۞ Versuchschemie.de :: - Extraktion von Menthol aus Minze
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Frankonator
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Hier seit: 05.06.2006
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Verfasst am: 28/5/2009, 11:28  Titel:  Extraktion von Menthol aus Minze Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hallo,
Als ich gestern meine Chiliplanzen in den Garten gepflanzt habe ist mir aufgefallen, dass wir Minze bei uns im Garten stehen haben. Ich in meinem Forscherdrang habe sofort ein Blatt dieser Minze abgebrochen und es zerkaut. Ich stellte einen intensiven Menthol Geschmack fest. Also dachte ich mir, dass man Menthol doch einfach aus der Minze extrahieren könnte. Ich habe ich ein bisschen gegoogelt und bei wiki gefunden, dass sich Menthol recht gut in EtOH dafür aber nicht in H2O löst.
Also habe ich mir gedacht: Einfach ein paar Blätter abmachen, das ganze ein bisschen zerstampfen und dann in EtOH einlegen, nach ein paar Tagen das ganze filtieren und das Filtrat soweit einkochen, bis Menthol Kristalle ausfallen. Könnte das so funktionieren ?
Vielen Dank für eure Hilfe im Voraus.

MFG
Frankie
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GenTech




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Verfasst am: 28/5/2009, 12:04  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Nunja aber die Mentholkristalle werden sicherlich nicht allzugroß werden, wenn du ein paar Blätter hast.

In Pfefferminzöl soll ja sogar ein Drittel Menthol enthalten sein (Wikipedia), das wäre sicherlich lukrativer und du kannst die Minze für einen Sommererfrischungstee benutzen.^^

Jedoch ist zu beachten, dass neben dem Menthol immer Menthon auftritt, das bei Pfefferminzöl immerhin ein Fünftel ausmacht (Wikipedia). Menthon hat die gleichen Löslichkeitseigenschaften, wie Menthol, also löslich in EtOH und unlöslich in Wasser.

Da müsstest du dann ein bisschen friemeln, wie man die am besten trennt. Die Siedepunktdifferenz ist leider nur 9K, daher kommt Destillation wohl kaum in Frage. Chromatographie könnte da abhilfe Schaffen, jedoch sind die Stoffe ja in Größe, Polarität, etc. sehr ähnlich...

Eine Möglichkeit wäre sicherlich die Veresterung! Ich weiß aber leider nicht, wie das bei so komplexen Stoffen geht, ohne dass man sie ausversehen dehydriert oder so. Musste mal das Organikum fragen.

Apropos Veresterung... du kannst ja mal gucken, ob du das Menthol mit Carboxymethylcellulose verestern kannst... wenn du das hinkriegst, dann sollte die Aufreiningung sogar richtig gut werden, denn da würden sich ja dann nur Alkohole an die CMC heften. Die löst man dann mit einer Base wieder ab, nachdem man den Rest weggewaschen hat und schon hat man ein recht reines Produkt.

Gruß
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Frankonator
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Hier seit: 05.06.2006
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Verfasst am: 28/5/2009, 12:17  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Naja so extrem kommt es mir bei diesen Versuch nicht auf die Reinheit des Menthols an. Ich möchte das Menthol ja nicht zur Synthese oder irgendwas gewinnen ich wollte eigendlich Menthol gewinnen um es Lebensmitteln zur Geschmacksverfeinerung beizugeben. Also natürlich nur in geringen Mengen, aber es kreiert finde ich einen ganz einzigartigen Geschmack. Also so lange das Menthon im Menthol aus toxikologischen Gründen nicht stört, ist es mir eigendlich egal.
Ja ich weis, man könnte auch einfach Pfefferminzöl verwenden, aber dann hätte ich ja nichts zu tun Wink .

P.S. Minze ist genug vorhanden, also daran soll es nicht mangeln.
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Ethan-2-ol



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Verfasst am: 28/5/2009, 13:36  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Menthon ist doch ein Oxidationsprodukt des Menthols (Keton und Alkohol)? Dann ließe sich doch mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Keton in den Alkohol überführen, sofern nicht auch die OH-Gruppe reduziert wird. Oder man versieht das Menthon mit einer Schutzgruppe, beispielsweise könnte man das Glykolketal herstellen. Das Menthol sollte davon zeimlich unbeeindruckt bleiben und ließe sich dann sicherlich abtrennen, wie auch immer.
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