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eule




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Verfasst am: 2/3/2012, 13:02  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

gabs da nicht den plan, unten an der gondel am kabel oder seil eine kleine schüssel mit großem abstrahlwinkel baumeln zu lassen? wenn das ding nicht größer ist, als die kleinen dinger an den apollo-kapseln und ca 50m unter der eigentlichen kapsel hängt stört das auch nicht das kamerabild, ergibt höchstens son netten effekt, wie man ihn von instrumententrägern eben kennt. vllt ist das ja obendrein als träger der schon angesprochenen aufwärts zur gondel ausgerichteten cam sowie für einen teil der externen messungen von druck, temperatur, taupunkt usw ganz brauchbar. obendrein gabs doch die idee mit dem gestreckten doppelpendel zum schwingungsausgleich, sodaß eine solche sub-gondel auch diese funktion ausüben kann
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Wahnsinnig mag zutreffen, aber mein wahnsinn hat methode.

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Hartmut
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Verfasst am: 3/3/2012, 15:26  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

eule hat geschrieben:
statt einem elektrischen durchschmelzen könnte man auch ein hydraulisches/ölhydraulisches koppelsystem verwenden, das am boden "unter druck gesetzt" und mit einem oder zur sicherheit mehreren elektrisch/elektronisch gesteuerten ventilen (öffner, nicht schließer) verschlossen wird. öffnet man nun die ventile, so läuft das öl aus, (wird ggf per schlauch nach unterhalb der kapsel geleitet), die klemmvorrichtung lockert sich und die innere hülse rutscht glatt heraus. nutzt man das passende öl, so hat man auch bei sehr tiefen temperaturen kein problem mit einem eventuellen versagen durch einfrieren. eine zu starke kühlwirkung, die ein abschmelzen verhindert kann so nicht auftreten.

Das ist eine absolut geniale Idee, auf die bin ich noch gar nicht gekommen. Bei so einer Art Ballonkatheder brauchen wir praktisch nur ein elektrisches Fluidventil. Den Katheder könnte man sich vielleicht aus einem Stück Rennrad-Schlauch bauen. Aus Gewichtsgründen sollte das Fluid ein Gas sein. Ich denke, daß ein guter Rennradschlauch ohne Mantel bis zu mehreren bar Druck aufgeblasen werden kann, ohne zu platzen. Sicher muß nur sein, daß der Gummi in der Saukälte nicht spröde wird.

Organikus hat geschrieben:
Ich mein das Projekt ist super faszienierend und spannend aber wenn da wirklich die Medien auftauchen und das so ein Massenspektakel wird, warum dann nicht gleich das Projekt als Werbeplattform für unsere Sache nutzen?? Wir könnten öffentlich anprangern wie es der Chemiker Gemeinde seitens des Staats seit Jahren ergeht. Wenn man dann noch einen Redner hat der das ganze ein bisschen asuschmückt und den Forschergeist in den Vordergrund stellt, schlagen wir doch zwei Fliegen mit einer Klappe.
Warum geben wir dem Projekt keine politische Überschrift? - Drucken auf den Ballon was drauf, ala "Freiheit der Wissenschaft" oder irgendso einen massentauglichen Käse! =))

Sowas ist delikat und kompliziert. Eine Gelegenheit wäre das durchaus aber ich persönlich möchte echt nicht so einen überzeugten Spinner raushängen lassen, der "ne Message rüberbringen" will. Einen Vorzug aber haben wir immerhin, indem wir nämlich keine verfilzten, Joint-rauchenden, bis Mittag schlafenden Ökospontis sind, sondern die Leistungsträger und die künftigen Leistungsträger dieser Gesellschaft, die hier die Maschinen zum Laufen bringen und sich 60 Stunden die Woche den Arsch aufreißen.

CD-ROM-LAUFWERK hat geschrieben:
*grummel*
ich hatte irgendwie die 1100mAh im kopf, aber die waren von dem GoPro akku... Wink

Passt schon, Kelly! Razz

CD-ROM-LAUFWERK hat geschrieben:

gegen überdruck/berstdruck kann man das untere ende doch auch einfach offen lassen?
dann würde jedes überschüssige gas immer entweichen, aufgrund des auftriebs aber erst sehr weit oben

Das war auch schon durch meine Vorstellung gegeistert, aber der "drucklose Ballon" ist nur eine theoretische Näherung. Wenn sein Gewicht konstant bleibt, erreicht ein Auftriebskörper die größte Höhe bei seinem größten Volumen. Und ich habe keinen Zweifel, daß das Gewicht der Folie selbst schon dazu führen würde, daß der Ballon sich nicht maximal spannen kann, wenn unten Gas entweichen kann. Man müßte stattdessen ermitteln, bei welchem Relativdruck der Ballon sich maximal spannt, ohne zu platzen. Erst hier sollte man durch ein Ventil Gas ablassen. Übrigens wird die Bemessung der Gasmenge nicht so einfach sein, wie ich am Anfang dachte. Beim Befüllen wird das Gas durch die Entspannung sehr kalt sein und wie seine Temperatur sich während des Aufstiegs entwickelt, darüber könnte ich nichtmal spekulieren. Um einen sehr schnellen Aufstieg zu bekommen, wollte ich ja mehr Gas einfüllen, das dann an der Prallhöhe entweichen soll. Dann könnte es aber auch passieren, daß der Ballon so schnell nach oben schießt, daß er an der ersten Prallhöhe schneller platzt, als das Ventil Gas ablassen könnte.

