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CD-ROM-LAUFWERK




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Verfasst am: 28/2/2012, 01:27  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

*grummel*
ich hatte irgendwie die 1100mAh im kopf, aber die waren von dem GoPro akku... Wink

Zitat:
Die größte Länge dieses Folienpaketes bleibt dann an den Boden gedrückt, nur der "Kopf" darf sich heben, wenn das Traggas durch die ganze Folienlänge eingeleitet wird.

ich wollte grad schreiben, dass man es doch auch oben einleiten könnte, aber mir fällt auf:
gegen überdruck/berstdruck kann man das untere ende doch auch einfach offen lassen?
dann würde jedes überschüssige gas immer entweichen, aufgrund des auftriebs aber erst sehr weit oben
ich stelle mir einen 20cm langen schlauch mit 30cm prallem durchmesser vor der am ende mit einem gummi verschlossen wird
der wird dann bei etwas überdruck einfach aufgedrückt und das gas kann in großen mengen ausströmen
das würde zwangsläufig erst beim vollständigen entfalten passieren, weil die dünne folie fast keinen widerstand leisten sollte
ggf. einfach vorher mit tests die richtigen parameter bestimmen (länge des schlauch, durchmesser und verschlussstärke)

mit etwas tesafilm könnte man durch richtiges falten und kleben auch erreichen, dass er nach und nach öffnet bei mehr und mehr überdruck und hierdurch nicht plötzlich viel zu weit
eine falte würde dann mit 5mm tesafilm (oder wieviel auch immer) viel schneller öffnen als eine mit 30mm, wiegt aber fast garnichts und ist absolut ausfallsicher (tesa klebt doch auch bei -50°C noch gut? sonst halt was anderes...)
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Neptunium




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Verfasst am: 28/2/2012, 16:08  Titel:  thermische Trennung Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Chemark hat geschrieben:
Hartmut hat geschrieben:
Als Beispiel hätte Angelsehne von 0,2 mm Durchmesser (Tragkraft 4 kg) auf 1000 m Länge nur ein Volumen von 31,4 cm3, Gewicht je nach Dichte auszurechnen.


Da würde ich eher zu geflochtener Angelschnur Raten.


Was noch für einen kleinen Versuch gerade zur Hand war ist so genannte Maurerschnur. Nur mal um eine andere Sorte auch zu probieren.

Ergebniss: ebenfalls 10 Sekunden.

Das Gerät:
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Die "Versuchsanordnung" Cool - eine Ständerbohrmaschine. Der kleine Schraubstock hat so in etwa das zu erwartende Gewicht der Nutzlast.

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Einschalten, Stoppuhr, akustische Endpunktsbestimmung.
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Entropie

Was ist ein Superuser?


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Verfasst am: 29/2/2012, 02:06  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hartmut hat geschrieben:

Deine PN habe ich interessiert gelesen, bin nur noch nicht zum Antworten gekommen, das hole ich noch nach.
Das mit der geringen Stabilität befürchte ich ja auch. Deshalb will ich ja vorher umfangreiche Versuche mit Folie verschiedener Art und Dicke machen.


Ich wollte damit nur sagen, dass eine so dünne Folie nach meinen Erfahrungen reichlich empfindlich ist. 3 um wäre eher zu handhaben.

Zitat:

Daher würde ich eine "Operation Latex" auch noch mit vorbereiten. Und zwar möglichst einen Verbund aus mehreren Ballons und die vorherige Absicherung, daß man notfalls kurzfristig 2 neue Flaschen Gas abholen kann. Nur gilt für große Höhen eben auch hier: je größer der Ballon, umso höher kann man kommen, weil mit steigender Größe ja das Verhältnis zwischen Oberfläche (Ballongewicht) und Volumen immer günstiger wird. Der größte lieferbare Latexballon überhaupt (3000 g und angeblich 13 m Berstdurchmesser) kostet aber gleich mal richtig Asche! Und zwar um die $ 400,-- glaube ich. Das wird auch der Grund sein, warum Amateure den noch nie benutzt haben und so auch noch nie höher als 35 km gekommen sind.


8 ft. Wetterballons sind ziemlich billig in den USA zu bekommen (ca. $ 10-20), 16 ft. (= ca. gut 5 m) Durchmesser kosten um $ 80.
Die gibt es z.B. bei Edmund Scientifics (Barrington, NJ) und Herbach&Rademan (New York).

