es sich um einen Feststoff oder was auch immer handelt.
Je größer das Molekül, desto größer sind die Van-der-Waals Kräfte zwischen den Molekülen, d.h. höherer Siedepunkt.
Das ist auch der Grund, warum die ersten Alkane gasförmig sind, und die darauffolgenden flüssig bzw. fest.

Lg,
Alex
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Atomisator




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Verfasst am: 6/2/2010, 00:32  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Aber ganz sicher geht das.

Man kann zwar nie den Aggregatzustand aller unbekannten Verbindungen zu 100% bestimmen (insbesondere bei gewissen Sachen die sich nicht so recht entscheiden können fest flüssig oder gar gasförmig zu sein Wink ), aber bei den meisten Verbindungen kann man es mit Sicherheit sagen, ohne die Eigenschaften zu kennen.

Allerdings braucht man ohne Frage etwas Erfahrung dafür, denn es gibt einiges zu beachten.

Bei Anorganischen Sachen gestaltet sich das sowieso recht einfach. Zwischen den Molekülen eines Stoffes können 3 verschiedene Anziehungskräfte wirken (aber nicht unbedingt immer alle auf einmal!). Zwischen Ionen eine.:

1. Van-der-Waals Kräfte, wirken zwischen allen Molekülen und sind im Allgemeinen recht schwach, je kleiner das Molekül und je kleiner die, ich nenne es mal "Kontaktfläche", desto schwächer sind sie.

2. Dipolkräfte, treten ausschliesslich bei Dipolmolekülen auf. Beispielsweise Wasser ist ein starker Dipol, es ist ein gewinkeltes Molekül, und dadurch bildet sich eine positive und negative Seite. Wenn die Ladungsschwerpunkte zusammenfallen wie bei CO2 beispielsweise, CO2 ist ein lineares Molekül, bildet sich kein Dipol.

3. Wasserstoffbrückenbindungen, treten nur bei Bindungen mit grosser EN-Differenz auf. Beispiele sind z.B. H-O- und H-N- Bindungen (Wasser, Ammoniak (Hier übrigens für die enorme Löslichkeit dieses Gases in Wasser verantwortlich)...) H-N-Bindungen bilden schwächere Brücken aus als H-O. Mehr dazu wird dir Wikipedia verraten Wink

4. Coulombkräfte, diese treten nur zwischen Ionen auf und sind stark.

Je stärker nun die Kräfte desto höher der Siedepunkt. Stoffe die nur Van-der-Waals kräfte besitzen (Kohlenwasserstoffe) haben in der Regel tiefe Siedepunkte, mit steigender Linearität und Kohlenstoffanzahl steigt der Siedepunkt. Mit der Linearität meine ich Folgendes: n-Butan hat einen höheren Siedepunkt als iso-Butan. Denn n-Butan hat mehr "Kontaktfläche". Man kann sich das etwa so vorstellen, wie wenn man Stäbchen nebeneinander legt oder Kugeln. Die Stäbchen werden mehr Auflagefläche haben.

Ionische Verbindungen haben allesamt hohe Schmelzpunkte und sind bei RT fest. Je nach Ionenradius (grösser, tieferer Schmelzpunkt) und Ladung (mehrfach geladene Ionen halten stärker zusammen) kann man abschätzen ob die Schmelztemp. nun hoch oder eher tief ist.

Ich hoffe ich habe dir damit einen halbwegs verständlichen Einblick verschafft, sonst frage einfach.