@ Neptunium
Danke für den schönen Versuch und die Fotos! Ich denke sogar, daß der Zeitpunkt bis zum Durchbrennen sich in Deiner Versuschsanordnung streckt, weil die Hitze der Heiznadel hier durch das viele Metall drumrum abgeführt wird.

Entropie hat geschrieben:
8 ft. Wetterballons sind ziemlich billig in den USA zu bekommen (ca. $ 10-20), 16 ft. (= ca. gut 5 m) Durchmesser kosten um $ 80.
Die gibt es z.B. bei Edmund Scientifics (Barrington, NJ) und Herbach&Rademan (New York).

Das ist Kinderkram, die sind viel zu klein. Latexballon ist immer eine schlechtere Alternative zum Selbstbau eines großen Folienballons, wenn man eine sehr große Höhe erreichen will. Und die am wenigsten schlechte Alternative wäre dabei der größte lieferbare Latexballon, von dem man dann auch noch mehrere verwenden sollte. Und Ballons mit einem Berstdurchmesser von 10 m und mehr kosten eben wirklich mehrere 100 Dollar. Das ist der Grund, warum Amateure wohl noch nie Höhen von 37 km und mehr erreicht haben, weil sie von den größten lieferbaren Latexballons nichtmal einen einzigen hatten.

@ Oldtimer
Dein Konzept mit dem Atmel klingt vielversprechend. Und die Datenübertragungsrate wäre groß genug, um eine Menge an Meßwerten zu übertragen, inklusive der Temperatur im Ballon selbst. Um übrigens bei einem fast freien Fall den jeweiligen Luftdruck zu erfassen, sollte man sich vielleicht an Flugzeugen orientieren, die stecken den Barosensor dabei in ein speziell konstruiertes Rohr. (Es geht um die Vermeidung eines Staueffekts oder eines Sogeffekts wie bei der Wasserstrahlpumpe durch den starken Fallwind).

Oldtimer hat geschrieben:
Es gibt übrigens noch einen Weg, die Batteriekapazität zu strecken: Da oben scheint den ganzen Tag die Sonne...

Leider können selbst die leichtesten (organische) Solarmodule längst nicht mit der Energiedichte der erwähnten Energizer-Lithiumzelle von 1,5 V und fast 3 Ah bei nur 14,5 g Gewicht mithalten. Organische Solarmodule wären dann aber ein Segen bei dem ganz anders gearteten Fall, daß man einen drucklosen Ballon Wochen oder gar Monate lang oben lassen will (wobei er wahrscheinlich aus lauter Langeweile eine ganze Weltreise macht, bevor er dann über Nordkorea von einer Flugabwehrrakete abgeschossen wird).

Oldtimer hat geschrieben:
Als Bauform der Nutzlast schlage ich einien Lollipop ( Eis am Stiel) vor - eine Kugel oder Würfel mit einem leichten Fiberglasrohr nach oben. Das Rohr kann den Fallschirm aufnehmen, und eventuelle vertikal polarisierte Antennen. oben kann man evtl. einen festen Schirm anbringen, der beim "Wiedereintritt" den freien Fall etwas bremst

Genauso hatte ich mir das auch gedacht: eine Kugel, über ein starres Rohr mit dem Ballon verbunden. Schon gleich nach dem Abkoppeln soll ein Minifallschirm die Orientierung der Kapsel stabilisieren, so wie Joseph Kittinger bei seinem Absprung aus 31 km Höhe im Jahr 1960 das gemacht hat. Trotz er diesen kleinen Fallschirm offen hatte, muß er fast Schallgeschwindigkeit erreicht haben. Die würde unsere Kapsel bereits nach 5,5 km freien Fall erreichen und nach 22 km Fall theoretisch sogar Mach 2. Man muß sich mal vorstellen, daß es bei noch höheren Geschwindigkeiten schon langsam anfängt, heiß zu werden. Damit unsere Kapsel ihr Dasein als Sternschnuppe beendet und wir uns alle was wünschen können, kommen wir aber dann doch nicht hoch genug.

