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Peter
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Verfasst am: 9/1/2010, 16:04  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ethan-2-ol hat geschrieben:
Gelblich gefärbte Salzsäure gibt's eigentlich nur im Baumarkt, wobei es sich da um Eisen-Ionen handelt, die die Färbung hervorrufen (vermutlich Fe2+ ?).

Nein, es handelt sich um Fe(III)-Ionen, welche als Aquakomplexe eine recht intensive, gelbe Farbe haben. Fe2+-Ionen hat zwar in wässrige Lösung eine grünliche Farbe, diese ist aber viel schwächer als die des Fe(III).

Caesiumhydroxid hat geschrieben:
Vielleicht könntest du durch leichtes Erwärmen den Chlorwasserstoff austreiben und in Wasser, welches sich in einem sauberen Kolben befindet, leiten


Eine Destillation ist wohl die einzige wirtschaftlich sinnvolle Methode, die Salzsäure zu reinigen. Allerdings sollte man beachten, das Fe(III) in stark salzsaurer Lösung eine gewissen Flüchtigkeit besitzt und man eventuell mehrfach destillieren muss. Ob sich sich das überhaupt lohnt, solange es in einer Vielzahl an Geschäften noch problemlos HCl zu kaufen gibt, ist eine andere Frage.

Du kannst deine verunreinigte HCl ja auch für Reaktionen nutzen, bei denen das Eisen nicht stört, wie zb. Chlorherstellung aus TCCS oder sowas in die Richtung.
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Chemie-fan



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Verfasst am: 24/1/2010, 20:28  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Sorry fürs dritte Ausgraben, aber das musste gesagt werden:

Zitat:
Das Produkt: 325 ml (Wasser destillierte mit über) etwa 30%ige Salzsäure:


Never, hier wird mit 2mol auf 300ml gearbeitet.
Selbst bei einer Ausbeute von 100% entspräche das nicht einmal 0,7 mol auf 100ml.
30%-ige hat fast 10 mol auf 100ml.
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Lucius Annaeus Seneca


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MasterOfDisaster
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Verfasst am: 24/1/2010, 20:54  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Es werden theoretisch maximal 3 Mol HCl-Gas gebildet. Wenn man die in 300 mL Wasser komplett lösen könnte, würde man 409,5 g einer 26,7%igen Salzsäure-Lösung erhalten. Die hätte eine Dichte von ca. 1,13 und würde ein Volumen von 362 mL einnehmen.
Da Wasser mit überging, kann man die genaue Konzentration der erhaltenen Salzsäure nicht berechnen.
Hier hilft nur noch eine Titration der Säure oder wenigstens eine Dichtebestimmung.

Zitat:
30%-ige hat fast 10 mol auf 100ml.


Stimmt nicht ! Die 30%ige Salzsäure enthält ca. 9,5 Mol HCl pro Liter der Lösung.
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kainzal



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Verfasst am: 8/2/2010, 22:27  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hey!


Ich hab mir vorhin ein bisschen Salzsäure hergestellt (nur auf Probe, jetzt nicht wirklich seriös). Möchte dazusagen, dass ich in der Chemie noch ziemlich unerfahren bin. Wink Hab dazu Salz in einen Kolben gegeben, und lies langsam H2SO4 hinzutopfen. Über ein Schlauchsystem leitete ich dann das entstandene HCl direkt in das Leitungswasser, das sich in einer relativ schmalen Eprouvette befand.
Das alles klappte ja ziemlich gut, jedoch nahm ich dann den Geruch von Schwefel war. (typischer Eiergeruch). Wie kann das sein?

NaCl + H2SO4 -> Na(+) + HCl (g) + HSO4(-)

kanns sein dass vom Hydrogensulfat noch ein paar prozent H-Ionen dissoziiert sind, wodurch gasförmiges Sulfat entstand dass über das Schlauchsystem mitgelietet wurde?
Wisst ihr wieviel Sulfat dabei ensteht und wieviel sich davon in der HCl-Lösung löst?

Hat sich in meiner HCl-Lösung also praktisch nur Leitungswassern, HCl und Sulfat befunden oder wurde ein wenig Hydrogensulfat auch in HCl-Lödung mitgenommen?

Hoffe auf eine Antwort.

