۞ Versuchschemie.de :: - Wie gefährlich ist Mangandioxid (braunstein)?
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eule




Hier seit: 18.11.2009
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Verfasst am: 12/4/2012, 14:16  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

hehe, ja, das waren noch zeiten ...
und nicht zu vergessen die wundertoll per tschernobyl radioaktiv gewordenen waldpilze, die man trotz aller warnungen sammelte und mit großem genuß verspeiste Very Happy - dank der weithin grassierenden atompanik fand man damals wenigstens mehr pilze als pilzsammler in den wäldern
_________________
Glauben ist exakt solange etwas Gutes, wie es die Angabe einer Wahrscheinlichkeitsabschätzung bezeichnet!

Wahnsinnig mag zutreffen, aber mein wahnsinn hat methode.

Schämen sollten sich die Menschen, die sich gedankenlos der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst. (A. Einstein)
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Entropie

Was ist ein Superuser?


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Verfasst am: 12/4/2012, 15:11  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

chemiker988719 hat geschrieben:
Ab welcher Menge ,die in den körper kommt ,wäre es denn gefährlich?ab ein paar mg,g,oder kg?


Es dürfte wohl hinreichend unwahrscheinlich sein, dass Dir Mengen von kg oder g in den Körper gelangt sind,
es sei denn, Du hast es Dir noch auf ein Butterbrot geschmiert Wink . Du wärst vermutlich der erste Mensch weltweit,
der sich an MnO2 vergiftet.

Beim MnO2 müsste nach der gesetzlichen Einstufung die LD50 irgendwo zwischen 200 und 2000 mg/kg Körpergewicht liegen.
Bei 60 kg Körpergewicht wären das dann 12 Gramm bis 120 Gramm MnO2.
Wie willst Du derart riesige Mengen beim Hantieren versehentlich aufnehmen?

Bei PAHs wie BaP, welches ggf. in Russ oder Teer etc. in mehr oder minder geringen Mengen enthalten sein kann, sähe die gefährliche Dosis ganz anders aus! Da reicht ggf. schon eine Menge von Nanogramm in einem Mikroliter Lösungsmittel auf der verletzten Haut
eines Versuchstiers für schweren Schaden aus, wenn es lange einwirken kann. Selbst das ist aber bei so einem Hantieren praktisch ausgeschlossen, wenn man sich sofort nach der Sauerei gründlich die Finger wäscht.
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rhodium




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Verfasst am: 12/4/2012, 15:21  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Mangan (im Körper) ist in ziemlich übles Gift, man wird laut Giftlexikon zu einem (Originalzitat) "langlebigen Krüppel" so man die Vergiftung überlebt. Dies gilt aber natürlich nur wenn man sich eine chronische Mn Vergiftung einfängt oder grosse Mengen davon in resorbierbarer Form zu sich nimmt (Mn2+ Salze).

Als Braunstein kann man "Mangan" wohl eher als ungefährlich bezeichnen, zumindest so lange man diesen nicht mit Aluminium reduziert (das wird dann heftig) oder in einen Kanister mit hochkonz. Peroxid einbringt.
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„Die völlige Abwesenheit von Wissen ist kein Hindernis auf dem Weg nach oben, sondern Voraussetzung für einen erfolgreichen Aufstieg“. Henryk M. Broder
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Phenolphthalein




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Verfasst am: 12/4/2012, 19:00  Titel:  Re: Wie gefährlich ist Mangandioxid (braunstein)? Antworten mit ZitatNach untenNach oben

chemiker988719 hat geschrieben:
Ich habe eine zink-kohle batterie auseinandergebaut und nun etwas Mangandioxid(Braunstein) an den händen.Ist das gefährlich?Wenn ja ,wie gefährlich?

Das Braunstein ist nicht wirklich gefährlich, allerdings das KOH in Batterien (an den Händen)!!!
Wer Braunstein günstig sucht... Bitte keine 100000 Batterien aus einander bauen, sondern für 5€/kg kaufen, zB. bei Kremer-pigmente.

EDIT: MnO2 essen ist dennoch nicht gut, wegen: MnO2+HCl--->MnCl2+H2O+1/2 O2
Das MnCl2 enthält ja Mn in +2
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Re-Evolution




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Verfasst am: 12/4/2012, 19:34  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:

EDIT: MnO2 essen ist dennoch nicht gut, wegen: MnO2+HCl--->MnCl2+H2O+1/2 O2
Das MnCl2 enthält ja Mn in +2


Das entstehende Mangan(II) ist bei dieser Reaktion das geringste Übel, da die obige Reaktion nicht eintritt, da die Reaktionsgleichung alles außer fachlich korrekt und ausgeglichen ist.