Oldtimer hat geschrieben:
Als Aktoren für die Auslösung stelle ich mir so was wie Gurtschlösser en miniature vor, die Kraft wird durch eine Klinke gehalten, die Betätigungsspule muß nur die Klinke aus dem Weg räumen und dazu lediglich einen mm oder weniger betätigen - Relais schlachten. Wenn das ganze noch federbelastet und Kniehebelartig ausgeführt ist, hat eine kleine magnetische Ursache eine gewaltige Wirkung. Man sollte das Problem vielleicht mal dem Herrn Newtoolsmith vorlegen.

Ich hatte auch schon an das Prinzip eines elektrischen Türöffners gedacht. So klein man eine elektromagnetische Auslösung vielleicht auch bauen könnte, darf man aber nicht vergessen, daß man in jedem Fall eine gewickelte Spule mit Kern braucht und sowas ist immer schwer.

Oldtimer hat geschrieben:
Das spricht übrigens gegen eine Acrylglaskugel, das Nutzlastpack sollte möglichst isoliert sein, und nur die Kamera(s) durch entsprechende Fenster schauen!
Eine andere Frage ist, ob man die Nutzlastkapsel hermetisch verschließt (also unter Druck hält) oder nicht.

Hermetischer Verschluß erscheint mir als ein must have. Wenn man nämlich ganz sicher gehen will, setzt man die Geräte nicht dem Vakuum aus. Jemand sprach schon eine mögliche Ausbeulung der GPS-Maus durch das Vakuum an, ein anderer befürchtete unkontrollierte Entladungen an Hochspannungsteilen (Blitzlicht-Kondensator). Von der Erfahrung ausgehend, daß selbst eine Cola-Pfandflasche starkwandig genug ist, um mehrere bar Druck auszuhalten, meine ich, daß eine Acrylglaskugel von 1 - 2 mm Wandstärke alles aushält. Wenn die nur 20 cm Durchmesser hat, wiegt sie auch nur um die 100 - 200 Gramm und wir sparen Gewicht dadurch wieder ein, daß wir Gerätegehäuse weglassen können, wie z.B. auch das druckdichte Gehäuse der GoPro.

Neptunium hat geschrieben:
Angenommen der Flug ist mit 2 Stunden Aufstiegszeit projektiert -nur als Rechenbeispiel-
Ich würde die Batteriekapazität aufteilen in zwei Batterien, eine davon in der ersten Stunde leerfahren und dann abwerfen - natürlich mit Fallschirm.

Ich glaube, der Einspareffekt wäre zu gering, zumal wir die Stromversorgung lieber erheblich überdimensionieren würden, um ganz sicher zu gehen. Zumal bei einem umso größeren Ballon das Gewicht der Kapsel gegen das Gewicht der Ballonhülle immer weniger relevant wird. Da erreichen wir einen sehr viel größeren Effekt z.B. eher durch Aufheizung des Ballongases durch die Sonne.

Neptunium hat geschrieben:
Bei allem was für die Höhe relevant ist, ist Kompromisslosigkeit angesagt. Das heißt Wasserstoff. Wenn es für die Zuschauer ein Problem sein könnte muss nicht der Wasserstoff weg, sondern die Zuschauer - zumindest weiter weg.


Kohlenstoffkarbid hat geschrieben:
Den zusätzlichen Auftrieb braucht man auf jedem Fall.

Dichte Luft 1,293
Dichte Helium 0,1785
Dichte Wasserstoff 0,0899

Differenz Luft - H =1,1145 (Auftriebsdichte von Wasserstoff)
Differenz He - H = 0,0886 (Dichtedifferenz bzw. Auftriebsverlust bei Gebrauch von Helium)

Alle Dichteangaben sind in Kilogramm pro Kubikmeter bei Normaldruck.

Macht einen Auftriebsverlust von immerhin 7,95 %

Gebe ich Euch vollkommen Recht. Nur ist das sicher auch eine Genehmigungsfrage. Und solange ein Ordnungsamt willkürlich etwas verweigern darf, gucken wir dann in die Röhre. Zudem ist mit Wasserstoff tatsächlich nicht zu spaßen. Im Unterschied etwa zu Methan oder Propan hat Wasserstoff z.B. eine extrem niedrige Zündenergie. Schon die Reibung schnell ausströmenden Wasserstoffs an einem Wassertropfen soll u.U. ausreichen können, daß er Feuer fängt. Durch Entladungsfunken von Kleidungsstücken sowieso. Was passiert z.B. in der Ozonschicht, wenn die Folie nur ein Nadelstich-kleines Loch hat? Ozon entzündet Wasserstoff sofort.

Oldtimer hat geschrieben:
Ich plädiere außerdem dafür, vor dem Rekordversuch mit teurem Folienballon ein oder mehrere Versuchsflüge mit Latexballonen zu unternehmen, um eventuelle Fehler mit vertretbarem Aufwand zu finden.

Das sowieso! Zumal, wenn die Kapsel, samt all ihrer Kosten erstmal verwirklicht ist, der Start mit einem Allerwelts-Latexballon wirklich kaum mehr kostet, als einmal Essen gehen.