Zitat:

Diese 35 km sehe ich inzwischen wirklich als die "Amateurgrenze" oder von mir aus auch "the poor man's altitude". Wer noch höher hinaus will, muß richtig Heu haben, oder eben sich einen riesigen Folienballon herstellen.


Ja, allerdings hängt das auch von der Masse der Nutzlast ab.

Entropie hat geschrieben:

Ich denke, sowas wäre eher Sache der örtlichen Behörden als der Flugsicherung. Und ich befürchte fast, daß mit so großen Mengen Wasserstoff nur Leute mit speziellem Schein hantieren dürften, wie etwa Brandmeister oder dgl.


Das wäre mir neu. Ich denke, es gibt auch heute vereinzelt Wasserstoff-Ballons - sogar bemannt.

Zitat:

So viel nimmt sich der Preisunterschied zwischen beiden Gasen auch nicht, nur ist Helium eben etwas ineffizenter im Auftrieb. Mit Wasserstoff kommt man einfach höher.


Ein gewisser Preisunterschied wäre das bei grossen Mengen evtl. schon. Der Auftrieb wäre mit H2 etwas besser.
Wasserstoff könnte man jedoch notfalls chemisch entwickeln (z.B. aus Al und Natronlauge).
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Verfasst am: 29/2/2012, 02:21  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ich hatte ein paar tage Sendepause wg. baustelle....

Ich hab in meinem letzten Beitrag ein Konzept / Blockschaltbild einer Steuerung mit Telemetrie versprochen. Das kommt heute zwar immer noch nicht, hat aber bereits ziemliche Formen angenommen. Einige Eckpunkte:

- Ein Microcontroller (Atmel) ist Herz des ganzen. Er steuert direkt die diversen Aktoren (Ballonabtrennung, Kameraauslösung, evtl. Lagebeeinflussung der kapsel etc.) und misst die Werte diverser Sensoren (Temperaturen, Orientierung, Luftdruck (barometrische Höhe), Batteriespannung, Stromaufnahme, Sendeleistung, etc. und schaltet je nach Phase der Mission Verbraucher zu und ab. Er kommuniziert mit folgenden Peripheriegeräten:

- GPS - Modul, vermutlich Trimble Copernicus II, per NMEA 0183 serieller Schnittstelle
- GSM - Modul Typ noch zu bestimmen
- Telemetrie / Steuerungstransceiver, Analog Devices 7023 mit externer Endstufe bis 2W und Filter
- eventuell Kamera per USB

Der Transceiver hält mit der Bodenstation eine paketbasierte Verbindung, also entsprechend TCP oder AX25, beide Seiten wissen also zu jedem Zeitpunkt dass der andere noch am Leben ist. Der Transceiver schaltet dabei den Sender nur ein, wenn etwas zu melden ist (spart Strom), bzw. alle paar 100 ms um einen Statusreport zu geben und die Verbindung am leben zu halten. Da er bis zu 300 kB/sec übertragen kann, wäre es sogar möglich niedrig auflösende Bilder (ein 100 kByte jpeg bräuchte ca. 5 -- 10 sec) zum Boden zu senden - das ginge aber nur, wenn man eine Kamera findet, die per USB fernsteuerbar ist, bzw. bei eingestecktem USB aufnehmen und uploaden kann.

Die Batteriespannung beträgt entweder nominal ca. 7,2 oder nominal ca. 12V. Die Versorgungsspannung der nahezu gesamten Elektronik von 3,3V wird über einen step down - Wandler erzeugt, die Sendeendstufe läuft direkt von der Batterie (deshalb die Spannung, für diese Spannungen gibt's passende Transistoren).

Es gibt übrigens noch einen Weg, die Batteriekapazität zu strecken: Da oben scheint den ganzen Tag die Sonne...

