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Kräuterhexe



Alter: 17
Hier seit: 05.12.2009
Beiträge: 215
Wohnort: Brohl-Lützing
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Verfasst am: 24/12/2009, 17:44  Titel:  Selbstgemachte Seife aus Pflanzenöl Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Geräte:

- Pipette
- Becherglas
- Erlenmeyerkolben
- Seifenform (man kann auch beschichtete Backformen verwenden)
- 2ml Duftöl der Wahl (ich hab selbst hergestelltes Orangen-Duftöl verwendet=)
- Stabmixer (oder vergleichbares Rührgerät - Achtung: Laugenbeständig!)


Chemikalien:

- 12g NaOH
- 30g dest. Wasser
- 100g Olivenöl (Achtung: Bei anderen Ölen muss man ein anderes Verhältnis von Öl/Lauge wählen → s.u.)


Sicherheitshinweise:

NaOH ist ätzend. Unbedingt Handschuhe und Schutzbrille tragen!

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Durchführung:

Zunächst wird das NaOH mit dem dest. Wasser vermischt. Hierbei sollte man darauf achten die entstehenden Aerosole nicht einzuatmen, ggf. den Erlenmeyerkolben im Wasserbad etwas kühlen.
100g Olivenöl werden in das Becherglas gefüllt. (wenn man harte Fette verwenden möchte, verflüssigt man sie zunächst und lässt sie dann etwas abkühlen.

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von links nach rechts: Düftöl, Lauge, Öl

Nun gibt man die Lauge ins Becherglas und rührt mit dem Stabmixer kräftig durch, bis sich eine undurchsichtige, gelartige Masse gebildet hat (je nach verwendetem Duftöl ist sie auch farbig).

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Danach gibt man mit einer Pipette 2 ml des Duftöls hinzu, rührt nochmal kräftig und gibt die immer dickflüssiger werdende Seifenmasse in die Förmchen.

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Nun deckt man die Seifenrohlinge mit einem Handtuch ab und stellt sie über Nacht an einen warmen Ort.

Am nächten Tag sind die Seifen bereits fest, man stürzt sie also aus der Form und lässt sie weitere 4-6 Wochen an einem warmen Ort reifen, damit die noch vorhandene Restlauge genug Zeit hat zur Seife zu reagieren.

Das Ergebnis:

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Erklärung:

Fette sind Ester aus langkettigen Carbonsäuren(Fettsäuren) und Glycerin. Wenn man nun eine
starke Base mit ihnen reagieren lässt bilden sich die Salze der Fettsäuren und Alkohol (Glycerin).

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1.Das Hydroxidion greift das Kohlesntoffatom mit den carbonylen Sauerstoffatom nucleophil an.
an.

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2.Abspaltung des Digylcerid-Monoalkoholates und Bildung der Fettsäure

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3.Protonenüberhang vom Fettsäuremolekül auf das Alkoholat (irreversibler Schritt der Verseifung)

Bildquelle:wikipedia.de


Anmerkungen:

Wer selbst ein paar Rezepte entwerfen will, oder andere Fette wie (super toll schäumendes) Kokosfett verwenden möchte findet  Hier! einen Seifenrechner!

Ein weiteres Rezept:

Kamille-Calendula

200g Olivenöl
60g dest. Wasser
24,5 g NaOH
2 EL Kamillenkonzentrat
2 TL Calendula-Essenz
2-3ml Blumiger Duft der Wahl (geht aber auch ohne - riecht nett nach Kamille)

Diese Seife ist gut um die Heilung von oberflächigen Verletzungen zu fördern und um eine Entzündung zu vermeiden. Mit etwas mehr Überschussfett auch gut gegen trockene Haut!


Entsorgung:

Die Arbeitsgeräte werden mit warmem Wasser und Spülmittel gereinigt, danach wird das Spülwasser mit einer Säure neutralisiert und kann gefahrlos über den Abfluss entsorgt werden.




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Quidquid agis, prudenter agas et respice finem. Smile

Oxidiert man den Hund, so wird er zum Kater!


Zuletzt bearbeitet von Kräuterhexe am 29/12/2009, 21:56, insgesamt einmal bearbeitet
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