Statt etwa chemischer Auslöser hätte ich mich über eine Idee für einen echten Bezug zur Chemie eher gefreut. Mir fällt aber auch selber nichts ein. Etwa Proben aus Stratosphärenwolken zu entnehmen (die es bei uns gar nicht gibt) wäre eine schöne Sache gewesen oder auch kosmischen Staub einzufangen. Hier stellte sich aber die Frage, wie? Mangels Atmosphäre könnte man hier das Staubsaugerprinzip nicht anwenden. Messungen in der Ozonschicht werden von Wetterdiensten schon gemacht.

eule hat geschrieben:
gabs da nicht den plan, unten an der gondel am kabel oder seil eine kleine schüssel mit großem abstrahlwinkel baumeln zu lassen? wenn das ding nicht größer ist, als die kleinen dinger an den apollo-kapseln und ca 50m unter der eigentlichen kapsel hängt stört das auch nicht das kamerabild, ergibt höchstens son netten effekt, wie man ihn von instrumententrägern eben kennt.

Eine Parabolantenne scheidet aus. Denn es geht ja um die Geometrie und Aerodynamik beim Absturz. Beim Aufstieg würde eine Ultraleicht-Schüssel etwa aus Styropor und Alufolie sicher gute Dienste leisten, beim freien Fall dann würde es diese Schüssel in Tausend Teile zerfetzen.

Es wäre schon ein Traum, könnten wir den Thread-Titel im wahrsten Sinne des Wortes verwirklichen: 50 km Höhe wären die halbe Strecke zum Weltraum. Im Unterschied zu den ganzen bisherigen Amateuraufnahmen, die kaum höher als 30 km gekommen sind, müssen Aufnahmen aus 40 - 50 km Höhe nochmal eine andere Welt sein. Das ist schon eine Zone der völligen Stille. Dort dürfte nichts mehr taumeln, herumwirbeln oder sich ständig drehen, sondern steif wie eine Orgelpfeife über der Erde schweben.
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Oh, daß die Deutschen ihre wahren Kräfte kennen und ihren Fleiß höheren Zielen zuwendeten; sie würden nicht mehr Menschen, sie würden Götter sein, denn göttlich ist der Geist dieses Volkes!
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eule




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Verfasst am: 3/3/2012, 16:27  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

in sachen des ballonkatheters dachte ich schon tatsächlich anvollsilikon - medizinprodukte. die dort verwendeten katheter werden mit drücken bis 10 bar zur anwendung gebracht (so etwa bei der ballondilatation verstopfter gefäße). des weiteren hatte ich einen koppelring aus teflon ballonseitig und entweder 3 oder 5 katheter gondelseitig in mind. da gas deutlich leichter ausleckt als jede flüssigkeit und zudem auch unter den genannten bedingungen deutlich kompressibler - unerwünscht durchrutschfähig - ist(man braucht pro katheter im grunde kaum mehr als ca 10 ml) dachte ich an zb methanol oder ähnlich tief schmelzende flüssigfüllung. medizinisches silikongummi gibt es in den verschiedensten güteklassen, was die kältesteifigkeit angeht. wird das kathetergummi zu steif, kehrt es nicht von selbst in die entpannte form zurück und die entopplung mißlingt. bekommt man nur welche, die in der kälte steif werden, so sollte man das ganze in einer beheizbaren hülse innerhalb der gondel unterbringen.

alternativ bliebe dann noch eine magnetische kupplung mit einem permanentmagneten, der ein eisenplättchen festhält (das kann bekanntlich sehr sehr fest sein) und zum abkoppeln liegt eine magnetspule drumrum, die nur einen kurzen moment lang stark genug ein des permanentmagneten gerade ausreichend starkes magnetfeld umgekehrter polarität erzeugt, um das eisen unter berücksichtigung der schwerewirkung aus dem griffe des permanentmagneten lösen zu können.

will man staub aus jenen hohen sphären einfangen, so bedient man sich üblicherweise einer möglichst großen kollektorfläche, die elektrostatisch stark aufgeladen ist. zumindest bedienten sich professionelle sonden der großen raumfahrtorganisationen verschiedentlich dieses prinzips. das ergebnis nimmt sich dann ähnlich auf, die ein geladener luftballon, den man unter dem sofa in die hintersten ecken rollt und wieder hervorzieht.

alternativ zu einer unter dem instrumententräger hängenden parabolschüssel wäre natürlich auch für den aufstieg eine als reflektor ausgelegte obere ballonrundung und während des abstiegs am fallschirm ein metallisierter fallschirm eine idee. ob man dabei die gondel selbst oder einen draht-dipol als eigentliche antenne bis in die nähe der brennebene bekommt wäre eine frage der gesamtkonstruktion.
ich halte es allerdings für verkehrt, die (euphemistisch) halbe sendeenergie ins all abzustrahlen statt sie ebenfalls zur erde zu schicken.
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Hartmut
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Verfasst am: 5/3/2012, 00:12  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

@ eule
Wenn wir das Prinzip des Ballonkatheders anwenden, müssen wir also einen kältefesten Gummi finden. Möglicherweise könnte das Latex sein, da ja auch Latexballons scheinbar unbeeindruckt die sibirischen Zonen der Atmosphäre durchsteigen. Ansonsten könnte man vielleicht in der Welt des Flugmodellbaus was finden, zumal dort alles sehr leicht gebaut sein muß.

