David

Alter: 22
Hier seit: 30.01.2005
Beiträge: 761
Wohnort: Nähe Augsburg Kreis: DLG

|
|
Mit der Reimer-Tiemann-Reaktion kann man, anders als mit der Liebermann-Probe, sehr viele Phenole nachweisen ,wobei sich charakteristisch gefärbte o-Hydroxyaldehyde (z.B Beta-Naphtol, Königsblau; Resorcin, Eosinrot) bilden.
Geräte
Reagenzglas
Pipetten
Brenner
Chemikalien:
Phenol
Natronlauge 2molar
Trichlormethan (Chloroform)
Sicherheitshinweise:
Phenol ist giftig und ätzend. Natronlauge ist ätzend. Chloroform ist gesundheitsschädlich.
Durchführung:
In ein Reagenzglas gibt man zuerst eine Spatelspitze Phenol oder eine andere zu untersuchende Substanz:
Nun gibt man ca. 1ml 2molare Natronlauge hinzu und schüttelt ein wenig, bis sich das Phenol gelöst hat.
Nun gibt man aus einer Pipette 5 Tropfen Chloroform hinzu, worauf sich 2 Schichten bilden und die Mischung sich noch nicht verfärbt
Nun erhitzt man mit einem Fön oder hält das Reagenzglas weit über der Brennerflamme und schüttelt dabei gut durch.
Es tritt eine gelbe Färbung auf.
Erklärung:
Beim Umsetzen von Trichlormethan mit Natronlauge bildet sich Dichlorcarben.
CHCl3 + NaOH ----> :CCl2 + H2O + NaCl
In alkalischer Lösung dissoziiert Phenol aufgrund seines leicht sauren Charakters. Das gebildete Phenolatanion reagiert mit Dichlorcarben wobei das o-Hydroxy-benzaldehydanion entsteht.
Entsorgung:
Die Reste kommen in den Behälter für halogenhaltige Lösungsmittelabfälle.
|
|
|
|
Zuletzt bearbeitet von David am 28/1/2006, 13:06, insgesamt einmal bearbeitet |
|