Danke auf jeden Fall im vorhinein.

mfg kainzal
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Zuletzt bearbeitet von kainzal am 8/2/2010, 23:07, insgesamt einmal bearbeitet
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Verfasst am: 8/2/2010, 23:06  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Tja, gasförmiges Sulfat gibt es nicht. Ich habe diesen Versuch schon mehrfach ausgeführt und niemals ist dabei Schwefelwasserstoff (faule Eier) entstanden. Es kann eventuell an Verunreinigungen der Reagenzien oder der Apparatur liegen. Ansonsten stimmt Deine Gleichung schon. Es bildet sich zunächst (schon bei Raumtemperatur) Natriumhydrogensulfat und gasförmiges HCl. Bei höherer Temperatur bildet sich Natriumsulfat und weiteres HCl. Es handelt sich um eine Säure-Base-Reaktion. Die Bildung von Schwefelwasserstoff würde das Vorhandensein von Sulfid voraussetzen oder es müßte in einer Redoxreaktion das Sulfat bzw. die Schwefelsäure zu Sulfid reduziert werden. Es ist aber erstmal nichts vorhanden, was oxidiert werden könnte. Es sei denn, es wären weitere unbekannte Reaktionspartner (z.B. als Verunreinigungen) vorhanden.
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kainzal



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Verfasst am: 8/2/2010, 23:13  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

im versuch wurde alles bei raumtemperatur belassen.
also der faule-eiergeruch kann nur von einem Sulfid bzw schwefelwasserstoff gekommen sein?
und ist es eigentlich sinnvoll, bei der herstellung von salzäure aus kochsalz und schwelsäure auch den kolben zukühlen, worin sich das salz mit der schwefelsäure befidnet, oder reicht es nur den behälter (in mienem Fall die Eprouvette) wo das HCl in das Wasser geleitet wird zu kühlen?

ist halt am anfang schwierig, wenn man noch grün hinter den ohren ist. Rolling Eyes sollt wieder etwas die theorie auffrischen.
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sharpless




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Verfasst am: 9/2/2010, 00:03  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Es ist auch möglich, dass deine Schwefelsäure nicht mit Sulfid, sondern mit Sulfit verunreinigt ist (oder mit beidem). Sulfit reagiert ebenfalls mit HCl:

2 HCl + SO32- ---> SO2 + H2O + 2Cl-

Das entstehende Schwefeldioxid hat den gleichen Geruch wie Schwefelwasserstoff. Du kannst deine Schwefelsäure recht einfach auf Sulfit testen, wenn du ne kleine Menge davon mit Iod-Stärkelösung versetzt. Ändert sich die Farbe bei den ersten Tropfen nicht, (nach jedem Tropfen ein bisschen schütteln) dann ist Sulfit drin.

SO32- + I2 (blau/violett) + H2O ---> 2 HI (farblos) + SO42-

Deine Vorlage (Kolben mit Salz) kannst du erhitzen, dass treibt das HCl-Gas dann schneller aus. Die Eprouvette solltest du nicht kühlen, weil sich in der Kälte weniger Gas im Wasser löst.
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Atomisator




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Verfasst am: 9/2/2010, 08:06  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Die Schwefelsäure enthält kein Sulfit oder Sulfid, denn sie würde aus diesen sofort die Gase Schwefeldioxid und Schwefelwasserstoff freisetzen.

Zitat:
Das entstehende Schwefeldioxid hat den gleichen Geruch wie Schwefelwasserstoff.


Nein. Schwefeldioxid riecht stark stechend, während Schwefelwasserstoff nach gammligen Eiern stinkt.


Zitat:
Deine Vorlage (Kolben mit Salz) kannst du erhitzen, dass treibt das HCl-Gas dann schneller aus. Die Eprouvette solltest du nicht kühlen, weil sich in der Kälte weniger Gas im Wasser löst.