Wenn @ Oldtimer eine Funklizenz hat, wird sich zeigen, welche Art Antenne wir brauchen. Wahrscheinlich läuft es dann auf eine nach unten gerichtete Yagi-Antenne hinaus, die über der Kapsel angebracht wird, die könnte aus Al-Röhrchen gebaut sein, die für den Fallwind beim Absturz stabil genug sind, oder aus dünnen Titanstäben.

Für die Acrylglaskapsel mit Krempe übrigens habe ich an Leichtbauschrauben gedacht, um sie revisionssicher zu verschließen. Dafür kämen z.B. Al-, Ti- oder Nylonschrauben infrage. Je leichter sie sind, umso mehr kann man einsetzen, um die Krempen dicht zu bekommen. Wenn man dieselbe Kapsel schon vorher bei Tests einsetzt, kann sie bei der Landung Kratzer abbekommen. Wenn das ausgerechnet vor den Kameralinsen geschieht, muß dann eine neue Kapsel her. Die ist zwar billig, aber einen Teil des Montageaufwands hat man dann nochmal.
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eule




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Verfasst am: 5/3/2012, 00:46  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

@ Hartmut, im falle einer solchen ballonkatheterkupplung müßte das gummi nicht nur kältefest sein, also nicht in der kälte zerkrümeln oder schlicht so steif werden, daß der in der wärme aufgedehnte ballon in der kälte in dieser form einfach stehenbleibt, sondern er müßte kälteelastisch sein, um eben die entsprechende formveränderung zu gewährleisten. ein einfacher kälteflexibler gummi wäre eine art notlösung.
welche elastomere hatten die beim apollo-programm für die raumanzüge, vibrationstoleranten dichtungen (zb am triebwerksapparat) und vergleichbaren teilen? ein gedanke meinerseits ist, evtl in den koppelring um jede bohrung herum 3cm heizdraht einzulassen, um eine sichere rückstellung des gummis zu gewährleisten. das braucht nicht viel zu heizen, nur genug um vor dem entkoppeln das gummi zu entsteifen (ca -10°C sollte warm genug sein)

Kratzer an der unterseite der kapsel dürften sich relativ gut vermeiden lassen, wenn man um die untere polrundung (und damit um das objektiv) ein paar buckel aus hartgummi aufklebt.
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Tetraethylborat



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Verfasst am: 5/3/2012, 08:59  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Warum eigentlich nicht statt schwerem Hartgummi und sonstigen schweren Materialien hauptsächlich Styropor verwenden?
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Organikus



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Verfasst am: 5/3/2012, 12:27  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Tetraethylborat hat geschrieben:
Warum eigentlich nicht statt schwerem Hartgummi und sonstigen schweren Materialien hauptsächlich Styropor verwenden?


Oder aus Aerogel selber giessen... ^^
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Kohlenstoffkarbid




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Verfasst am: 5/3/2012, 12:36  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hier gibts vernünftige große und frische Wetterbalone zu guten Preisen.

 http://www.amazon.com/30ft-Professional-Weather-Balloon-1200g/dp/B00513FWQI/ref=sr_1_cc_3?s=aps&ie=UTF8&qid=1330943701&sr=1-3-catcorr

Diameter at burst altitude = 30 ft
Diameter at release = 10 ft
Nominal Lift = 7.6 lbs
Maximum Lift = 15 lbs
Burst altitude = 115,000 ft (35 km)

Wenn man mehrere nimmt, das Gewicht der Zuladung reduziert und Wasserstoff nimmt, geht da echt noch was.
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Die Natur ist voll Gefahren! Giftige und berauschende Pflanzen und gefährliche Tiere lauern überall. Tod und Abhängigkeit sind die Folgen von Natur. Jeden Tag sterben viele Menschen. Daher bin ich dafür Besitz, Verwendung, Überlassung und Inverkehrbringen von Natur jeglicher Art zu verbieten und diese gewissenlosen Naturschützer hinter Gittern zu bringen.
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Organikus



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Verfasst am: 5/3/2012, 13:29  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Kohlenstoffkarbid hat geschrieben:
Hier gibts vernünftige große und frische Wetterbalone zu guten Preisen.

 http://www.amazon.com/30ft-Professional-Weather-Balloon-1200g/dp/B00513FWQI/ref=sr_1_cc_3?s=aps&ie=UTF8&qid=1330943701&sr=1-3-catcorr

Diameter at burst altitude = 30 ft
Diameter at release = 10 ft
Nominal Lift = 7.6 lbs
Maximum Lift = 15 lbs
Burst altitude = 115,000 ft (35 km)

Wenn man mehrere nimmt, das Gewicht der Zuladung reduziert und Wasserstoff nimmt, geht da echt noch was.