Von Steuerungsseite her ist die Mission in folgende Phasen aufgeteilt:

1) Vorbereitung, vor dem Start. Fremdstromversorgung. GPS läuft, GSM läuft, Transceiver läuft. Test aller Systeme.
2) Startphase, auf Batterie / solar: letzter Funktionstest
3) Aufstieg bis ca. 1000 ft (300m) alles läuft
4) Aufstieg: GSM ist aus. Würde lediglich viele Funkzellen öffnen, das System bucht aus.
5) Stratosphäre: GSM ist aus.
6) Abstieg bis Fallschirmöffnung.
7) Abstieg bis ca. 2000 ft / 600m oder Verlust der Funkverbindung.
Cool Landung, GSM ist wieder an und sendet Position. Kamera ist aus.
9) Warten auf Bergung. Alles läuft auf Sparflamme. lediglich der Empfänger wird alle halbe minute oder so für eine Sekunde hochgetastet um zu sehen ob der Suchtrupp in der Nähe ist. GSM bucht sich alle 10 min ein und checkt SMS. Sendet in regelmäßigen Abständen (Stunde oder so) Lebenszeichen. Sender läuft auf Sparflamme, versucht alle paar Sekunden über einen Burst Verbindung aufzunehmen
10) Suche Endphase: Funkverbindung steht wieder, Sendersignal kann zur peilung verwendet werden.
11) Bergung ohne Funkverbindung: das war wohl keiner von uns! GSM sendet Meldung, Kamera schießt im Abstand einiger Sekungen / zig sec. Fotos.
12) Bergung mit Funkverbindung - Missionsende

Ich halte wenig davon, Geräte (Kamera etc) aus ihrem Gehäuse "auszupacken". Die Gehäuse haben meist uch mechanisch tragende Funktion, sind nicht nur Verpackung.

Als Bauform der Nutzlast schlage ich einien Lollipop ( Eis am Stiel) vor - eine Kugel oder Würfel mit einem leichten Fiberglasrohr nach oben. Das Rohr kann den Fallschirm aufnehmen, und eventuelle vertikal polarisierte Antennen. oben kann man evtl. einen festen Schirm anbringen, der beim "Wiedereintritt" den freien Fall etwas bremst

Als Aktoren für die Auslösung stelle ich mir so was wie Gurtschlösser en miniature vor, die Kraft wird durch eine Klinke gehalten, die Betätigungsspule muß nur die Klinke aus dem Weg räumen und dazu lediglich einen mm oder weniger betätigen - Relais schlachten. Wenn das ganze noch federbelastet und Kniehebelartig ausgeführt ist, hat eine kleine magnetische Ursache eine gewaltige Wirkung. Man sollte das Problem vielleicht mal dem Herrn Newtoolsmith vorlegen.

So, das wars für heute, demnächst mehr!
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Organikus



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Verfasst am: 29/2/2012, 13:24  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Organikus hat geschrieben:
Hartmut hat geschrieben:
Ich persönlich hätte echt keine Lust drauf, mit dem Ballon in der BILD-Zeitung zu stehen oder von Pro7 zu einem Interview gedrängt zu werden.


Vielleicht sollten wir dann Entropie einladen und den als Presse Opfer vorschicken?

Ich mein das Projekt ist super faszienierend und spannend aber wenn da wirklich die Medien auftauchen und das so ein Massenspektakel wird, warum dann nicht gleich das Projekt als Werbeplattform für unsere Sache nutzen?? Wir könnten öffentlich anprangern wie es der Chemiker Gemeinde seitens des Staats seit Jahren ergeht. Wenn man dann noch einen Redner hat der das ganze ein bisschen asuschmückt und den Forschergeist in den Vordergrund stellt, schlagen wir doch zwei Fliegen mit einer Klappe.
Warum geben wir dem Projekt keine politische Überschrift? - Drucken auf den Ballon was drauf, ala "Freiheit der Wissenschaft" oder irgendso einen massentauglichen Käse! =))


lg


Hmm keiner ne Antwort dazu?
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- Wir wissen heute, daß der Mond nachweislich nicht vorhanden ist, wenn niemand hinsieht - David Mermin

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Verfasst am: 29/2/2012, 17:52  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Batterie:

das beste wären LiTi - Zellen, ich hab aber noch nichts gefunden, wo man diese kaufen kann.

LiFePO4 - Zellen sind z.B. von A123 bis -30°C Betriebstemperatur und -40°C Lagertemperatur spezifiziert. Da wären evtl. noch Versuche zu machen. Da die meiste Elektronik, die ich bisher angesehen habe (GPS, GSM) ebenfalls bis -40°C spezifiziert ist, halte ich das ohnehin für die tiefste temperatur, die in der Nutzlast vorkommen sollte.