Zum anderen bezweifle ich die Reaktion von sehr gering konzentrierter Salzsäure mit Mangandioxid, da es sich bei diesem um ein Oxidationsmittel handelt, würden im Körper vermutlich noch wesentlich mehr andere, durchaus interessante Reaktionen eintreten.
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Drum prüfe, wer sich ewig bindet, wo sich das Amtsgericht befindet.
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Phenolphthalein




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Verfasst am: 12/4/2012, 21:45  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Mein Fehler, es entsteht Chlor.
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chemiker988719



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Verfasst am: 14/4/2012, 11:18  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Phenolphthalein:
befindet sich in Zink-Kohle batterien KOH?
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Phenolphthalein




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Verfasst am: 14/4/2012, 21:53  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Kathode=MnO2=Braunstein
Anode=Gemenge aus KOH und Zink

 http://de.wikipedia.org/wiki/Alkali-Mangan-Batterie

in Zink-Kohle, die es zu 99% eh nicht mehr gibt ist NH4Cl Lösung als Elektrolyt

dachte, dass der Autor vllt eine Alkali-Mangan-Batterie für eine Zink-Kohle gehalten hat, denn eigentlich sind diese so selten, dass ich vermutet habe, dass man solche kaum noch verwendet...
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Entropie

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Verfasst am: 15/4/2012, 03:40  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

rhodium hat geschrieben:
Mangan (im Körper) ist in ziemlich übles Gift, man wird laut Giftlexikon zu einem (Originalzitat) "langlebigen Krüppel" so man die Vergiftung überlebt. Dies gilt aber natürlich nur wenn man sich eine chronische Mn Vergiftung einfängt oder grosse Mengen davon in resorbierbarer Form zu sich nimmt (Mn2+ Salze).


Das ist mir neu. Es muss dann allerdings erstmal resorbiert werden.
Ich las gerade zufällig, niedrig dosierte Mn-Verbindungen sollen im Falle einer EHEC-Infektion angeblich hilfreich sein...

Ich hab mal nachgesehen: Verschlucken von KMnO4 ist natürlich schädlich, Einatmen von Mn-Verbindungen natürlich wie
zahllose Stoffe ebenso.
Als weitere Folge finde ich Manganismus als neurologische Schädigung durch eine chronische Mn-Vergiftung.
Sie ähnelt offenbar Parkinson und führt zu Nervenschädigungen und Problemen beim Gehen usw..

Allerdings trat sowas nur selten vereinzelt bei einem Mitarbeiter einer MnO2-Mühle auf, der über Monate bis
Jahre MnO2 einatmete. Ausserdem ist eine Entgiftung möglich.
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Neptunium




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Verfasst am: 16/4/2012, 08:48  Titel:  Batteriezellen Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Phenolphthalein hat geschrieben:
in Zink-Kohle, die es zu 99% eh nicht mehr gibt ist

für eine Zink-Kohle gehalten hat, denn eigentlich sind diese so selten..


Mal nachprüfen - 99% sind es nicht.

Man kann das leicht an dem Falz erkennen der durch das Zuwalzen entstanden ist.
Bei Zink-Kohle-Zellen ist Minus eine Hülse aus Zink, diese werden am Pluspol-Ende zugewalzt.
Alkali-Mangan-Zellen haben eine Hülse aus vernickeltem Blech, die den Pluspol bildet und werden am Minus-Ende zugewalzt.
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Die kritische Masse von Neptunium beträgt 60kg - Ich wiege 80kg
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Entropie

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Verfasst am: 16/4/2012, 15:11  Titel:  Re: Batteriezellen Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Neptunium hat geschrieben:
Phenolphthalein hat geschrieben:
in Zink-Kohle, die es zu 99% eh nicht mehr gibt ist

für eine Zink-Kohle gehalten hat, denn eigentlich sind diese so selten..


Mal nachprüfen - 99% sind es nicht.


In den USA gibt es die schon lange kaum noch. In Europa sollen die aber noch einen nicht unerheblichen Marktanteil haben.
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chemiker988719



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Verfasst am: 19/4/2012, 14:38  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Es ist 100% eine Zink-kohle und keine alkali-mangan batterie.
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