Wenn man bereits viele Stoffe und ihre Besonderheiten kennt, ist das ganze natürlich viel einfacher.
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Labortom



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Verfasst am: 6/2/2010, 06:38  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

ok Danke für eure Antworten. Ich hätte gerne mal ein für mich aktuelles Beispiel besprochen. Hab ein Molekül hochgeladen. Nun ist es doch so, dass es sowohl eine Säuregruppe alsauch eine Alkoholgruppe enthält. Die Molaremasse beträgt 227 g/mol. Können die Wasserstoffbrückenbindungen bei diesem Molekül, soviel Zusammenhalt bringen, dass es fest ist oder reicht es doch nur für flüssig aus? Es ist ja nicht besonders groß und enthält ein aromatisches System mit N atomen. Die Stickstoffatome können doch theorethisch auch Wechselwirken mit den Protonen am Sauerstoff des gleichen Nachbarmoleküls. Also würde ich sagen das Die H-Brücken hier am meisten dazu beitragen wie fest sich die Moleküle aneinander "heften". Nun ist die frage: reicht das aus, damit es fest ist oder ist es eher ein zähes Öl?! Wie wird am besten abgewogen?
Danke nochmal für eure Hilfe
Tom

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MasterOfDisaster
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Verfasst am: 6/2/2010, 12:48  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Den größten Einfluss auf den Aggregatzustand hat hier die Carboxylgruppe. Zusätzlich verstärkt die OH-Gruppe den Zusammenhalt der Moleküle durch Wasserstoffbrücken, so daß diese Substanz bei Raumtemperatur nahezu totsicher fest ist.

Wollte das gerade überprüfen, aber die Verbindung ist im Beilstein (noch) nicht bekannt.
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Verfasst am: 6/2/2010, 13:50  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ich kenne mich mit den N-Heteroaromaten nicht so gut aus. Wenn das tertiäre N-Atom sein freies Elektronenpaar recht einfach aus dem Aromatischen System lösen kann oder eines der beiden anderen N=N-Atome sich protonieren läßt dann liegt das Molekül als inneres Salz vor. Dann ist es wahrscheinlich, daß es fest wird. Nimm mal eine Titrationskurve auf, indem Du zuerst mit Salzsäure bis pH=1 und dann mit Natronlauge bis pH=11 titrierst. Ich erwarte bei ca. pH=4 die Carbonsäure. Wo sich die aminischen Stickstoffatome protonieren lassen müßtest Du herausfinden. Auf Kristallisation kannst Du am ehesten am isoelektrischen Punkt hoffen. Im stark Sauren könnte eines der N-Heteroatome protoniert werden, im Basische(re)n die Carbonsäure deprotoniert sein.

Eine Umsetzung zum Natriumsalz oder zum Hydrochlorid bringt oft besser kristallisierende Feststoffe.

Aromaten mit nahen polaren Gruppen (Nitrobenzol, Phenol) kristallisieren recht leicht, sobald aner eine CH2-Gruppe die polare Gruppe vom Aromaten isoliert (Benzylalkohol) sinkt der Schmelzpunkt erheblich. Im konkreten Fall hoffe ich auf Kristallisation.
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versor




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Verfasst am: 6/2/2010, 16:49  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Bei diesem Molekül könnte ich mir auch gut vorstellen das es je nach Temperatur und PH wert zur Esterbildung oder Polymerisation neigt, indem die Alkoholgruppe mit entweder dem eigenen Carbonsäurerest oder dem eines Nachbarmoleküles reagiert und den Aggregatzustand je nach Kettenlänge ändert.
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carpe noctem
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Glaskocher




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Verfasst am: 6/2/2010, 23:37  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ich sehe nicht so sehr die Gefahr der Veresterung, obwohl sie nicht zu vernachlässigen ist. Aber man sollte auch darüber mal nachdenken. Zur intramolekularen Ringbildung ist das Molekül etwas lang. Die optimale Länge zur Ringbildung sind 5- oder 6-gliedrige Ringe. Alles, was deutlich länger ist, bildet recht selten Ringe.
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Gold(III)-oxid



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Verfasst am: 8/2/2010, 14:21  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Also ich hab mal gehört so pi mal Daumen: in der Organischen Chemie : Ab 10 C Atome ist es fest, wenn keine besonderen funk.Gruppen drann sind.
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Labortom



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Verfasst am: 9/2/2010, 00:43  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ok. Was ich ganz sicher weiss, ist dass wenn ich anstatt die Saeure den methylester mach die ganze Sache zaehfluessig oelig ist. Das koennte darauf schliessen, dass die Saeure fest ist.
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