Hartmut


Alter: 47
Hier seit: 04.02.2004
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Wohnort: D - Regensburg

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Aha, haben wir unseren lieben Tim aus der Schweiz wieder bei archäologischen Ausgrabungen erwischt. Naja ... zweieinhalb Jahre alte Threads fallen, glaube ich, noch nicht unters Fossiliengesetz.
Hier spricht ein mittlerweile absoluter Fernseh- und Kino-Ignorant! Ich schaue seit Jahren nicht mehr fern und intersssiere mich seit dem auch für keine neuen Filme mehr. Heißt, selbst solche, die zum Begriff geworden sind, wie "Titanic" oder "Der Untergang" habe ich praktisch nie gesehen. Hat auch damit zu tun, daß ich diesen heutigen Trend nicht mehr mag, daß alles immer so opernhaft und dick aufgetragen sein muß. Die Charaktere wirken meistens total unnatürlich und bei dieser ganzen Effekthascherei mit Feuerbällen und Explosionen, künstlichem Sich-Aufregen und hysterischem Geschreie laufe ich vor jedem Fernseher weg. Und dabei sind das absolut schlimmste noch diese Fließband-Billigstproduktionen von RTL und Mittätern, wo "die Bösen" ganz politisch korrekt immer die sind, die moralisch sowieso zum Abschuß freigegeben sind: Neonazis, Kinderschänder, Drogenbarone, Serienkiller, steinreiche Umweltverbrecher und Dünnsäureverklapper. Für mich würde es an Folter grenzen, mir solchen Dünnschiß anschauen zu müssen.
Was bei meinem heutigen totalen Desinteresse für Film und Fernsehen bleibt, sind ein paar Juwelen oder ganz einfach nur schöne Filme, die hängen geblieben sind. Ja z.B. sogar Filme mit künstlerischem Anspruch, in denen es z.B. nichtmal eine richtige Handlung geben muß. Oder auch gut gemachten Spaß, der nicht künstlich ernst wirken will, wie "Zurück in die Zukunft", Monty Python-Filme sind auch Königsklasse! Uralte Meisterwerke sind oftmals fesselnder, als jedes neue. "Im Westen nichts neues", die allererste Verfilmung von 1929, was einer der ersten Tonfilme überhaupt war. Manchmal entdeckt man aber auch unter Billig-Filmen, die nur im Fernsehen laufen, gute Sachen. Ein US-Film z.B. (vergessen, wie er hieß, war von 1988), in dem ein Psychologie-Student mit krankhaftem Ehrgeiz sich eine ahnungslose Familie als Objekt für ein psychologisches Experiment aussucht. Was Krimiserien angeht, mag ich einzig "Columbo" so sehr, daß ich sogar gerade dabei bin, mir die ganzen DVDs zu besorgen (in Deutscher Synchronisation leider erst bis 1974 erhältlich, die anderen kommen sicher erst in Jahren). Keine einzige billige Schießerei, keine Verfolgungsjagden, keine explodierenden Tankstellen - man tut das gut! Die Täter sind immer steinreiche arrogante Schnösel (Was kostet die Welt?), die diesem "Häufchen Elend" von Inspektor, mit knappen Gehalt und schäbiger Kleidung, spöttisch und herablassend gegenübertreten. Keine noch so teuren Filmeffekte können sich damit messen, wenn Columbo im Weggehen noch mal kurz stehen bleibt und noch ein paar Worte nuschelt, die dem Mörder das Lächeln im Gesicht gefrieren lassen. Apropo gefrieren, erinnern kann ich mich auch an einen Film (aus meiner Kindheit), indem ein Mann, zu Fuß durch die grimmige Arktis (Kanada?) versucht, noch lebend anzukommen. Die unbarmherzige Tödlichkeit einer atembreaubend herrlichen Natur! Keine Ahnung mehr, wie der Film noch hieß...
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_________________ Oh, daß die Deutschen ihre wahren Kräfte kennen und ihren Fleiß höheren Zielen zuwendeten; sie würden nicht mehr Menschen, sie würden Götter sein, denn göttlich ist der Geist dieses Volkes!
Giordano Bruno
Noch ein paar gute Taten, gegen unseren Willen an uns vollbracht, und wir sind erledigt.
Arno Plack, Heildelberger Philosoph 1930 - 2012
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