Solange der Wasserstoff da nicht durch diffundiert...
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eule




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Verfasst am: 5/3/2012, 21:56  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

wenn man die dinger so gering befüllt, daß die erst sehr viel höher platzen werden die in bodennähe kaum noch viel tragen.
anders ausgedrückt - wenn mit solchen ballonen die angepeilte höhe erreicht werden soll kostet allein die große anzahl nötiger ballons sicher genauso viel, wie der eine große aus anderer folie


gerade kam mir noch ein anderer koppelmechanismus in den sinn, der ebenfalls höchst einfach und womöglich ein ganzes stück weniger anfällig ist, als die sache mit dem schlauch. man ersetze den schlauch durch einen bowdenzug und das ventil durch eine einfache magnetische klemmvorrichtung, die elektromagnetisch gelockert, das drahtseil losläßt.
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Kohlenstoffkarbid




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Verfasst am: 6/3/2012, 01:57  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
wenn man die dinger so gering befüllt, daß die erst sehr viel höher platzen werden die in bodennähe kaum noch viel tragen.
anders ausgedrückt - wenn mit solchen ballonen die angepeilte höhe erreicht werden soll kostet allein die große anzahl nötiger ballons sicher genauso viel, wie der eine große aus anderer folie


Die Tragfähigkeit hängt allein von der Menge (Gewicht) und Dichte des Gases und nicht von der Höhe oder dem Volumen in dieser Höhe ab. X Kilogramm Gas bringen Y Kilogramm Zeug zum schweben, egal wie hoch oder groß der Ballon ist. Mehr als 6 Ballons werden zudem eh unwirtschaftlich.


Diameter at burst altitude = 30 ft
Diameter at release = 10 ft
Nominal Lift = 7.6 lbs
Maximum Lift = 15 lbs
Burst altitude = 115,000 ft (35 km)


Rechnen wir mal für 3 Ballone mit 3 Kilo Gesamtnutzlast:
Nenntraggewicht: 1200 Gramm Eigengewicht + 3400 Gramm Nutzlast = 4600 Gramm (100 % Füllvolumen)
Reduziert auf 1000 Gramm Nutzlast = 2200 Gramm Traggewicht = (47,8 % Füllvolumen).
Wasserstoff statt Helium = 47,8 / 1,0795 = 44,3 % Füllvolumen

Und nun 6 Ballone mit 3 Kilo:
1700 Gramm Traggewicht = 37 % Füllvolumen
Mit Wasserstoff = 34,5 % Füllvolumen

Mit dem reduzierten Volumen düfte das Teil somit schon ein gutes Stück höher steigen. Pi mal daumen 42 Kilometer müssten da schon drin sein. Und das für einen Bruchteil des Aufwandes eines Folienballons. 6 von den Dingern bekommt man für 450 Euro. So viel werdet ihr beim Folienballon allein für den Transport der Zutaten schon verbraten.
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Neptunium




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Verfasst am: 6/3/2012, 20:16  Titel:  Trennvorrichtung Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:

Danke für den schönen Versuch und die Fotos! Ich denke sogar, daß der Zeitpunkt bis zum Durchbrennen sich in Deiner Versuschsanordnung streckt, weil die Hitze der Heiznadel hier durch das viele Metall drumrum abgeführt wird.

Soviel Metall ist das nicht, bei 2mm Außendurchmesser können das nur Zehntel-Millimeter sein.

Versuch mach kluch: Probieren wir doch mal eine Wendel - hab Eisendraht von etwa 0,5mm gefunden, eine Wendel mit ca. 1mm Innendurchmesser gewickelt und festgelötet.
Image

Der Versuchsaufbau auf dem bereits bekannten Gestell der Ständerbohrmaschine, der bekannte Nylonfaden mit >8dN Tragkraft, als Gewicht eine Zange mit ca. 350g Gewicht.
Image

Nachdem der Draht sich versuchsweise mit 1A nicht so toll aufheizt wurde ein 6V Bleiakku angeklemmt. Auslösungszeit wegen Überraschungseffekt nur geschätzt im Bereich 1 bis 1,5 Sekunden.
Nun, die Wendel hat es überlebt, daher eine Wiederholung mit 2A. Auslösezeit 19 Sekunden.

Fazit: dünnerer Draht erforderlich.