Das spricht übrigens gegen eine Acrylglaskugel, das Nutzlastpack sollte möglichst isoliert sein, und nur die Kamera(s) durch entsprechende Fenster schauen!

Eine andere Frage ist, ob man die Nutzlastkapsel hermetisch verschließt (also unter Druck hält) oder nicht. Dafür und dagegen gibt es Argumente. Hier mal einige:

für Druckkapsel:

- keine elektrischen Isolationsprobleme
- es lässt sich absolut feuchtigkeitsfreie Atmosphäre herstellen
- Füllgas wirkt als Wärmeübertragungsmedium (Verlustleistung der Elektronik)

gegen Druckkapsel:

- Gewicht
- konstruktive Probleme
- alle Durchführungen /Kabel, etc.) müssen hermetisch dicht ausgeführt werden
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Neptunium




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Verfasst am: 29/2/2012, 19:19  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Es gibt übrigens noch einen Weg, die Batteriekapazität zu strecken:


seit Tagen habe ich einen Gedanken, um durch geringe Nutzlast Höhe zu gewinnen:
Angenommen der Flug ist mit 2 Stunden Aufstiegszeit projektiert -nur als Rechenbeispiel-
Ich würde die Batteriekapazität aufteilen in zwei Batterien, eine davon in der ersten Stunde leerfahren und dann abwerfen - natürlich mit Fallschirm. Damit kann man dann auch eine nach unten gerichtete Videokamera für die Startphase vorsehen, die wird mit abgeworfen - falls man bereit ist zwei Objekte zu suchen.

Bei allem was für die Höhe relevant ist, ist Kompromisslosigkeit angesagt. Das heißt Wasserstoff. Wenn es für die Zuschauer ein Problem sein könnte muss nicht der Wasserstoff weg, sondern die Zuschauer - zumindest weiter weg.
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Kohlenstoffkarbid




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Verfasst am: 29/2/2012, 19:41  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Bei allem was für die Höhe relevant ist, ist Kompromisslosigkeit angesagt. Das heißt Wasserstoff. Wenn es für die Zuschauer ein Problem sein könnte muss nicht der Wasserstoff weg, sondern die Zuschauer - zumindest weiter weg.


Sehe ich auch so. Den zusätzlichen Auftrieb braucht man auf jedem Fall.

Dichte Luft 1,293
Dichte Helium 0,1785
Dichte Wasserstoff 0,0899

Differenz Luft - H =1,1145 (Auftriebsdichte von Wasserstoff)
Differenz He - H = 0,0886 (Dichtedifferenz bzw. Auftriebsverlust bei Gebrauch von Helium)

Alle Dichteangaben sind in Kilogramm pro Kubikmeter bei Normaldruck.

Macht einen Auftriebsverlust von immerhin 7,95 %
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Die Natur ist voll Gefahren! Giftige und berauschende Pflanzen und gefährliche Tiere lauern überall. Tod und Abhängigkeit sind die Folgen von Natur. Jeden Tag sterben viele Menschen. Daher bin ich dafür Besitz, Verwendung, Überlassung und Inverkehrbringen von Natur jeglicher Art zu verbieten und diese gewissenlosen Naturschützer hinter Gittern zu bringen.
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Neptunium




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Verfasst am: 29/2/2012, 20:57  Titel:  Trennvorrichtung Antworten mit ZitatNach untenNach oben

eule hat geschrieben:
statt einem elektrischen durchschmelzen könnte man auch ...............

Würdig wäre eigentlich ein chemisch arbeitendes System. So z.B. der Klassiker bei dem Schwefelsäure ein dünnes Kupferblech durchfrisst. Dahinter kommt dann was Reaktives, das Gas entwickelt und einen Kolben (Spritze) betätigt usw.
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eule




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Verfasst am: 29/2/2012, 21:26  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

