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Hartmut
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Alter: 44
Hier seit: 04.02.2004
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Verfasst am: 11/2/2009, 22:00  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

crazzyman2526 hat geschrieben:
Ich habe auch lange Jahre in einem, Achtung jetzt kommts: Kirchenchor gesungen.

Ahhhhh, ne Kirchenmaus! Very Happy
Aber immerhin der erste Klassiker, der sich hier äußert, der selber Musiker ist, Respekt! Cool
Erzähl ruhig mal ausführlicher, was Du so spielst und singst! Ich versuche mal zu raten. Vokal: "Eine feste Burg ist unser Gott", eventuell Motetten von Max Reger? Klavier: Schumann. Vielleicht auch Chopin. Skriabin ist sau schwer.

crazzyman2526 hat geschrieben:
Was ich Gegensatz dazu überhaupt nicht abhaben kann, dass sind Opern.

Willkommen im Club! Bei mir ist das eine beharrliche Abneigung gegen alles Theatralische. Die absolut einzige Oper, mit der ich mich je beschäftigt habe, ist  Wozzeck. Das aber auch nur wegen der Musik von Alban Berg. Die ist aber auch so göttlich, daß man versucht, alles von ihm kennenzulernen und er hat leider nicht viel komponiert.

Und nun muß ich mir nochmal einen Spaß mit guich erlauben.
guich hat geschrieben:
Also mir liegt die Klassik eigentlich auch nicht [...] zieh mir ein bisschen Techno rein

Preisfrage: wo ist der Widerspruch? Wer ihn findet, gewinnt eine Kaffeemaschine.
Techno gilt als "Musik von heute". Aber selbst das haben die Klassiker erfunden und gab es vor über 80 Jahren schon. Laughing
Das folgende Video kann als absolute Rarität durchgehen, denn das Ballet Mecanique ist kein Werk, das man einfach mal so "aufführen" kann. Komponiert (oder sollte man fast sagen "programmiert") wurde das Werk 1924 (!) von dem Deutsch-Amerikaner
 George Antheil:

 http://www.youtube.com/watch?v=Eo0H8ztju78

Ob das als Urahn des Techno gelten kann, ist sicher streitbar, immerhin nennen ihn manche aber den Vater der heutigen "industrial music".
Ob man's glaubt oder nicht, aber in den 20er Jahren wurden in den Konzertsäälen durchaus Sachen aufgeführt, gegen die manches heutige "Techno", "Metal" usw. fast brav und bieder wirkt. Ein kleiner feiner Unterschied zu heute aber: damals wurden solche Komponisten von den Konzertbesuchern auch schon mal verprügelt. Man muß solche "Extrem-Musik" nicht unbedingt mögen, aber auf jeden Fall waren diese Leute mutige Pioniere im frühen 20. Jahrhundert. Wer heute so etwas schreibt, wird mit Preisen überhäuft. Angst um seine Nase und sein Jochbein muß er heute nicht mehr haben.
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Unsterblichkeit ... nicht für mich, sondern für die Menschen, die ich liebe
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2-Propanon



Alter: 17
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Verfasst am: 11/2/2009, 22:35  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ich muss sagen, dass ich richtig von den vielfältigen musikalischen Vorlieben im Forum überrascht bin.

Trotzdem eine "kleine" Grundsatzfrage: Wieso ist die Affinität von Chemikern (beruflich, hobbymässig oder studierend oder alles zusammen) zu Klassik und Rock bzw. Metal so hoch?
Während meines Ferienjobs in einem Labor habe ich genau die Erfahrungen gemacht. Im Analytiklabor läuft Klassik, in sämtlichen anderen Mess- und Syntheselabors Rock. Nicht dass was während des Tages so auf Antenne Bayern oder so kommt. Richtige Klassik (OK, net unbedingt Beethovens Achte, aber schon mehr als Klassikradio) und richtiger Rock. Aus einem der Chefbüros hat es um die Mittagszeit sogar Metalklänge rausgehauen. Woher kommt das? Zeichnen sich Chemiker (allg. Wissenschaftler und "technisch Beschäftigte", d.h Ingenieure und ähnliches) einfach durch ihr hohes "Fühlungsbewusstsein" aus, oder steckt doch mehr dahinter? Ich muss sagen dass mir "Gruppendynamik" im Rock eher seltener begegnet (schon, aber vllt. ein Zehntel bis Hundertstel der Dynamik im Hip-Hop), also sind "Fremdeinflüsse" wohl eher zu vernachlässigen. Ich gebe zu dass ich häufig Hip-Hop gehört habe (zu meiner Verteidigung: niemals Sido oder andere Gangster von Agrar Berlin...oder wie dass heisst), mit der "Entdeckung" meiner Chemieaffinität verschwand HH praktisch spurlos aus meinem Musikspektrum. Ohne dass ich zu dieser Zeit "prägende Einflüsse" gehabt hätte.