Es ist genau umgekehrt bei Gasen, in der Kälte löst sich mehr. Den Destillationskolben sollte man allerdings erhitzen, damit das HCl-Gas besser entweicht.
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sharpless




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Verfasst am: 9/2/2010, 08:53  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

@Atomisator: Deswegen sollte er es ja mal testen. Wo soll der Geruch denn sonst herkommen, wenn nicht von der Schwefelsäure?
Mit der Löslichkeit von Gasen hast du ajf recht. Die Lösungsenthalpie ist negativ (hier mit -75,14 kJ/mol), der Vorgang also exotherm, womit bei Kühlung das Gleichgewicht zwischen HCl(g) auf HCl(aq) auf die "gelöste" Seite verschoben wird.
@all: Sorry!
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Atomisator




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Verfasst am: 9/2/2010, 18:52  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

SO2 kann unter Umständen aus Schwefelsäure selbst entstehen, da muss nicht unbedingt ein ein Sulfit vorhanden sein. H2S/Sulfid denke ich dann aber eher weniger, denn dazu müsste die Schwefelsäure/Sulfat schon etwas stark reduziert werden.
Unter den herrschenden Bedingungen ist das aber praktisch auszuschliessen.

@kainzal

Was war das genau für ein Salz?
Am Besten probierst du das einfach noch einmal gleich, oder zusätzlich mit anderem Salz oder Schwefelsäure und schaust was passiert.
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kainzal



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Verfasst am: 9/2/2010, 21:12  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Atomisator hat geschrieben:

@kainzal

Was war das genau für ein Salz?
Am Besten probierst du das einfach noch einmal gleich, oder zusätzlich mit anderem Salz oder Schwefelsäure und schaust was passiert.

das war gewöhnliches meersalz, jodiert. den versuch wernd ich dann zuhause nochmal machen, bin jetzt in der wohnung in wien. aber daheim dann "seriöser", unter anderem mit Salz(unjodiert) aus der apotheke. Wink
sollte wieder ein schwefelgeruch auftreten, meld ich mich zurück.

danke an alle für eure hilfsbereitschaft!
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Verfasst am: 10/2/2010, 00:19  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Iodid ist im Sauren ein starkes Reduktionsmittel, wenn genug da gewesen wäre, hatte das den Geruch erklären können, wir hatten das im Anorganik-Praktikum, da haben wir Kaliumiodid mit mit Schwefelsäure versetzt und es sind große Mengen Iod (schwarzbraun und violetter Dampf) entstanden und kleine Schwefelpartikel und etwas HS waren erkennbar, letzteres am Geruch aber nur zu erahnen neben dem Iodgeruch.
Dass das bisschen Iodid im Iodsalz ausreicht halte ich für eher unwahrscheinlich.

Zitat:
sollte wieder ein schwefelgeruch auftreten

Der Geruch ist Schwefelwasserstoffgeruch. Schwefel selbst riwcht praktisch gar nicht und Schwefeldioxid riecht nach verbranntem Schwefel wie in der Hölle, aber ganz und gar nicht nach Eiern. Andere Schwefelverbindungen haben häufig auch Gerüche aber die sind nochmal ganz anders.
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Und jetzt das Kinderlied:

Drah di net um oh oh oh
schau schau der Komissar geht um oh oh oh
er wird di anschaun und du weißt warum
die Lebenslust bring di um
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Verfasst am: 15/2/2010, 12:33  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

So, ich hab jetzt nochmal gerechnet,weil ich die herstellung von rauchender Salzsäure/das Aufkonzentrieren letzterer noch verbesserungsfähig fand und bin darauf gekommen, dass NaHSO4 nur 1ct/mol biliger ist und deshalb ist diese Methode meiner Meinung für alle die Zuang zu konz. Schwefelsäure haben nach nicht rentabel. Die Ausbeute ist nämlich mit NaHSO4 wesentlich schlechter und auserdem kann man das anfallende Hydrogensulfat (bei der Verwendung von H2SO4) nochmal mit Chlorid umsetzen.

PS: Damit man das Lösen gut durchrechnen kann würde ich sowieso empfehlen das Gas zu trocknen
=> Verunreinigungen werden auch noch beseitigt.
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Lucius Annaeus Seneca


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Verfasst am: 15/2/2010, 13:30  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
ist diese Methode meiner Meinung für alle die Zuang zu konz. Schwefelsäure haben nach nicht rentabel



Wow auch schonmal gemerkt, dass es sich einfach nicht lohnt einfachste Grundchemikalien herzustellen....
Investiert eure Zeit doch lieber in richtige Experimente....
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Verfasst am: 15/2/2010, 16:44  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Es geht mir nicht ausschließlich um das Herstellen von Salzsäure sondern auch um das Aufkonzentrieren und überhaupt um die Synthese von HCl. Wenn das nicht aus meinen Text herauszulesen war.
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