Der Memorydraht wurde übrigens auch aufgefunden. Damit kann man einen superleichten, unglaublich einfachen Aktuator bauen. Da dieser jedoch temperaturabhängig ist und die Temperatursituation unklar ist, werde ich das nicht weiterverfolgen.
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Die kritische Masse von Neptunium beträgt 60kg - Ich wiege 80kg
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Verfasst am: 10/3/2012, 03:15  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zwischendrin mal wieder was von mir, trotz baustelle...

So ähnlich hab ich mir die thermische Auslösevorrichtung auch vorgestellt, Widerstandsdrahtwendel um schmelzbaren Nylonfaden (dünne geflochtene Schnur, maurerschnur ist gar nicht schlecht) wickeln. Wenn Du da weiterexperimentieren willst, besorg Dir NiCr - Draht (auf dem Wertstoffhof oder Schrottplatz Deines Vertrauens ausrangierte Heizlüfter etc. holen und schlachten). Die erreichen ca. 1200°C in der Wendel bevor sie durchbrennt.

Ich hab die Funkstrecke durchgerechnet, da ist bei schmalbandigem Betrieb (nur max. 9600 Bit/s Telemetrie und Steuerung) bei 435 MHz und beidseitig 0,5W und rundstrahlender Antenne sogar noch ein bissle Reserve. Zur Sicherheit würde ich den Bordsender auf ca. 2W auslegen und eine rundstrahlende Antenne mit ca. 6 - 8 dBi verwenden, das ist ein System aus 2 -3 vertikal gestockten Dipolen. Richtantennen haben wenig Sinn, da wir nie wissen, in welche Rischtung unsere x-Achse der Kapsel gerade schaut. Das Antennenthema schau ich mir aber noch genauer an. Bodenseitig, wo der Strom aus einem Netzteil oder Autobatterie kommt, satte 10 - 20W. Hier kann man außerdem noch einige dB per Richtantenne holen.

Per Steuerungskanal melden wir die am Boden gemessene Empfangsfeldstärke zurück, damit kann die Sendeleistung soweit zurückgefahren werden, dass wir noch einige dB Reserve haben, aber nicht zuviel Leistung verbraten (Wir können mit einem Nettowirkungsgrad des Senders von ca. 30 - 40% rechnen). Wir machen also genau das gleiche wie die Handies.

Es gibt noch einen weiteren Mechanismus zur Absicherung des Funkkanals: Wenn der Empfänger zwar ein Signal feststellt, aber kaine Daten decodieren kann, sitzt wohl ein störender Zeitgenosse auf der Frequenz. Dann wird dieselbe nach einem vorher festgelegten Plan automatisch gewechselt.

Von Schüssel war nie die Rede!

Wenn Druckbehälter: Hartmut, Du hast durch Zufall eine zündende Idee gehabt, ohne es zu realisieren. Du sagtest, "eine Cola - Flasche hält locker auch einige bar aus". also:

PET - Behälter!

ich bin zufällig mit jemandem befreundet, der Aufblasmaschinen für PET - Flaschen verkauft und wartet, da wer ich mal nachfragen... Vielleicht gibt'swas schön weithalsiges, wo man den Deckel durch ein geeignetes optisches Fenster ersetzen kann....

Ich hab dennoch keine Einwände gegen einen drucklosen Betrieb. Der Elektronik macht das nichts. Das einzige elektrische Problem kann dort auftreten, wo hinreichend hohe elektrische feldstärken auftreten, dass das dünne Gas ionisiert wird. Das kann passieren, wenn irgendwo hohe Gleichspannungen (Blitz!) erzeugt werden, oder dort, wo hohe HF - Feldstärken auftreten (Sendefilter), Letzteres muß also geschlossen konstruiert sein, das ist in der Simulation aber bereits gelöst.

Das da "irgendwas platzt", vergesst's. Elektronikbauteile sind so klein, dass 1 bar Innendruck schlichtweg keine Kräfte aufbringen, die den teilen gefährlich werden könnten. Außerdem ist nirgens gas dirn, sondern Feststoff oder höchstens was Gelartiges (Elkos, Akkus). Wenn Elkos platzen (das tun regelmäßig z.B. die Spannungswandlerelkos auf PC-mainboards) dann deshalb, weil sie monatelang an der Grenze ihrer Belastbarkeit 20° über ihrer spezifizierten Temperatur betrieben werden, weil der CPU -Lüfter total zugesifft ist. Der Innendruck der Teile liegt dann bei einigen zig bar!

Ich mach mir mehr gedanken über ein ganz anderes Thema, und das ist die Wärmebilanz der Kapsel. Wir haben eine Verlustleistung von irgendwo zwischen 5 und 10 W, und keine Kühlung durch Konvektion. Die Elektronikeinheit wird dashalb so konstruiert, dass alle Wärme über die Leiterplatten an einen Alu - Heatspreader geht und von dort wenn nötig per heat pipe an ein außenliegendes Kühl (Strahlungs-) Blech geführt werden kann.
Nebeneffekt ist, dass die Batterien nicht frieren, sondern mir in diesen Wärmeverbund einbezogen werden.