@Hartmut
hast du vllt. eine Empfehlung für ein größeres Klavierstück von Beethoven? Ich muss zugeben dass ich zwar mit Gymnasiums-Musikunterricht ein bisschen was mit den Informationen im Liedtitel (Rondo Capriccio in G...etc.) anfangen kann, kenne aber keine Liste von Werken. Mir ist klar, dass Klassik SEHR auf persönlichen Geschmack beruht, viel ausgeprägter als bei Populärmusik, trotzdem hast du vllt. gerade ein Stück im Hinterkopf, das du empfehlen könntest.

Und als letztes: Das beste an der Oper sind meiner Meinung nach Anfangs und Schlusschor, den Rest (und leider auch den Schluss etwas mit) kann man nicht so wirklich geniessen.
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Peter
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Verfasst am: 11/2/2009, 23:37  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Maler hat geschrieben:

Wir verstehen uns Smile (solange wir nur schreiben, beim Reden musste ich da teilweise schon ein bisschen aufpassen Wink )

Ja, man kann seine Herkunft nicht verleugnen. Seltsamerweise verstehe ich euch Wessis immer gut, blos umgekehrt gibt es Probleme... Very Happy
Bist du dieses Jahr wieder in Dinkelsbühl? Smile

Habe mir mal was von den Grabnebelfürsten angehört. Der Stil ist wirklich recht ungewöhnlich, irgendwie so fröhlich, garnicht so richtig Black-Metal-typisch. Nocte Obducta sagt mir jetzt auf die Schnelle nichts, werde bei Gelegenheit mal reinhören.

sigurd hat geschrieben:

btw: Wo wir grad bei Celli sind: der in meiner Signatur verlinkte Song beginnt mit einem wunderschönen Cello-Part (begleitet von Klavier), und was dann folgt, ist eines der besten Metalcore-Lieder, die je geschrieben wurden.. Wink

Obwohl ich jetzt kein riesen Metalcore-Fan bin, höre ich auch recht gerne mal HSB an. Ihre Lieder sind einfach so mitreisend und energiegeladen.
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crazzyman2526



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Verfasst am: 11/2/2009, 23:47  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Aber immerhin der erste Klassiker, der sich hier äußert, der selber Musiker ist, Respekt! Cool


Danke Smile

Zitat:
Erzähl ruhig mal ausführlicher, was Du so spielst und singst! Ich versuche mal zu raten. Vokal: "Eine feste Burg ist unser Gott", eventuell Motetten von Max Reger?


Mhh, also an Motetten von max Reger kann ich mich eignetlich nicht erinnern Wink . Außerdem muss ich dich auch insofern verbessern, als das ich momentan leider nicht mehr singen kann, was an stimmlichen Problemen liegt Sad
Wir singen normalerweise eigentlich immer den ein oder Bach, der ist eigentlich in der ein der anderen Form für jede messe Pflicht. Ansonsten ist unser Chorleiter auch ein Fan Englischer Chormusik, an Titel kann ich mich da leider weniger erinnern, wie ich zu meiner Schande gestehen muss. Eines der besten und ergreifensten Stücke die ich je gesungen habe war ohnezweifel die Krönungsmesse von Mozart.
Das "abgefahrenste" war sehr wahrscheinlich ein ave maria mit isländischem Text zur Weihnachtszeit, innerhalb eines kleinen Jugenprojektchors Laughing

Zitat:
Klavier: Schumann. Vielleicht auch Chopin. Skriabin ist sau schwer.


Gut getippt Very Happy Von Schuhmann habe ich vorallem eingie kleine Stücke gespielt, die aber nicht minder beeindruckend waren. Chopin spiele ich sehr oft, und ich finde seine Stücke wirklich einfach nur schön. Momentan "arbeite" ich noch an einer Nocturne von ihm:  zur Nocturne Ist jetzt nicht die beste Aufnahme, aber das einzige, was ich auf die schnelle gefunden habe. Das erste Stück, dass ich von ihm gespielt habe war ein Walzer, der wie ich finde leicht etwas von der Musik der Sinti und Roma hat. Chopin 2 Demnächst steht noch ein Stück in c-moll an, das schon seit geraumer zeit auf meiner "noch durchzunehmen" Liste steht.
Ansosnten halt die DInge, die man gelgentlich als Schüler spielen muss (was nicht heißt, dass sie mir nicht gefallen): Mozart, Beethoven, Bach... vorallem Bach mag ich auch sehr, aber irgendwie gefällt mir die Romantik beim spielen doch am besten, vielleicht leigt sie mir auch einfach Wink
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Maler



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Verfasst am: 12/2/2009, 00:09  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Peter hat geschrieben:

Ja, man kann seine Herkunft nicht verleugnen. Seltsamerweise verstehe ich euch Wessis immer gut, blos umgekehrt gibt es Probleme... Very Happy
Bist du dieses Jahr wieder in Dinkelsbühl? Smile

