Ununbiumchlorid
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Wohnort: nähe Magdeburg

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Ein netter kleiner Show-Versuch,der sich gut an einem "Tag der offenen Tür" macht.
Geräte:
-1 Becherglas
-Spatel
-starke (heiße) Lichtquelle
Chemikalien:
-Kaliumhexacyanoferrat(ll)
-Kupfer(ll)-chlorid-wasserfrei (Nicht allzu feines Pulver,Näheres in der Durchführung)
-Destilliertes Wasser
Sicherheitshinweise:
Kaliumhexacyanoferrat(ll) ist unbedenklich. Kupfer(ll)-chlorid ist Gesundheitsschädlich und Umweltgefährdend.
Durchführung:
Zuerst benötigt man ein grobes Granulat von wasserfreiem Kupfer(ll)-chlorid. Zu der Herstellung löst man ca. einen Spatel Kupfer(ll)-chlorid in 50ml Wasser und erhitzt solange, bis die ersten Kristalle ausfallen. Dann läßt man Abkühlen und Auskristallisieren.
Man filtriert nicht ab, sondern läßt nun das Wasser verdampfen, bis man einen braunen, groben Rückstand erhält.
Das grobe, nun wasserfreie Kupfer(ll)-chlorid überführt man schnell in ein dichtschließendes Gefäß, da es an Luft schnell wieder das Hydrat bildet.
Nun zum eigentlichem Versuch:
Die Ausgangsstoffe:
Man setzt eine Lösung von Kaliumhexacyanoferrat(ll) in Wasser an (zB. 3g in 100ml) und lässt vorsichtig das Kupfer(ll)-chlorid hinaufrieseln. Dabei bilden sich braune, schlangenförmige Gebilde, die von der Wasseroberfläche herabhängen.
Nun schwenkt man das Glas leicht hin und her um die "Gebilde" gleichmäßig zu verteilen.
Stellt man nun eine starke Lichtquelle neben das Becherglas, beginnen die Schlangen zu wachsen und sich zu vermehren.
Sie werden schwerer und sinken nach unten. Bald ist das Gesamte Becherglas mit ihnen gefüllt. Es scheint, als hätte sich ihre Menge verzehnfacht.
Beim Beginn der Lichteinwirkung:
Nach ca. 10 min Lichteinwirkung:
Erklärung:
Sobald man die Kupfer(ll)-chlorid Kristalle in die Kaliumhexacyanoferrat(ll)- Lösung gibt,entsteht an ihrer Oberfläche eine semipermeable (harbdurchlässige) Membram des Komplexes Kupferhexacyanoferrat(ll) nach der folgenden Gleichung:
K4[Fe(CN)6] + 2CuCl2 --> Cu2[Fe(CN)6] + 4KCl
Die kleinen Wassermoleküle können die Membran passieren.Die großen Salzmoleküle hingegen nicht.
Die eindringenden Wassermoleküle lösen immer mehr Salz, sodass die Membran irgendwann reißt.
Eine neue Haut wird gebildet .Dieser Vorgang wiederholt sich immer wieder aufs Neue, sodass dann ein Schlauch entsteht.
Der Grund weshalb die Gebilde bei starker Lichteinwirkung wachsen, sind die Wärmeströmungen im Wasser.
Entsorgung:
Niederschlag abfiltrieren und zu den Schwermetallresten geben.
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_________________ Ununbiumchlorid |
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