@ Neptunium, ein wirklich schöne gedanke. schwefelsäure würde bei den angepeilten temperaturen wohl nicht so gehen, aber vllt könnte man ja ein gläsernes röhrchen mit einem ether-sauerstoff-mix als "riegel" einsetzen, das einseitig mit einem dünnen plättchen Pt/Pd verschlossen ist. zum absprengen läßt man in ein kleines gefäß mit aluminiumkörnchen elektrisch geschmolzene wässrige NaOH tropfen, was gerade genug wasserstoff erzeugt, um (mit dichter verbindung) ins platinmetall geleitet und beim durchtritte in die saurstoff-äther-atmosphäre die oberfläch des metalles glühend zu machen und somit den äther zu entzünden. das glaskölbchen wird gesprengt, der ballon kommt von der gondel frei.
ich fürchte nur da sind zu viele unsicherheiten drin, um es für ein unternehmen wie das hier vorgestellte einzusetzen. naja, irgendein ähnliches verfahren könnte man natürlich spaßeshalber einfach probeweise als sekundäre entkopplungsmöglichkeit in flight anfahren, während man als failsafe-modul die primäre jettison-einheit erst bei mißlingen der chemischen variante auslöst.

eine wirklich wunderbare idee, Neptunium, das chemisch zu bewerkstelligen. Very Happy
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Glauben ist exakt solange etwas Gutes, wie es die Angabe einer Wahrscheinlichkeitsabschätzung bezeichnet!

Wahnsinnig mag zutreffen, aber mein wahnsinn hat methode.

Schämen sollten sich die Menschen, die sich gedankenlos der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst. (A. Einstein)
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Kohlenstoffkarbid




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Verfasst am: 29/2/2012, 22:42  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Chemische Auslöser sind aber erheblich anfälliger, da mehr unbekante Variablen eine Rolle spielen.
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Verfasst am: 1/3/2012, 01:04  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Dinge abzuwerfen um leichter zu werden lohnt sich nicht, es sei denn, diese Dinge sind extrem schwer. Andernfalls wiegt die Abwurfmimik mehr als man spart. Außerdem, alles was ohne GPS / Funklacator abgeworfen wird, ist weg, wird nie wieder gefunden.

Ich warne außerdem vor allzu großem Sparwahn. Das ganze Vorhaben wird allesm zusammen eine 5-stellige Summe kosten. Da ist ein Hauptkontingent der Ballon selbst, plus Gas, etc. dann kamera(s), Elektronik, sonstige Hardware. Dann der Aufwand am Boden: Fahrtkosten für Start und Suche, Bodenstation, evtl. Gebühren. Wenn da dann beim Flug Material für 100 € hops geht, geschenkt. Das muß drin sein.

Hiermit ist nichts gesagt, wo das herkommt. Das Elektronikpack, wenn ich's denn baue, ist von mir gesponsort. Schon das hat aber bei mir Folgekosten, z.B. brauche ich einen improvisierten Klimaschrank von -40 .. +60C, ohne entsprechende Tests lass ich das Modul nicht fliegen. Ähnliches wird beim Bau anderer Komponenten der Fall sein. Alles gehört gründlich getestet, bevor's in die Luft geht.

Ich plädiere außerdem dafür, vor dem Rekordversuch mit teurem Folienballon ein oder mehrere Versuchsflüge mit Latexballonen zu unternehmen, um eventuelle Fehler mit vertretbarem Aufwand zu finden.

Außerdem, alles was "gebastelt" wird, muß getestet, getestet und noch mal getestet werden. Wir schicken eine unbemannte Mission an die Grenze zwischen Atmosphäre und Weltraum und setzen unsere Nutzlast extremen Umweltbedingungen aus. Unsere Zuverlässigkeitskriterien sollten sich also irgendwo zwischen dem in der Luftfahrt und der Raumfahrt angemessenen bewegen. Das heißt nun nicht, nur Material einzusetzen, das entsprechend qualifiziert (und damit teuer) ist, aber es heißt bei jeder Komponente zu überlegen, was kann hier schifgehen? Wie wahrscheinlich ist, dass es schifgeht? Was kann man dagegen tun? Wenn hier Fragen offen bleiben, taugt die Komponente nichts, und man sollte eine Alternative überlegen. Das ist aber das Killerargument gegen Kupferplättchen und Schwefelsäure.