Ich hätte jetzt nicht erwartet, dass du unseren Schwaben-Oberbayern-Mix besser verstanden hast Very Happy

Dieses Jahr wird es bei mir wahrscheinlich nichts mit Dinkelsbühl, weil ich wohl zu der Zeit in Schweden/Norwegen unterwegs bin. Schade, eine Wiederholung des längsten VC-Usertreffens aller Zeiten hätte mich gefreut Smile

Peter hat geschrieben:
Habe mir mal was von den Grabnebelfürsten angehört. Der Stil ist wirklich recht ungewöhnlich, irgendwie so fröhlich, garnicht so richtig Black-Metal-typisch. Nocte Obducta sagt mir jetzt auf die Schnelle nichts, werde bei Gelegenheit mal reinhören.


Von Gnf gibt es leider fast nichts im Netz zu finden. Die Musik ist total verrückt find ich, aber nicht im Sinne von Lustig, sondern eher krank verrückt. Der Sänger klingt teilweise echt, als wäre er dem Wahnsinn recht nahe und schafft es sogar teilweise Gespräche von mehreren Personen mit verschiedenen Stimmen darzustellen. Sehr ausdrucksvoll das ganze und auch die Texte sind ziemlich komplex.
Von Nocte gibt es einiges auf Youtube. Besonders zuempfehlen: Und Pan spielt die Flöte, Vorbei, Tage die Welkten, Schwäne im Moor, Frühling, Herbst,...eigentlich fast alles Very Happy . Dabei unbedingt die Texte immer dazu lesen, die versteht man leider nicht immer so gut. (Die Nachfolgeband von denen, Agrypnie, war 08 übrigens auch auf dem Summerbreeze, hast du die angeschaut?)

Viele Grüße, Stefan
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Katastrophenchemiker
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Verfasst am: 12/2/2009, 01:30  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Also ich finde es schwierig, zumindest für mich, mir einen Musikgeschmack zuzuordnen.
Zum einen kann ich mir die mannigfaltigen Musikrichtungen nicht merken, zum anderen weder Titel noch den Interpreten (außer ich hör das Lied zum 10 Mal und bekomme gesagt von wem das ist... 0-8-15 Radio lässt grüßen)
Oftmals, besonders wenn man ein Lied sucht, das einem gefäll ist das bisschen blöd Embarassed
Egal Very Happy

Erstmal noch ein herzliches Dankeschön an den Maler, der den Namen der Band "Nocte" erwähnt hat.
Gefällt mir!

Leider kam ich in meinem bisherigen Leben noch nicht groß dazu ein Instrument zu spielen. Meine Eltern waren da etwas "lärmenthaltsam".
Dennoch hat sich ein spezieller Musikgeschmack entwickelt, der eigentlich alle Musikrichtungen zulässt.
Vor einigen Monaten war es noch Rock, mit Rammstein, was mit zunehmender Albenzahl nachlies, dann die Metalrichtung, dann bei Youtube und im CD-Regal auf Klassik aller Art gestoßen, aktuellen/älteren Pop was weiß ich nicht alles. Grad war es noch mehr Elektro, mit Röyksopp und Kraftwerk, und Ska (da aber nur Distemper (warum auch immer) nun in Richtung Metal. Amon Amarth und was nicht alles aus dem 4GB Ordner wird wieder hervorgewühlt... Keine Ahnung, ich hör irgendwie alles gern oder ich weiß nich wirklich was ich will. Very Happy

Was dieses "Abtun von Metal als Geschrammel" angeht, gibts wirklich die verschiedensten Meinungen. Aber mit einer Sache muss ich dir zustimmen, Peter:
Peter hat geschrieben:
Wenn man sie nur nebenbei dudeln lässt, klingen die Songs wie stupider "Voll auf die Fresse Deathmetal".

Einfach nur so nebenherdudeln lassen kann man diese Musik nicht. Man muss HINhören.

Allerdings finde ich es sehr schade, wenn sich manche Leute zu sehr auf eine Musikrichtung/Bandbandbreite (sprich Bändband) festlegen. Oder gar daraus noch Bewertungen ziehen.
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Micha2



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Verfasst am: 18/2/2009, 20:44  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

2-Propanon hat geschrieben:

@Hartmut
hast du vllt. eine Empfehlung für ein größeres Klavierstück von Beethoven?

Ich bin zwar nicht Hartmut, aber hör' mal da rein:
 reinhören lohnt sich
Unter "Download Free MP3" kann man jeweils einen Satz aus drei der berühmtesten Klaviersonaten Beethovens anhören.
Infos zum Klavierwerk von Beethoven findet man  hier

Die besten Interpretationen (aller 32 Klaviersonaten) stammen m.e. von  Friedrich_Gulda
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Unglückseliger: Du wirst bekommen was du haben wolltest.
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