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Luminol



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Hier seit: 01.08.2006
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Verfasst am: 2/9/2006, 20:58  Titel:  Chemolumineszenz mit Singulettsauerstoff Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Geräte:
Zweihalskolben 250ml
Erlenmeyerkolben 50 oder 100ml
Tropftrichter
Glasrohr
Gummistopfen
Gaseinleitungsrohr
Schlaucholive für Zweihalskolben
Schlauchmaterial
Gaswaschflasche
Wasserstrahlpumpe

Chemikalien:
Natriumhydroxid
Wasserstoffperoxid (30%ig )
Kaliumpermanganat
konz. Salzsäure

Sicherheitshinweise:
Natriumhydroxid und konz. Salzsäure sind ätzend. Wasserstoffperoxid ist gesundheitsschädlich. Kaliumpermanganat ist brandfördernd, gesundheitsschädlich und umweltgefährlich.

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Durchführung:
Man baut zuerst folgende Apparatur auf:

Image

Dann wird in dem Zweihalskolben 25g Natriumhydroxid in 125ml Wasser gelöst (Achtung: Hitzeentwicklung!).
Diese Lösung lässt man auf Raumtemperatur abkühlen und fügt anschließend 35ml Wasserstoffperoxid hinzu, wobei die Temperatur nicht ansteigen darf.
In einen kleinen Erlenmeyerkolben (50 oder 100ml) wird soviel Kaliumpermanganat geben, dass der Boden bedeckt ist. Über das Glasrohr wird vrosichtig die konz. Salzsäure hinzugetropft und es entwickelt sich Chlorgas.

Image

Durch den Unterdruck, der Wasserstrahlpumpe(es geht auch mit ner Luftpumpe für Schlauchboote),
im Zweihalskolben wird das Chlor aus dem Erlenmeyerkolben in die Lösung geleitet. Die alkalische Wasserstoffperoxidlösung leuchtet nun rot auf.

Image
(Foto von Chris)


Erklärung:
Sauerstoff lieg im Grundzustand, im Gegensatz zu den meisten anderen Molekülen, als sog. Triplett Molekül vor. D.h. die p-Elektronen zweier einfach besetzten p-Orbitale besitzen einen parallel gerichtete Spins (symbl. 3O2). Durch die Reaktion von Chlor mit Wasserstoffperoxid und NaOH entsteht energetisch angeregter Singulettsauerstoff.

Cl2+H2O2 +2OH- ----->2H2O + 2Cl- + 1O2

In diesem Singulettzustand besitzen die beiden p-Elektronen antiparallele Spins (symbl. 1O2). Unter Aussenden von rotem Licht geht der Singulettsauerstoff in den energetisch günstigeren Triplettsauerstoff über.

1O2 -----> 3O2 + Licht


Anmerkungen:
In der Literatur habe ich auch gelesen, dass man N-Bromsuccinimid (NBS) zur alkalischen Wasserstoffperoxid-Lösung geben kann, wobei genauso Singulettsauerstoff entsteht, der unter Aussenden von Licht zum Triplett Molekül übergeht. Leider war mir dieser Versuch mangels NBS nicht mögliche und ich musste mich mit Chlor begnügen.


Entsorgung:
Die alkalische Wasserstoffperoxidlösung kann neutralisiert und im Abguss gegeben werden. Die ebenfalls anfallende Manganlösung kommt zu den Schwermetallabfällen.



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