Beispiel thermischer Abtrenner. Der könnte so aussehen, dass um einen Kabelbinder oder ein Polyamidseil einige Windungen NiCr - Draht gewickelt werden. Widerstand ca. 10 Ohm, zieht bei 7,2V 720mA, ca. 5W. muß zuverlässig nicht durchbrennen, aber das Polyamid - innenleben schmelzen. Davon müssen ca. 30 Stück gebaut werden, und dann getestet werden: bei Normalbedingungen, bei -40C, bei +60C, im Vakuum. Bei jeder der Bedingungen 5 Tests, alle müssen sicher auslösen! Nur dann ist das Teil qualifiziert zu fliegen. Das sind zerstörende Tests, da es sich um ein "einmal" - Bauelement handelt.

Wasserstoff / Helium:

H2!!!

der Auftriebsunterschied kann entscheidend sein!

Sooo gigantisch sind die Gasmengen im Übrigen auch nicht, und der Wasserstoff ist im Ballon rein. Um das ganze zu entzünden, muß also erst die Ballonhülle beschädigt werden und eine Zündquelle vorliegen. Sinnvollerweise füllt man also den Ballon unter Ex - bedingungen (nichts elektrisches in der Nähe, antistatisch, etc., und lässt ihn dann an einem Seil ca. 10 m hochsteigen. Wenn er jetzt abfackelt, haben wir einen heißen, brennenden Gasball der sehr viel leichter als Luft ist und nach oben steigt. Erst dann am Boden das Nutzlastmodul einschalten.
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Verfasst am: 1/3/2012, 22:05  Titel:  Trennvorrichtung Antworten mit ZitatNach untenNach oben

eule hat geschrieben:
ein wirklich schöne gedanke. schwefelsäure würde bei den angepeilten temperaturen wohl nicht so gehen
Ist mir auch klar, daher der Beginn mit den Worten "des Projekts würdig wäre........."

eule hat geschrieben:
eine wirklich wunderbare idee, Neptunium, das chemisch zu bewerkstelligen. Very Happy

Danke. Man soll nicht vergessen, daß man sein Hobby zum Vergnügen betreibt

Eine elektrische Ausführung ist leichter, in ihrem Verhalten vorhersehbarer, mehrfach testbar usw. Daher auch meine Versuche zum Abschmelzen. Irgendwo habe ich noch Memorydraht - wenn ich den wieder finde probiere ich noch einen schönen Aktuator.
Dabei habe ich noch was relativ leichtes, kraftvolles gefunden: einen Antrieb für Modellbahnweichen
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eule




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Verfasst am: 2/3/2012, 01:08  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

sorry, ich halte immernoch eine art ballonkatheder aus silikon mit passender flüssigkeit (zb MeOH oder ähnlich tiefsiedendes , das natürlich mit dem silikon nicht merklich chemisch interagieren darf) und magnetventil in verbindung mit einer scheibe oder einem durchbohrten block oder koppelring aus teflon oder zumindest gleitfähiger teflonbeschichtung für das einfachste. ggf verwendet man nicht einen koppelschlauch mit ballon, sondern 3 oder 5, in reihe damit am besten fürs failsafe noch eine schmelzkupplung, die per klinkenstecker mit der gondel verbunden ist, um bei der abtrennung der ballonkatheterkupplung auf jeden fall mit abzugehen, im falle des versagens der ersten kupplung (schlauch rutscht aus irgendeinem grund nicht aus dem koppelring) aber als zweite möglichkeit verfügbar zu sein. redundanz ist der hintergedanke für die am besten stufenweise kombination verschiedenartiger kupplungssysteme (immerhin einer der vitalen mechanismen bei alldem)

eine erfolgreiche entkopplung sollte mittels eines plastikstiftes und einer gabellichtschranke, wie sie zb in CDROM-laufwerken vorkommen leicht zu detektieren und eine entsprechende meldung bei versagen eines verfahrens an die bodenstation zu melden sein, um in der folge telemetrisch den befehl für einen neuen versuch geben zu können. eine erfolgsmeldung dürfte möglicherweise eher schwer zu realisieren sein, da niemals sichergestellt ist, daß die gondel mit der funkschüssel sich nicht dreht.
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Neptunium




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Verfasst am: 2/3/2012, 12:43  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Eine Funkschüssel dürfte nur sehr schwierig auszurichten sein und ist auch nicht notwendig. Es reicht wenn eine Seite, in dem Fall die Bodenstation, eine Richtantenne hat.
Auf 149MHz zum Beispiel (freie Frequenz) kann man mit den erlaubten 500 Milliwatt Sendeleistung diese Entfernung überbrücken.
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