Mein Stromversorgungskonzept besteht aus 2 Zellen LiFePO4, plus Solarzellen - und zwar nicht organische, sondern welche mit möglichst hohem Wirkungsgrad.

Hat jemand Daten über die Wärmeleitfähigkeit und Wärmekapazität von Luft bei 1 mBar??

Hartmut, bei meinem Gehäusekonzept (Lollipop) dachte ich nicht an eine starre Verbindung bis zum Ballon, sondern unten die Nutzlast, dann vca. 1 m Stiel, und zuletzt einige m Schnur.
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Hartmut
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Verfasst am: 10/3/2012, 14:24  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

@ eule
Wenn wir keinen kältefesten Gummi finden, können wir die Idee vom Katheder gleich begraben. Denn wenn wir erst noch eine Heizung einbauen müssen, entartet das Ganze ins Lächerliche und dagegen würde @ Neptuniums Lötkolbenkonzept nur ein paar Gramm wiegen.

Tetraethylborat hat geschrieben:
Warum eigentlich nicht statt schwerem Hartgummi und sonstigen schweren Materialien hauptsächlich Styropor verwenden?

Weil im Vakuum von über 40 km Höhe von dem Styopor nicht mehr viel übrig bleibt.

Organikus hat geschrieben:
Solange der Wasserstoff da nicht durch diffundiert...

Helium diffundiert erheblich mehr als Wasserstoff. Und wenn die Diffusionsrate so hoch wäre, daß sie ins Gewicht fiele, würde ein Latexballon in der Höhe auch nicht platzen, weil er zuvor schon sein Gas verloren hätte.
Der angeführte 1200-g-Ballon ist aber auch noch nicht der Größte und selbst der kostet auch schon um die 100 Dollar.

eule hat geschrieben:
wenn man die dinger so gering befüllt, daß die erst sehr viel höher platzen werden die in bodennähe kaum noch viel tragen.
anders ausgedrückt - wenn mit solchen ballonen die angepeilte höhe erreicht werden soll kostet allein die große anzahl nötiger ballons sicher genauso viel, wie der eine große aus anderer folie

Genau, das ist eines meiner Argumente für einen Folienballon. Zum ersten Satz ist aber zu sagen, daß er auf jeden Fall reichtlich genug befüllt werden muß, daß er schnell genug steigt. Deshalb spielt ja die Größe die entscheidende Rolle (wenn man vom gleichen Flächengewicht der Ballonwandung ausgeht), weil sein Volumen mit der 3. Potenz wächst, sein eigenes Gewicht aber nur mit der 2. Potenz. Als Rechenbeispiel: hätte ein Folienballon einen Durchmesser von 1 km (natürlich nicht realistisch), würde er selber 16 Tonnen wiegen, würde aber selbst noch beim Füllungsverhältnis 1 : 1000 über 500 Tonnen heben. Ein Füllungsverhältnis von nur 1 : 1000 kommt, je nach Gewicht des Materials, allerfrühestens ab etwa 25 m Würfel-Kantenlänge langsam in den Bereich des Möglichen. Da die Atmosphärendichte nach oben expotentiell abnimmt, wird sehr weit oben jeder weitere Kilometer eine echte Herausforderung. Umgedreht zeigt das aber auch, daß es vergleichsweise ein Kinderspiel und auch gar nicht mal so teuer wäre, sich selber (plus Kleidung, Atemgas, Fallschirm ...) "nur" auf Höhe des Mt. Everest zu bringen.

@ Neptunium
Ein 0,5-mm-Eisendraht hat also mit 6 V und 2 A 19 Sekunden gebraucht?

Oldtimer hat geschrieben:
Wenn Druckbehälter: Hartmut, Du hast durch Zufall eine zündende Idee gehabt, ohne es zu realisieren. Du sagtest, "eine Cola - Flasche hält locker auch einige bar aus". also:

PET - Behälter!

Da haben wir sicher nicht die freie Wahl, denn die optischen Eigenschaften von Acrylglas macht schafft wohl kein anderer Kunststoff.

Deine Argumente für das Weglassen einer Vakuumverkapselung teile ich nicht. Die Komponenten sind dann extremen Schwankungen ausgesetzt, was Temperatur, Abschattung oder Bestrahlung durch die Sonne betrifft. Vom Risiko durchs Vakuum ganz abgesehen. Deine Sorge wegen möglicher Überhitzung teile ich, wie Du weißt. Da wäre ich neugierig auf die Tests mit Latexballons.
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Verfasst am: 10/3/2012, 15:18  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Weil im Vakuum von über 40 km Höhe von dem Styopor nicht mehr viel übrig bleibt.

darf man wissen, warum davon nicht viel übrig bleibt?
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