CPU-Dioxid


Alter: 25
Hier seit: 16.04.2007
Beiträge: 1678
Wohnort: Pfalz

|
|
Hallo mal wieder.
Aus reichlich Langeweile, einem Magnetrührer und etwas Krimskrams entstand folgendes:
"Drehzahlmessung und andere Spielereien mit einem Magnetrührer":
Material:
-Magnetrührer
-Multimeter mit Frequenzmessung
-Spule mit passendem Kern
-Krokodilklemmen (4)
-LED
-Widerstand (in etwa: 0,2 Ohm < R < 10 Ohm)oder Verwendung minderwertiger Krokodilklemmen
Durchführung:
Nachdem man den Magnetrührer auf höchster Drehgeschwindigkeit eingeschaltet hat, platziert man die Spule mit Kern auf der Oberseite des Rührers
und verbindet die Enden der Spule mit dem Multimeter im Frequenzmodus.
Das Multimeter zeigt nun die Drehzahl des Rührers in Hz an:
20,74Hz*60s=1244,4Upm
interessant: laut Hersteller beträgt die max. Drehzahl 1100Upm...
Anschließend kann man ermitteln, ob der Rührer die Drehzahl unter Last korrigiert:
man belastet die Spule mit 0,2-10 Ohm (oder mit 2 in Reihe verbundenen Krokodilklemmen, wenn man die Dinger für 10ct/stück verwendet funktioniert das auch), was einerseits eine beträchtliche Last darstellt, andererseits aber noch Spannung für das Messgerät übriglässt.
Im Fall meines recht betagten Combimag RCT ergab sich folgendes:
20,45Hz*60s=1227Upm
Immer noch über der Herstellerangabe, aber sogar hörbar weniger - also ein ungeregelter Rührmotor (wer hätts gedacht... )
Wer immer noch Lust hat kann sich folgenden Spass gönnen:
Spannungsmessung der Spule:
Wechselspannung mit 1,532V eff, d.h. die Spitzenspannung reicht für eine schwache LED...
und tatsächlich:
Die LED flackert hektisch mit der Motordrehzahl von 20,74Hz (keine messbare Belastung) und produziert, wenn man mit ihr in den Schlitz unter der Heizplatte leuchtet das Bild eines stehenden Rührmagneten, was sich photographisch leider nicht festhalten ließ, und auch nur bei stark abgedunkelter Umgebung funktioniert...
Erklärung:
Der Magnetrührer treibt den Rührmagneten durch einen unter der Platte rotierenden Magneten an. Ein bewegtes Magnetfeld induziert eine Spannung in eine Spule, diese Spannung alterniert mit jeder Umdrehung des Magneten. Die Einschaften einer solchen unter (Wechsel-)Spannnung stehenden Spule werden in diesem Experiment aufgezeigt. Das Multimeter misst die Frequenz und die Spannung während die Diode die praktischen Auswirkungen zeigt: Sie schneidet die untere Hälfte der Welle ab und flackert deshalb im Rhytmus der Spannungsänderung.
Grüße CPUO2
|
|
|
|
_________________
Für die Anwendung experimenteller und unkonventioneller Methoden.
Zuletzt bearbeitet von CPU-Dioxid am 14/8/2007, 13:54, insgesamt 2-mal bearbeitet |
|